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Sanitätsdienst auf dem Rad

Fahrräder als Lebensretter in Afrika

Ein Fahrradreifen auf der Straße
© Doris Reichel

Mitarbeiter im Gesundheitswesen in Afrika können auf Fahrrädern mehr Patienten erreichen als zu Fuß, Kosten und Reisezeit sparen. Dies ergab eine Untersuchung der Nutzung und Auswirkungen von 130 an Gesundheitsfürsorgeorganisationen in Süd-Afrika, Ghana, Senegal und Kenia verteilte Fahrräder des privaten New Yorker Instituts für Verkehrs- und Entwicklungspolitik (ITDP).

Weil die wenigen in den Entwicklungshilfe-Programmen verfügbaren motorisierten Fahrzeuge für Ärzte oder Krankenschwestern und für größere Distanzen benötigt werden, werden die Fahrräder für kürzere Distanzen und von Hilfsschwestern und Mitarbeitern im Außendienst genutzt. Fahrräder eigenen sich für Krankenschwestern mit einem Einsatzradius von 5 bis 30 km. Ein Pilotprojekt in Tansania hatte gezeigt, dass es für Krankenschwestern 70% billiger war, Patienten zuhause zu versorgen, als in Krankenhäusern.

Auch für Krankentransporte werden Fahrräder eingesetzt. Die im Jahre 2001 in Uganda mit Unterstützung der GTZ (Deutsche Gesellschaft für technische Zusammenarbeit) hergestellten 100 Sanitätsanhänger werden monatlich zwischen 23 und 32 mal genutzt - am Häufigsten zum Transport schwangerer Frauen.

Aimée Gauthier, „Using Bicycles to Save Lives“, in: Sustainable Transport Nr. 16/2004, http://www.itdp.org

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Stand der Information
7. Februar 2005
Quelle

Institute for Transportation & Development Policy

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