Sie sind hier

Niederlande/Nordrhein-Westfalen

Fahrradknotenpunktsystem auf deutsche Grenzregion ausgeweitet

Die Grenzregionen zwischen Coevorden/Emlichheim und Ulft/Isselburg haben mehr als drei Jahre hart daran gearbeitet, das in den Niederlanden weitverbreitete und besonders erfolgreiche Fahrradknotenpunktsystem in Richtung deutsche Grenzregion zu erweitern und an das deutsche Fahrradroutennetzwerk anzuschließen. Am 10. April 2014 ist in Gronau der Anschluss offiziell eröffnet worden durch Dr. Elisabeth Schwenzow, Geschäftsführerin der EUREGIO e. V., in Anwesenheit von zahlreichen Vertretern der involvierten Regionen Grafschaft Bentheim und Münsterland sowie das Vechtdal in Overijssel, Twente und Achterhoek.

Zwischen dem deutschen System mit Zielwegweisern - die Zielort, Richtung und Entfernung angeben - und dem niederländischen Knotenpunktsystem wurde ein allmählicher Übergang kreiert. In Deutschland wurde jetzt eine Reihe von Knotenpunkten angelegt und unterhalb der deutschen Zielwegweiser wurden niederländische Knotenpunktschilder angebracht. So ist es für Deutsche und Niederländer, die sich über die Grenze wagen, einfacher geworden, sich zu orientieren und eine grenzenlose Radtour wird noch attraktiver. Die Erfahrung hat gezeigt, dass es den touristischen Unternehmen und Gemeinden viel leichter fällt mithilfe des Knotenpunktsystems neue (grenzüberschreitende) Fahrradrouten und Arrangements zusammenzustellen.

Das Knotenpunktsystem wurde auf einer Gesamtlänge von 350 km erweitert. Dabei wurden 109 neue Knotenpunkttafeln und 1.000 Zwischenwegweiser angebracht, sodass die beiden Fahrradnetzwerke nach Herzenslust kombiniert werden können. Nahtlos weiterradeln vom schönen Montferland in 'de Achterhoek' ins Münsterland, das an das Fahrradparadies der Grafschaft Bentheim grenzt. Diese Region ist dann wiederum mit dem Vechtetal in Overijssel und Twente verbunden.

Ein kurzer Rückblick

Dank des erweiterten Fahrradknotenpunktsystems ist die Grenze nun nicht länger eine Hürde bei Fahrradtouren. Um die Grenzregion so attraktiv wie möglich zu gestalten, war das Abschaffen von Grenzhindernissen eines der wichtigsten Ziele des Projekts www.grenzerlebnisse.de der EUREGIO. Ein erster Schritt waren die TOPs (TouristischeOrientierungsPunkte), die zwischen 2006 und 2008 eingerichtet wurden. In der Nähe dieser TOPs befinden sich verschiedene ausgeschilderte grenzüberschreitende Routen sowohl für Radler als auch für Wanderer und Reiter, die die interessantesten Sehenswürdigkeiten beidseitig der Grenze miteinander verbinden. 2012 folgten die grenzüberschreitenden touristischen Karten von Falk. Die Karten Nr. 21 mit Twente und der Grafschaft Bentheim und Nr. 22 mit Achterhoek und dem Westmünsterland waren die ersten Karten, die nicht an der Grenze aufhörten.

Das Projekt Grenzerlebnisse / Grensbelevenis der EUREGIO in Gronau hat die grenzüberschreitende Beschilderung in Zusammenarbeit mit den Projektpartnern Münsterland e.V., Kreis Borken, Straßen NRW, Grafschaft Bentheim Tourismus e.V., Recreatieschap Achterhoek Liemers / Stichting Achterhoek Toerisme, Routepunt Oost / Marketing Oost en Regio Twente / Twents Bureau voor Toerisme, vorgenommen. Das Projekt wurde mit Mitteln aus dem INTERREG IV-A Programm subventioniert. Ziel ist es, die Grenzregion durch eine zusammenhängende Beschilderung für Radtouristen noch attraktiver zu gestalten. Die Gesamtkosten der Radroutenverknüpfung liegen bei etwa 100.000 Euro.

Zur Originalpressemitteilung (kreis-borken.de) bzw. auf presse-service.de.

Meta Infos
Stand der Information
14. April 2014
Quelle

Pressemitteilung der EUREGIO / Kreis Borken

Land
Nordrhein-Westfalen
Niederlande
Handlungsfelder NRVP
Fahrradthemen
Schlagworte