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Fahrradfreundlichste Unternehmen stehen fest

Ein Fahrradlaufrad
© Doris Reichel
"Es ist so weit, die fahrradfreundlichsten Unternehmen Österreichs stehen fest. Es sind dies die Informationstechnologie-Projekte-Ges.mb.H. aus Wien, die Anton Paar Ges.m.b.H aus Graz, Erdbau Rass aus St. Johann in Tirol, das LKH-Universitätsklinikum Graz sowie die Polizeiinspektion Hermagor. Diese Betriebe zeichnen sich durch Kreativität und Engagement beim Einsatz des Fahrrads im Berufsalltag aus. Das bringt sowohl den Mitarbeitern, dem Betrieb und der Umwelt nachhaltige Vorteile. Denn der Umstieg aufs Fahrrad hält nicht nur fit, sondern senkt Fahrtkosten und ist ein aktiver Beitrag zu sauberer Luft und gesunder Umwelt", so und Wirtschaftskammer Österreich-Vizepräsidentin Renate Römer heute bei der Preisverleihung des Wettbewerb bike2business im Technischen Museum Wien.


Die Preisträger wurden in den Kategorien KMU (Klein- und mittelständische Unternehmen), Großunternehmen und Originalität ermittelt. Darüber hinaus wurden zwei besondere Anerkennungen ausgesprochen.


Der Sieger in der Kategorie KMU ist die Informationstechnologie-Projekte Ges.m.b.H. (IT-P) aus Graz. Das Radfahren ist bei IT-P nicht Teil des Unternehmenszwecks, dennoch war es das Ziel, die Mitarbeiter zu umweltbewussterem Denken und zu sportlicher Betätigung anzuregen. Das Angebot ist vielfältig – auch für Schlechtwetter gibt es Vorkehrungen – und reicht von Mitarbeiterfahrräder, Abstellraum, Werkstatt, Werkzeug, Garderobe, Dusche, Goretex-Jacken, Fahrradhelme bis hin zum allgemeinen Gesundheitsförderungsprogramm.


Sieger in der Kategorie Großunternehmen ist die Anton Paar Ges.m.b.H., die Mess- und Analysegeräte für den Einsatz im Labor und im Produktionsprozess entwickelt, produziert und vertreibt. Das Projekt "Anton Paar in Bewegung" besteht seit 5 Jahren und setzt auf Bewusstseinsbildung um die Mitarbeiter zum Umstieg vom Auto aufs Fahrrad zu bewegen. Die Firma lässt sich ihr Engagement auch etwas kosten, etwa Belohnungsprämien für autofreie Anreise, Firmenfahrräder, überdachte Abstellplätze, Duschen oder sie organisiert Radausflüge. Hervorzuheben ist die vorbildliche innerbetriebliche Kommunikation durch Fahrradguides, wo Mitarbeiter ihren Kollegen den besten Weg mit dem Fahrrad vom Wohnort zum Arbeitsplatz zeigen – eine gute Idee der Animation von innen. Dieses Projekt ist auch ein Beitrag zur Lösung der Feinstaubproblematik in Graz.


Erdbau Rass aus St. Johann in Tirol ist der Sieger in der Kategorie Originalität. Die Erdbaufirma montierte Radträgern auf den Baggern. Damit werden Fahrradtransporte ermöglicht und die Mitarbeiter bleiben zwischen den Baustellen mobil, das erspart gleichzeitig PKW-Fahrten. Ein betrieblicher Vorteil wird mit einem Vorteil für die Umwelt verbunden. Eine unorthodoxe Idee, die in ihrer Kreativität und Situationsanpassung vorbildlich ist.


Besondere Anerkennungen wurden dem LKH-Universitätsklinikum Graz und der Polizeiinspektion Hermagor ausgesprochen.


Das LKH-Universitätsklinikum Graz machte aus der Not des Parkplatzmangels eine Tugend. Auf dem großen Gelände des Landesklinikums ist der Autoverkehr weitgehend untersagt. Es gibt eine dezentrale Parkgarage, die allerdings nicht allen Mitarbeiten Platz bietet. Dadurch bietet die Nutzung des Fahrrads einen entscheidenden Vorteil – auch im innerbetrieblichen "Pendelverkehr" der Mitarbeiter – welche vom Betrieb explizit und umfassend gefördert wird, wie zum Beispiel durch 1.339 Fahrradabstellplätze, verschließbare Radräume, hauseigenen Fahrradkurier oder Diensträder.


Die Polizeiinspektion Hermagor ist "mit dem Fahrrad im Außendienst". Eine Behörde, die beruflich stark autoorientiert ist, hat den Sprung gewagt, für mehr Bürgernähe aufs Rad umzusteigen. Für die Polizei ist dieser Imagewechsel fast ein Tabubruch und daher besonders positiv zu werten.


Zur Originalpressemitteilung
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Stand der Information
20. September 2006
Quelle

Gerhard Popp / Lebensministerium Österreich

Land
Oesterreich
Handlungsfelder NRVP
Fahrradthemen
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