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"Fahrrad TÜF" an Hammer Schulen dient Intensivierung der Verkehrserziehung

Mobilitätserziehung: Verkehrsschule für Kinder
Mobilitätserziehung: Verkehrsschule für Kinder © Thomas Starck / Deutsche Verkehrswacht e.V.

Die Europäische Verkehrssicherheitscharta ist ein Projekt der EU und verfolgt als wichtigstes Ziel die Reduzierung der Zahl der Verkehrstoten um mindestens 50 % bis zum Jahr 2010. Die Charta ist ein Forum für Institutionen, Unternehmen und Verbände, die dieses Ziel gemeinsam verfolgen. Als eine von nur vier deutschen Städten wurde nun auch Hamm aufgenommen.

Insgesamt zählt die Charta bisher europaweit ca. 300 Mitglieder. In Deutschland sind es 22 Unterzeichner. Seitens der EU besteht ein gesteigertes Interesse, mehr Kommunen für die Teilnahme zu gewinnen. In Deutschland hatten bis jetzt nur die Städte Berlin, Köln sowie der Kreis Borken unterzeichnet.

Von den Mitgliedern erwartet die EU konkrete und umfassende Selbstverpflichtungen, um das ehrgeizige Ziel, die Verkehrstoten europaweit um 25.000 pro Jahr zu verringern, zu erreichen.

In Hamm werden bereits viele Aktionen, die über das in vergleichbaren Städten übliche Maß hinaus gehen, durchgeführt. Daher sah sich die Stadt für einen Beitritt gut gerüstet und bewarb sich im Sommer 2006.

Folgende Selbstverpflichtungen wurden von der Verkehrssicherheitsinitiative entwickelt und vom Rat beschlossen:

Erweiterung der Mitmach- und Selbsthilfeangebote:

  • Fortführung der Aktion "Verkehrsberuhigung vor der Haustür"
  • Durchführung von mindestens zwei zentralen Verkehrssicherheitsaktionen pro Jahr
  • Regelmäßiges Angebot von Informationsveranstaltungen und Verkehrssicherheitstrainings

Intensivierung der Verkehrserziehung:

  • Jährliche Aktion "Fahrrad TÜF" an Hammer Schulen
  • Verbindliche Aufnahme des Verkehrsunterrichts an allen Schulen der Sekundarstufen I und II
  • Jährliche Schulanfangsaktionen

Bau- und Markierungsprogramme für "Risikobereiche":

  • Fortführung des Bauprogramms "Kinderunfälle"
  • Aufstellung eines Bauprogramms für die Hauptunfallstrecken in Hamm
  • Markierungsprogramme "Tempo-30-Zonen" und "Parken in Problembereichen"

Verstetigung der Verkehrsüberwachung:

  • Aufrechterhaltung des hohen Niveaus der Geschwindigkeitsüberwachung
  • Regelmäßige Schwerpunktmaßnahmen der Parkraumüberwachung (Radwege, Schulwege, Kinderunfallbereiche)
  • Ggf. Einsatz zusätzlicher Überwachungsgeräte ('Starenkästen'; Rotlicht-Kameras)

"Das Hammer Konzept hat in Brüssel überzeugt. Wir sind dabei!", freut sich auch Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann.

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Fahrrad TÜF an Hammer Schulen seit 1998

Kinder und Jugendlichen sind im Vergleich zu anderen Personengruppen auch in Hamm überproportional hoch an Fahrradunfällen mit Personenschaden beteiligt. Dies zeigte auch die "Kinderunfalluntersuchung Hamm", wonach Schüler im Alter von 10 - 14 Jahren auf dem Rad die bei weitem größte Riskikogruppe darstellen. 70 % aller Kinderunfälle geschehen mit dem Rad. Auf Initiative des Stadtplanungsamtes wurden daher seit 1998 in einer Gemeinschaftsaktion unter dem Titel "Hammer-TÜF Überprüfung von Fahrrädern", Fahrräder an weiterführenden Schulen in Hamm auf ihren verkehrssicheren Zustand überprüft.

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Weiterführende Infos im Internet unter: www.hamm.de/verkehr

Meta Infos
Stand der Information
13. Februar 2007
Quelle

Gniot / Strübli / Stadt Hamm - Der Oberbürgermeister

Land
Nordrhein-Westfalen
Handlungsfelder NRVP
Fahrradthemen
Schlagworte