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"Platform for European Bicycle Sharing & Systems (PEBSS)"

Europaweite Plattform vermittelt Wissen zu Fahrradverleihsystemen

Räder des Fahrradverleihsystems in Berlin
Räder des Fahrradverleihsystems in Berlin © Tobias Klein

Geteilte Fahrradmobilität kann helfen, Verhaltens- und damit auch Marktänderungen herbeizuführen. Intelligente Sharing-Fahrradmobilität soll nun in ganz Europa vorangebracht werden, damit der Radverkehr überall - als intelligenter Teil der städtischen Mobilität - wächst. Deshalb wurde am 12. Juni 2017 im Rahmen der Velo-City-Konferenz, im niederländischen Arnhem-Nijmegen, die europaweite Plattform für Fahrradverleihsysteme "Platform for European Bicycle Sharing & Systems (PEBSS)" gegründet. Mitglied können Fahrradverleiher, Systembetreiber, beteiligte Fahrradhersteller, Partner-Firmen, Leasing-Unternehmen, Cargo/Rickscha-Dienste, zugehörige Lieferanten und Partner sowie Nichtregierungsorganisationen werden. Auch Städte, die ihre eigenen lokalen Systeme betreiben, sind in der PEBSS willkommen.

Die wichtigsten PEBSS-Ziele sind:

  1. die Förderung  der Fahrradmobilität, die Verbreitung bewährter Verfahrensweisen bzw. die Nutzung entstehender Synergien und
  2. politische- und Investitionsressourcen so einzusetzen, damit intelligente (und ähnliche) Fahrradverleihsysteme überall wachsen können.

Nun hat die PEBSS - in Zusammenarbeit mit den Organisationen UITP, NABSA und Bikeplus - ein Papier veröffentlicht, dass sich an Städte richtet, die strategisch bei der Einführung oder Aufwertung eines Fahrraderleihsystems vorgehen möchten. In der PEBSS-Veröffentlichung "Policy Framework for Smart Public-use Bike Sharing" wird unter anderem erläutert wie Fahrradverleihsyteme in Mobiltätsplänen verankert werden können und Praxisbeispiele aufgeführt, die Fahrradverleihsysteme als wesentliche Komponente des ÖPNV zeigen.

Weiterhin hat die PEBSS ein gemeinsames Positionspapier "Common Position Paper on Unlicensed Dockless Bike Share" entwickelt. Dabei handelt es sich um einen Leitfaden zur Bewältigung der unterschiedlichen - und manchmal problematischen - Ansätze von Bike-Share-Betreibern. Das Positionspapier bezieht Stellung zu unlizensierten, app-basierten, nicht stationsgebunden Systemen - und wie damit die westlichen Märkte beeinflusst werden können - wenn diese neuen Marktteilnehmer aggressiv expandieren. Für betroffene Städte und örtliche Verkehrsbehörden werden kurz die Chancen und Gefahren solcher Systeme beschrieben.

Die beiden strategischen Dokumente sollen Kommunen bei der Aufstellung integrierter nachhaltiger städtische Mobilitätspläne helfen, insbesondere hinsichtlich der Einbeziehung effizienter und flexibler Fahrradverleih-Lösungen.