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Fuß- und Radverkehrsförderung in London

Erster "Walking and Cycling Commissioner" vorgestellt

Cycle Superhighway 2 in Stratford
Cycle Superhighway 2 in Stratford © Cmglee / Wikimedia

Britische Haupstadt bekommt ersten Vollzeitbeauftragten für den Fuß- und Radverkehr

Der bisher für die Firma Nike tätige Will Norman wird ab Februar 2017 Londons erster Vollzeitbeauftragter für den Fuß- und Radverkehr sein. Um die Stelle hatten sich 152 Personen beworben. In seiner bisherigen Stellung war Norman mit den Vereinten Nationen, dem Europäischen Parlament, der G8, der Weltgesundheitsorganisation und dem Internationalen Olympischen Komitee  vernetzt.

Londons Bürgermeister Sadiq Khan will Londoner "aller Altersstufen und Herkünfte" zu mehr aktiver Mobilität bewegen. Der Rad- und Fußverkehrsbeauftragte soll eng mit dem Bürgermeister und der Transportbehörde TfL zusammenarbeiten, vor allem soll das Versprechen umgesetzt werden, den Rad- und Fußverkehr für alle Londoner sicherer und komfortabler zu machen.

770 Millionen Pfund bis 2022

Zu den Aufgaben gehört das Vorantreiben des Programms "Healthy Streets", das ein sichereres, angenehmeres London für Radfahrer und Fußgänger schaffen soll und mit einem Rekordbudget von 770 Millionen Pfund für Infrastrukturmaßnahmen und Initiativen zur Förderung des Radverkehrs unterfüttert ist. Die Gelder sollen bis 2021/2022 investiert werden.

Will Norman, der jeden Tag in London mit dem Rad unterwegs ist, ist sehr erfahren auf dem Gebiet privater und öffentlicher Partnerschaften. Bei Nike hat Will ein Programm vorgestellt, das körperliche Aktivität zu einer globalen politischen Priorität machen soll. Zu seiner Arbeit gehörte unter anderem die Zusammenarbeit mit den Organisationen UNESCO und GIZ zur Ermöglichung des Sportunterrichts an Grundschulen in Südafrika.

Bürgermeister Sadiq Khan sagte: "Ich bin entschlossen, für alle Londoner das Zu-Fuß-Gehen und das Radfahren sicherer und einfacher zu machen, weshalb ich mehr Investitionen als je zuvor bereitstelle und einen Kommissar ernannt habe, der sich voll und ganz auf dieses wichtige Arbeitsfeld konzentrieren soll. Will Norman kann beeindruckende Erfolge bei der Umsetzung großer internationaler Projekte vorweisen, mehr Menschen zu einem aktiveren Lebensstil zu bewegen."

Fußverkehr soll die ihm zustehende Aufmerksamkeit bekommen

Der neu ernannte "Walking and Cycling Commissioner" sagte: "Ich habe die letzten fünf Jahre daran gearbeitet, die vorteilhaften Auswirkungen von Bewegung und körperlicher Aktivität auf das Leben der Menschen weltweit näherzubringen. Radfahren und Zu-Fuß-Gehen können eine entscheidende Rolle bei der Verbesserung von Gesundheit und Wohlbefinden spielen und das Zusammenleben aller Menschen verbessern. Ich bin sehr aufgeregt, weil ich die Gelegenheit bekommen habe, das Radfahren und das Zu-Fuß-Gehen in meiner Heimatstadt voranzubringen. London hat sehr viel Potenzial eine aktivere Stadt zu sein und ich freue mich darauf. Ich möchte, dass meine Kenntnisse und Erfahrungen allen Radfahrenden in unserer Stadt zu Gute kommen, und ich möchte, dass der Fußverkehr die Aufmerksamkeit bekommt, die er wirklich verdient, denn zu oft wurde die Bedeutung des Zu-Fuß-Gehens untertrieben, ich bin entschlossen, es weiter oben auf die Tagesordnung zu setzen."

Val Shawcross, stellvertretender Bürgermeister für Verkehr, sagte: "Ich war unglaublich beeindruckt von den Fähigkeiten, Erfahrungen und der Begeisterung von Will Norman.
Er hat nachgewiesenen, dass er Menschen aus allen Bevölkerungsgruppen aktiveren kann und er wird seine Erfahrung in der internationalen Zusammenarbeit nutzen, um Transportbehörde, Stadtbezirke und andere Partner zusammenzubringen. Er wird dafür sorgen, dass Radfahren und Zu-Fuß-Gehen den Stellenwert erhalten, den sie wirklich verdienen."

Ashok Sinha, CEO der "London Cycling Campaign", sagte: "Wir glauben, dass Fuß- und Radverkehr Hand in Hand gehen müssen, um London zu einem besseren Ort für alle zu machen.
Wir freuen uns, mit Herrn Norman zusammenzuarbeiten und dem Bürgermeister dabei zu helfen, den geschützten Raum für das Radfahren zu verdreifachen, die gefährlichsten Kreuzungen umzugestalten, jedem Stadtteil ein großes Fuß- und Radverkehrsprogramm zu ermöglichen und sicherere "Direct Vision"-Lkws zur Norm auf den Straßen Londons werden zu lassen."