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Erster bike + business award geht an die GTZ

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© Planungsverband Ballungsraum Frankfurt/Rhein-Main

Die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) in Eschborn hat den bike + business award 2009 verliehen bekommen. Dies teilen jetzt Stephan Wildhirt, Direktor des Planungsverbandes Ballungsraum Frankfurt/Rhein-Main, und Volkmar Gerstein, Landesvorsitzender des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) Hessen, mit. Planungsverband und ADFC sind Träger des Projektes bike + business (b+b), das zum Ziel hat, immer mehr Berufspendler auf das Fahrrad zu bringen. Den Preis, ein hochwertiges Fahrrad des Projektpartners und Fahrradherstellers riese und müller, hat der Schirmherr des Projekts, der hessische Wirtschafts- und Verkehrsminister Dieter Posch, dem GTZ-Geschäftsführer Wolfgang Schmitt in einer Veranstaltung im Forum der Frankfurter Rundschau, Depot Sachsenhausen, übergeben.

Der hessische Wirtschafts- und Verkehrsminister (rechts) Dieter Posch (FDP), in der Mitte den GTZ Geschäftsführer Wolfgang Schmitt sowie links den Marketingleiter der Fa. riese und müller, Tobias Spindler, bei der Übergabe des Birdy an den Award-Gewinner.

Der hessische Wirtschafts- und Verkehrsminister (rechts) Dieter Posch (FDP), in der Mitte den GTZ Geschäftsführer Wolfgang Schmitt sowie links den Marketingleiter der Fa. riese und müller, Tobias Spindler, bei der Übergabe des Birdy an den Award-Gewinner.

(Foto-Copyright: Barbara Helfer)

"Ich freue mich sehr, dass mit der GTZ ein Unternehmen den Preis bekommt, das sich in seiner Philosophie ohnehin der nachhaltigen städtischen Mobilität verschrieben hat", erklärt Wildhirt. Die GTZ, die die Bundesregierung bei der Verwirklichung ihrer entwicklungspolitischen Ziele unterstützt, will dabei "Verkehr vermeiden und auf umweltfreundliche Systeme verlagern sowie Verkehrssysteme umweltfreundlich gestalten".

Warum hat die GTZ-Zentrale mit ihren 1.500 Mitarbeitern in Eschborn den Preis bekommen? Seit dem Jahr 2003, damals als Pilotbetrieb, ist die Gesellschaft an dem Projekt beteiligt. Sie hat bestehende Fahrradabstellanlagen teilweise überdacht, neue sind hinzugekommen. Es wurden neue Duschen, Umkleidemöglichkeiten und Spinde eingerichtet. Es gibt einen Fahrradreparaturkoffer für die Mitarbeiter, ein "Biker-Web" im Intranet sowie einen Infoscreen im Foyer. Zudem ist b+b in das betriebliche Mobilitäts- und Umweltmanagement eingebettet: Es gibt einen "Fahrradansprechpartner" sowie einen Umweltbeauftragten, auch wird regelmäßig zu einem Fahrradstammtisch eingeladen. "Mittlerweile kommt rund 15 Prozent der Belegschaft mit dem Fahrrad zur Arbeit (zum Vergleich gesamtes Rhein-Main-Gebiet: neun Prozent", erklärt Wildhirt.

"Das Projekt bike + business wurde vor sechs Jahren durch den ADFC Hessen initiiert, der Erfolg ist aber insbesondere ein Ergebnis der guten Zusammenarbeit mit dem Planungsverband. Denn allein hätten wir es sicherlich nicht geschafft", sagt ADFC-Chef Gerstein. Festzustellen sei, dass fast alle bisher teilnehmenden Unternehmen dem öffentlichen Sektor angehörten, mit Ausnahme des Industrieparks Wolfgang. "An guten Argumenten für b+b fehlt es nicht. Aber die großen privaten Unternehmen und die Wirtschaftsverbände haben sich solcher Themen wie 'Fahrrad und Gesundheit' oder 'Fahrrad und nachhaltiger betrieblicher Klimaschutz' noch nicht so angenommen, wie wir uns dies wünschen."

An b+b beteiligen sich bislang 14 große Unternehmen und Verwaltungen. Des Weiteren kooperieren elf Kommunen aus der Region, das heißt, sie sind behilflich bei der Akquise von Unternehmen und stellen die Erreichbarkeit der Gewerbegebiete mit dem Fahrrad sicher. Das deutschlandweite Pilotprojekt wird vom Bund mit 180.000 Euro aus Mitteln des Nationalen Radverkehrsplans unterstützt. Sollte es erfolgreich sein, wird es auf andere Regionen übertragen.

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Stand der Information
2. April 2009
Quelle

Planungsverband Ballungsraum Frankfurt / Rhein-Main

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Hessen
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Fahrradthemen
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