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225 Radabstellplätze am ICE-Bahnhof Fulda

Erste Fahrradabstellanlage im Rahmen der Bike+Ride-Offensive in Hessen

Bike+Ride-Offensive
Bike+Ride-Offensive © BMU/Tinkerbelle

Premiere in Hessen: Stadt Fulda und DB eröffnen Fahrradabstellanlage am ICE-Bahnhof Fulda im Rahmen der Bike+Ride-Offensive

Rad- und Bahnfahren ergänzen sich und sind die klimafreundlichste Form der Mobilität. Für Radfahrerinnen und Radfahrer ist dabei das sichere Abstellen ihres Fahrrades am Bahnhof wichtig. Die erste hessische Bike+Ride (B+R)-Anlage ist jetzt am ICE-Bahnhof Fulda in Betrieb genommen worden. Sie ist Teil der B+R-Offensive der DB in Kooperation mit Kommunen. Insgesamt bietet die B+R-Anlage an mehreren Standorten rund um den Bahnhof Platz für 225 Fahrräder, die Reisende nun sicher und ordentlich abstellen können. Fast die Hälfte der Abstellplätze ist zusätzlich überdacht. Die Investition betrug 31.000 Euro.

Fuldas Stadtbaurat und Umweltdezernent Daniel Schreiner sagt: "Es freut mich, dass wir beim Thema Fahrrad Vorreiter sind und die erste Anlage der Bike+Ride-Offensive bei uns eingeweiht wird. Ich bin mir sicher, dass sie gut genutzt wird, da immer mehr umweltbewusste Bürgerinnen und Bürger auf Rad und Bahn umsteigen."

"Alle haben an einem Strang gezogen und das Ergebnis kann sich sehen lassen", ergänzt Stefan Schwinn von der DB Station&Service AG. "Mit Unterstützung von Bund, Land und Stadt fördern wir so die Verknüpfung der umweltfreundlichen Verkehrsmittel Zug und Fahrrad." Das Bundesumweltministerium (BMU) hat 40 Prozent der förderfähigen Kosten der Anlage in Fulda übernommen. Basis dafür war die Kommunalrichtlinie der Nationalen Klimaschutzinitiative. Ziel der B+R-Offensive von BMU und DB ist die zügige Errichtung von Fahrradabstellanlagen an Bahnhöfen. Kommunen können die Teilnahme am Programm beantragen. Die DB hilft, geeignete Standorte an den Bahnhöfen zu finden und hat in Fulda eigene Flächen vor den Gleisen 37/38 unterhalb des alten Stellwerks mietfrei zur Verfügung gestellt. Zusätzlich unterstützt die DB bei Planung und Montage der Anlagen.

Deutschlandweit ist die Nachfrage der Städte und Kommunen nach dem Bike+Ride-Programm groß. Zurzeit bearbeitet die DB gemeinsam mit Kommunen deutschlandweit rund 300 Projekte. Bis 2022 sollen bundesweit bis zu 100.000 neue Fahrradstellplätze an Bahnhöfen entstehen.

In Fulda sind an mehreren Standorten insgesamt 225 Abstellplätze entstanden: Die größten Kapazitäten bieten die Standorte am Alten Stellwerk (Nähe Gleis 1 und Gleise 37/38) sowie am Bahnhofsvorplatz 1 (auf der Schräge zwischen Bäckerei und Straßenüberführung; wo schon bisher Abstellmöglichkeiten waren) und Bahnhofsvorplatz 2 (zwischen Brunnen und Sparda-Gebäude). Weitere kleinere Abstellanlagen sind im vorderen Bereich der Tiefgarage Ruprechtstraße entstanden.

Mehr Förderung für Radabstellplätze an Bahnhöfen - Bundesumweltministerium stockt Zuschüsse für "Bike+Ride-Offensive" auf

Mit der Bike+Ride-Offensive soll der Auf- und Ausbau von Radabstellanlagen an Bahnhöfen für Kommunen erleichtert werden. Bis Ende 2022 sollen 100.000 zusätzliche Bike+Ride-Plätze deutschlandweit errichtet werden. Die Bike+Ride-Offensive ist eine Kooperation des Bundesumweltministeriums (BMU) und der Deutschen Bahn (DB).

Förderquote steigt von 40 auf 60 Prozent

Mit der Kooperation schaffen sie bessere Rahmenbedingungen für Kommunen, um kurzfristig Fahrradabstellanlagen in Bahnhofsnähe errichten zu können. Neu seit März 2020: Die Förderquote für solche Vorhaben wurde um 20 Prozentpunkte erhöht – von 40 auf 60 Prozent.

Bisher hat die Offensive das Verfahren für die kommunalen Antragstellerinnen und Antragsteller wesentlich erleichtert. Die erhöhte Förderquote sorgt nun auch für eine bessere Radverkehrsinfrastruktur in der Nähe von Bahnhöfen. Vor allem Berufspendlerinnen und Berufspendler sollen motiviert werden, vom Auto aufs Fahrrad umzusteigen und zusätzlich die Bahn zu nutzen. Das Ziel bis Ende 2022: Bundesweit sollen bis zu 100.000 neue Radabstellplätze entstehen.

Über die Kommunalrichtlinie der Nationalen Klimaschutzinitiative können ganzjährig Anträge eingereicht werden.