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"Fahrrad-Monitor 2017" für Deutschland

Ergebnisse der Zusatzbefragungen liegen vor

Ausdruck einer statistischen Darstellung
© Doris Reichel

Ergebnisse der Zusatzbefragungen zum Fahrradmonitor 2017

Wie kein anderes Verkehrsmittel gewinnt das Fahrrad zunehmend an Beliebtheit und begeistert mit gelungenen Innovationen. Es steht für Lebensqualität in den Städten und Gemeinden und trägt dazu bei, aktuelle Herausforderungen wie die Verbesserung der Luftqualität zu meistern.

Der Fahrradmonitor nimmt aktuelle Themen wie Radschnellwege und Pendlerpotentiale in den Blick. Zusätzlich gibt er einen Überblick über regionale Erhebungen, zum Beispiel in Bayern.

Enak Ferlemann (Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur): "Der Radverkehr liegt im Trend, besonders in den Städten. Das drückt sich vielerorts in wachsenden Radverkehrsanteilen aus. Erfreulicherweise nimmt auch das öffentliche Interesse am Radverkehr stetig zu. Die Fahrradbranche mit vielen mittelständischen Unternehmen ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Wir wollen weiter daran arbeiten, die Rahmenbedingungen für den Radverkehr zu verbessern."

Deutschland ist nicht nur ein bedeutender Markt für Fahrräder und Elektrofahrräder, sondern auch ein beeindruckender Produktionsstandort mit namhaften Herstellern. Die Bundesregierung fördert Investitionen in die Radverkehrsinfrastruktur und innovative Modellprojekte. Das BMVI stellt in diesem Jahr ca. 100 Mio. Euro für den Radwegebau an Bundesstraßen und Bundeswasserstraßen zur Verfügung. Hinzu kommen Finanzhilfen für die Länder und Kommunen für den Bau von Radschnellwegen i.H. von 25 Mio. Euro jährlich.

Ferlemann: "Besonders positiv: Wir haben den Radschnellwegeförderung durch den Bund auf den Weg gebracht, die überaus gut angenommen wird. Damit erschließen wir bei den Pendlern ein hohes Verlagerungspotential: 45 Prozent der Pendler, die heute andere Verkehrsmittel nutzen, können sich vorstellen, auf einer Radschnellverbindung mit dem Rad zur Arbeit oder zur Ausbildung zu fahren."

Hintergrund:

Am 18. September 2017 wurde der nunmehr dritte Fahrrad-Monitor für Deutschland veröffentlicht. Der Fahrrad-Monitor erhebt alle zwei Jahre das subjektive Stimmungsbild der Radfahrenden in Deutschland. Die Bürgerinnen und Bürger wurden von der Sinus Markt- und Sozialforschung GmbH im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums befragt. Der Fahrrad-Monitor wird im Rahmen des Nationalen Radverkehrsplans 2020 vom BMVI gefördert. Die Erhebung fand - nach 2013 und 2015 - 2017 zum dritten Mal statt und wurde inhaltlich, territorial sowie hinsichtlich der Zahl der Befragten ausgeweitet.

Von besonderem Interesse waren diesmal Fragen zu Innovationen wie Fahrradverleihsystemen, Lastenrädern und Elektrofahrrädern. Auch der Unterschied zwischen Land und Stadt wurde deutlich herausgearbeitet. Fragen nach Nutzungsanlässen, Fahrradfreundlichkeit, Sicherheitsgefühl und Fahrradmarkt-Daten runden die Erhebung ab, die in ihrer vollständigen Fassung einen Umfang von 180 Seiten hat. Methodisch wurden online, nach vorgeschalteten Tiefeninterviews, über 3.000 Deutsche zwischen 14 und 69 Jahren, befragt.

Meta Infos
Stand der Information
25. April 2018
Weitere Informationen
Quelle
Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (www.bmvi.de)
Land
Deutschland
Handlungsfelder NRVP
Kommunikation
Qualitäten schaffen und sichern
Fahrradthemen
Forschung
Mobilitätsverhalten
Radschnellwege
Statistik
Veröffentlichungen
Schlagworte
Befragung
Fahrradstraße
Studie