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LEV Conference 2012

E-Mobilität standardisiert denken / E-Bike Award: Vernetzung von E-Fahrrädern mit Bus und Bahn

Reichweitenanzeige am Pedelec
Reichweitenanzeige am Pedelec © Doris Reichel

Passend zum Schwerpunktthema LEV Infrastruktur im Tourismus und der Alltagsmobilität wurde der E-Bike Award 2012, initiiert von ExtraEnergy e.V. und RWE Deutschland AG, im Rahmen der LEV Conference verliehen.

Seit 1995 veranstaltet der unabhängige Verein ExtraEnergy e.V. die LEV Conference im jährlichen Turnus. Herstellern, Händlern, Fachpersonal aus Forschung und Entwicklung, kommunalen Entscheidungsträgern, Tourismusanbietern sowie der Fachpresse bietet die LEV Conference die Möglichkeit, sich umfassend über die Neuerungen in der Leicht-Elektro-Fahrzeug (LEV) Branche zu informieren. Schwerpunktthema war in diesem Jahr Infrastruktur im Tourismus und der Alltagsmobilität.

Passend zum Schwerpunktthema fand in diesem Jahr die Verleihung des E-Bike Awards 2012 auf der LEV Conference statt. Der E-Bike Award ist ein von ExtraEnergy e.V. und der RWE Deutschland AG initiiertes Projekt, das von der Internationalen Energieagentur (IEA) und dem EU-Programm "Intelligent Energy Europe" (IEE) unterstützt wird. Der E-Bike Award zeichnet E-Bike- / Pedelec-Projekte mit besonders hohem Innovationsgrad, großem Nutzen für die Öffentlichkeit und nachhaltiger Wirkung aus. Städte, Gemeinden, Tourismusverbände und andere öffentliche Einrichtungen konnten sich um den mit insgesamt 8.000 Euro dotierten E-Bike Award 2012 bewerben.

E-Bike Award - Vernetzung von E-Fahrrädern mit Bus und Bahn

Die Jury wählte aus den insgesamt 51 eingereichten Projekten 8 Pilotprojekte aus, die im Rahmen der E-Bike Award Zeremonie vorgestellt wurden. Darunter E2RAD, ein studentisches Projekt der DHBW Ravensburg, eVelo Saarland, ein Netzwerk für E-Rad Nutzer im Saarland, inmod, ein Forschungsvorhaben des Kompetenzzentrums ländliche Mobilität der Hochschule Wismar, FREE, das sich der E-Mobilität in der Grimm-Heimat Nord-Hessen verschrieben hat, ST Mobil in Mettingen, die Verkehrsträger im ländlichen Raum multimodal vernetzen, wedelecs, ein vollautomatischen E-Bike-/Pedelec-Verleihsystem der Stadtwerke Wedel, Pedelec-Ladestationen am Radweg Berlin-Kopenhagen des Tourismusverbands Mecklenburg-Vorpommern sowie E-Bike Sauerland der Winterberg Touristik und Wirtschaft GmbH.

Zu den Erstplatzierten zählten die Projekte, die durch besonders hohen Innovationsgrad, den größten Nutzen für die Öffentlichkeit und der nachhaltigsten Wirkung überzeugten.

Ausgewählt wurde das Projekt wedelecs der Stadtwerke Wedel als Drittplatzierter, das Projekt ST Mobil in Mettingen als Zweitplatzierter und das Forschungsprojekt inmod, das das neue Verkehrssystem in den Regionen Salzhaff, Klützer Winkel, Usedom und Mecklenburgische Seenplatte anbietet, als Erstplatzierten. ExtraEnergy empfiehlt, die Regionen zu besuchen, um die Zukunft vernetzter nachhaltiger Systeme schon heute erleben zu können.

Status quo und Zukunft Ladeinfrastruktur

Während insgesamt 14 Fachvorträgen konnten sich die Konferenzteilnehmer an den zwei Konferenztagen intensiv über Themen rund um LEV Ladeinfrastruktur im Tourismus und der Alltagsmobilität informieren.

Egal ob die Vernetzung des Verkehrs, Intermodalität im ländlichen Raum, Lasten Pedelecs oder das JobRad als Lösung für Mitarbeiter. "Zu den wichtigsten Faktoren zählen Sicherheit, Langlebigkeit, einfache Bedienung und verlässliche Infrastruktur", stellte Hannes Neupert klar. Ein Beispiel für erfolgreich existierende Ladeinfrastruktur ist das movelo Konzept, dessen Erfolgsfaktoren Dipl. Ing. Andreas Senger (GF movelo GmbH) während der LEV Conference vorstellte. Ein gutes Konzept, das jedoch nur als Insellösung und mit gleichem Batteriesystem funktioniert. Eine verlässliche regional übergreifende Infrastruktur braucht jedoch Standardisierung. Eduard Stolz von opi2020 und Veteran für Elektrofahrzeuge begründet: "Zum Schutz des Marktes müssen die gleichen Ladegeräte für unterschiedliche Batterien verwendet werden können. Das einzige System, das diese Voraussetzungen hat, ist EnergyBus. Der Standard kombiniert Hochenergiekontakte mit Kommunikationskontakten und erlaubt es, dass Ladegerät und Batterie miteinander kommunizieren zu lasse und die relevanten Werte miteinander abgzuleichen." Daher hat die EU Kommission EnergyBus als Vorschlag im Focus Group Bericht über Elektromobilität als eines der Lösungsansätze zum Thema entgegen genommen. "Das wird uns auch von den Brandereignissen befreien, weil eine Batterie mit einem falschen Ladegerät verbunden wurde und die Batterie übererhitzt und zu brennen anfängt."

Systeme mit EnergyBus Schnittstelle werden bereits in Pilotregionen eingesetzt. Die Abstellanlagen dazu wurden von Christoph Ziegler, Vorstand Ziegler Metallbearbeitung AG, vorgestellt. Ab 2014 soll ein weiteres Projekt verfügbar sein: Das LadeSchlossKabel, das auf dem EnergyBus Steckverbinder und seiner Kommunikationsschnittstelle basiert.

Weitere Informationen:

www.EnergyBus.org
www.lade-Infrastruktur.org
www.ebikeaward.de

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Stand der Information
19. Oktober 2012
Quelle

Angela Budde / www.extranergy.org

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