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Düsseldorf verbessert Verknüpfung von Rad und ÖPNV durch Aufstellung von Fahrradboxen

Fahrradparken am Bahnhof
Fahrradparken am Bahnhof © Martina Hertel

In der ersten Stufe wurden als Pilotanlagen die Standorte Benrath Bahnhof mit 17 Boxen und Eller-Süd S mit 12 Boxen versehen. Das sind zunächst 29 Boxen. Verkehrsdezernent Dr. Stephan Keller hat am 29. Oktober 2014 die ersten Fahrradboxen am Benrather Bahnhofoffiziell in Betrieb genommen und die Anlage an Armin Weiß, den Prokuristen der Zukunftswerkstatt Düsseldorf als Betreiber, übergeben. "Bei den neuen Fahrradboxen handelt es sich um Bike-and-Ride-Anlagen, die zum Zwecke der Verknüpfung von Öffentlichem Personennahverkehr, Schienenpersonennahverkehr der Bahn und Fahrrad geschaffen wurden. Unser Ziel ist es, mit den sicheren und wettergeschützten Fahrradabstellanlagen eine Stärkung des Umweltverbundes zu erreichen", so Dr. Keller.

Zur einwandfreien Funktionsfähigkeit mussten vorab die Flächen baulich eben hergestellt und für das elektronische Schließsystem ein Stromanschluss geschaffen werden. In Benrath befinden sich die Fahrradboxen auf einer städtischen Fläche mit einer relativ nahen öffentlichen Stromversorgung. In Eller-Süd musste zunächst die DB zustimmen, dass die Boxen auf ihrer Fläche aufgestellt werden. Ebenso wird dort der Strom aus der DB-Stromversorgung im Fußgängertunnel bezogen.

Nach Auswertung der Anlaufphase der Pilotanlagen und Abschluss der weiteren Planungen sollen auch an den Standorten Angermund S (32 Boxen), Flughafen Bahnhof (40 Boxen), Hellerhof S (10 Boxen) und Hamm S (13 Boxen - nach Fertigstellung der DB Umbauarbeiten) die neuen Fahrradboxen realisiert werden.

Betrieb

Die Fahrradboxen werden von der Radstation Düsseldorf betrieben, einem Betrieb der Zukunftswerkstadt Düsseldorf (ZWD). Als Unternehmen der Sozialwirtschaft bietet die ZWD Langzeitarbeitslosen in eigenen Zweckbetrieben wie der Radstation die Möglichkeit, ihre Chancen auf einen Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt zu erhöhen. "Wir freuen uns, dass uns die Stadt Düsseldorf mit der Betreuung der Radboxen beauftragt hat", so Armin Weiß, Prokurist der ZWD. Der Zugang zu den Boxen erfolgt über ein elektronisches Schließsystem mittels Chipkarte (ISIGO). Wer die Boxen nutzen will, erhält bei der Radstation am Hauptbahnhof gegen Vorlage des Personalausweises sowie eines Pfands von 20 Euro eine Chipkarte. Diese wird nach Entrichtung des Benutzungsentgelts für die gewünschte Nutzungsdauer aufgeladen. Die Vermietung der Boxen ist tageweise, monatsweise oder für ein ganzes Jahr zu einem Benutzungsentgelt von 0,80 Euro/Tag (Mindestgebühr), 8 Euro/Monat oder 80 Euro/Jahr vorgesehen.

Das elektronische Schließsystem ISIGO ist ein offenes System, welches vom Verkehrsverbund Rhein-Ruhr entwickelt wurde und daher auch schon in einzelnen anderen Städten in NRW, wie zum Beispiel in Essen und Duisburg eingesetzt wird. Neben der ISIGO-Chipkarte plant der VRR zukünftig noch die Nutzung durchein E-Ticket. Das elektronische Schließsystem ermöglicht per Fernübertragung eine Belegungskontrolle durch den Betreiber ZWD; es wird z. B. angezeigt, ob die Boxentür offen oder geschlossen ist.

Ein Nutzerwechsel kann per Datenfernübertragung der Anlage vor Ort mitgeteilt werden, so kann er schnellstens und damit kundenfreundlich durchgeführt werden. Durch das Codekartensystem entfallen übliche Schließzylinder oder Kartenschlitze und damit auch die Möglichkeit, diese beispielsweise durch Verstopfung mit Kaugummi unbenutzbar zu machen.

Design

Zur äußeren Gestaltung der neuen Fahrradboxen wurde ein für die Stadt Düsseldorf passendes Design entwickelt, welches unter anderen bekannte Düsseldorfer Sehenswürdigkeiten darstellt und als rote Folie auf die grauen Boxen aufgetragen wird.

Die Kosten für die 29 Fahrradboxen aus der ersten Stufe betragen rund 132.000 Euro. Darin enthalten sind die Kosten für die eigentlichen Boxen, die Folienbeklebung, die Herstellung der Stromanschlüsse und die bauliche Vorbereitung der Aufstellfläche. Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr gewährt pro Fahrradbox einen Zuschuss in Höhe von 1.500 Euro.

Weitere Informationen auf der Themenseite: Düsseldorf mit dem Rad entdecken

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Zur Origialpressemitteilung

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Stand der Information
29. Oktober 2014
Quelle

Landeshauptstadt Düsseldorf (www.duesseldorf.de)

Land
Nordrhein-Westfalen
Handlungsfelder NRVP
Fahrradthemen
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