Sie sind hier

ECF Cycling Barometer 2015

Deutschland verteidigt 5. Platz

ECF Cycling Barometer 2015
ECF Cycling Barometer 2015 © ECF

Gute Radverkehrspolitik erfordert gute Datengrundlagen
Nach wie vor gibt es keine zuverlässigen und aktualisierten Daten zum Radverkehr auf nationaler Ebene, die EU-weit verglichen werden können. Möchte man die Radverkehrssituation in europäischen Ländern vergleichen, so gilt dies für viele Teilbereiche immer noch als schwierige Aufgabe, denn verschiedene nationale Statistiken und der Mangel an Daten machen es schwer, gesicherte Werte für jedes einzelne Land zu beschaffen. In das 'ECF Cycling Barometer' 2015 flossen - wie schon 2013 - die Daten von nachprüfbaren EU-weit durchgeführten Erhebungen ein. Nicht nachprüfbare Daten, die einem seriösen Vergleich aus ECF-Sicht nicht standhalten würden, wurden ausgeschlossen. Den Ländern wurden Punkte für jedes Themenfeld gegeben, für das Endergebnis wurden diese Punkte anschließend addiert.
Einen guten Überlick bieten die Info-Grafiken zum Fahrradbarometer 2015.

Ziel der Erhebung
Zwei Jahre nach der ersten Erhebung wollte der Radfahrerverband ECF wissen, welche Dinge sich seit 2013 geändert haben und was an neuen Daten zur Verfügung stand, Daten des EU-Neumitglieds Kroatien flossen erstmals mit ein. "Das ECF-Fahrrad-Barometer soll als Gesprächsgrundlage dienen, um das Bewusstsein für die Notwendigkeit zu erhöhen, brauchbare Radverkehrsdaten zu erheben. Die letzte Erhebung war ein großer Erfolg, und wir hoffen zu sehen wie die Diskussion in diesem Jahr weitergeht", sagte ECF-Projektleiterin Chloe Mispelon. Innerhalb der letzten zwei Jahre hat die Europäische Kommission zwei sogenannte Flash Eurobarometer (Ad-hoc-Telefoninterviews zu verschiedenen Themen) veröffentlich, bei denen Radverkehrsdaten abgefragt wurden. Laut ECF ist das mehr, als in den fünf Jahren zuvor passierte.

Die Ergebnisse
Wie schon 2013 befinden sich Dänemark und die Niederlande wieder an der Spitze, dicht gefolgt von Schweden, Finnland, Deutschland und Belgien. Slowenien kletterte auf Platz 7 und überholte damit Länder wie Großbritannien und Frankreich. Luxemburg kletterte ebenfalls nach oben, weil die Fahrradunfälle mit Todesfolge sanken und große Fortschritte bei der Radverkehrsförderung und dem Radverkehrsanteil gemacht wurden. Spanien machte einen großen Sprung nach vorn, weil es dort Verbesserungen in allen fünf Kriterien gab. Einige Länder haben ihre relativen Positionen mehr oder weniger beibehalten - wie Ungarn, Österreich, die Slowakei und die Tschechischen Republik - und ähnlich wie 2013 gibt es in Ländern des Südens und Ostens noch viel Raum für Verbesserungen. Enttäuschend war 2015 das Ergebnis für Irland, trotz großer Fortschritte bei der Förderung des Radverkehrs in Dublin blieb der Radverkehrsanteil auf der grünen Insel niedrig.

Rangliste 2015:


  • 01: Dänemark (+/-0)

  • 02: Niederlande (-1)

  • 03: Schweden (+/-0)

  • 04: Finnland (+/-0)

  • 05: Deutschland (+/-0)

  • 06: Belgien (+/-0)

  • 07: Slowenien (+ 5)

  • 08: Ungarn (+/-0)

  • 09: Österreich (-2)

  • 10: Slowakei (-1) / Großbritannien (-1)

  • 12: Frankreich (-1)

  • 13: Luxemburg (+6)

  • 14: Tschechien (-1)

  • 15: Litauen (+5)

  • 16: Kroatien (neu dabei)

  • 17: Italien (-2)

  • 18: Spanien (+5)

  • 19: Estland (-4)

  • 20: Polen (+/-0)

  • 21: Bulgarien (+4) / Irland (-7) / Lettland (-4)

  • 24: Griechenland (-7) / Malta (+3)

  • 26: Zypern (-4)

  • 27: Portugal (-4)

  • 28: Rumänien (-3)

- - -

Quelle und weitere Informationen:

Meta Infos
Stand der Information
1. Juni 2015
Quelle

European Cyclists' Federation (ECF) - www.ecf.com

Land
Deutschland
Europa / EU
Handlungsfelder NRVP
Fahrradthemen
Schlagworte