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ECF-Dashboard zeigt, dass Fahrradnutzung schnell zunehmen kann

COVID-19 Cycling Measures Tracker

ECF-COVID-19 Cycling Measures Tracker
ECF-COVID-19 Cycling Measures Tracker © European Cyclists' Federation

COVID-19 Cycling Measures Tracker des ECF

Der Europäische Radfahrerverband (ECF) hat in Zusammenarbeit mit seinen Mitgliedsorganisationen aus ganz Europa detaillierte Informationen über die Maßnahmen gesammelt, die die lokalen oder nationalen Behörden während und nach der COVID-19-Quarantäne ergriffen haben. Die Sperrungen erlegten vielen Europäern strenge Verhaltensregeln auf, gab aber auch Bürgern und Entscheidungsträgern die Möglichkeit, Städte ohne Luft- oder Lärmbelastung mit sichereren Straßen und mehr Platz für Menschen zu erleben. Der COVID-19 Cycling Measures Tracker des ECF verfolgt den Fortschritt all dieser Initiativen, um lebenswertere Städte durch Radfahren und Zu-Fuß-Gehen zu erreichen.

"Seit Beginn der Erholungsphase haben europäische Städte und nationale Regierungen mindestens 823 Millionen Euro für die aktive Mobilität bereitgestellt. Über 1.200 km Fahrradinfrastruktur wurden angekündigt und mehr als 500 km wurden bereits umgesetzt. Die COVID-Krise ist zwar tragisch, aber auch eine große Chance, positive Veränderungen zu beschleunigen und unsere Städte neu zu gestalten - und wir begrüßen sie",  so Jill Warren, Co-CEO des ECF. 

Viele Städte zeigen eine starke Führungsrolle bei der Umverteilung des öffentlichen Raums auf aktive Mobilität, und Regierungen in ganz Europa bieten finanzielle Anreize zur Förderung des Radverkehrs. Die Städte Paris, Brüssel und Barcelona, ​​die bereits wichtige Teile der neuen Infrastruktur und Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung geliefert haben, gehören zu den lobenswertesten Beispielen.  

Auf dem gesamten Kontinent werden momentan verschiedene Maßnahmen umgesetzt. Für die Zukunft der Mobilität in Europa ist es sehr ermutigend zu sehen, dass sich viele dieser Veränderungen auf Städte mit zuvor geringem Radverkehr konzentrieren, was das enorme Potenzial für eine Verlagerung hin zu nachhaltigen Verkehrsträgern wie dem Radfahren unterstreicht, insbesondere wenn die getroffen Maßnahmen dauerhaft werden.  

Ein paar Zahlen im Detail (Stand: 16.06.2020)

  • Insgesamt wurden 1.221 km neue Fahrrad- und Fußverkehrsinfrastruktur angekündigt
  • 545 km sind bereits fahrbar
  • 823.167.400 Euro wurden für die Fahrradförderung bereitgestellt
  • Rom hat 150 km Radwege angekündigt 
  • Das zusätzliche Budget für Fahrradmaßnahmen in Finnland beträgt 7,8 Euro pro Einwohner.

"Ich finde es inspirierend zu sehen, dass Städte, Regionen und Mitgliedstaaten dies als Weckruf betrachten. Die Menschen wollen nicht in unatembare Luft und auf gefährliche Straßen zurückkehren. Wir freuen uns zu bestätigen, dass die Daten zeigen, dass viele Bürgermeister die richtigen Schritte unternehmen, um das Radfahren und Zu-Fuß-Gehen zu fördern. Nur so können wir davon ausgehen, dass aus dieser Krise etwas Positives hervorgegangen ist", erklärt Morten Kabell, Co-CEO vom ECF.  

Beim ECF haben wurden viele Quellen analysiert und überprüft, darunter offizielle und inoffizielle Dokumente, Pläne, Ankündigungen, Nachrichten und Berichte der ECF-Gliederungen aus fast 300 Städten. Das Dashboard verfolgt die verschiedenen Arten von Infrastruktur, steuerliche und andere Maßnahmen, deren Umfang sowie Ankündigungs- und Implementierungstermine . 

"Der ECF-Tracker zeigt, dass die Fahrradnutzung - bei geringen Kosten - schnell zunehmen kann. Jetzt können Städte und Entscheidungsträger dafür eintreten, in Monaten und nicht in Jahren Maßnahmen zu ergreifen. Das Dashboard selbst wurde in nur wenigen Wochen zusammengeführt und dank des kompetenten professionellen Teams von ECF und der Reichweite eines Netzwerks von Mitgliedsgruppen realisiert",  sagte Randy Neufeld vom SRAM Cycling Fund, einem der Projektträger. 

Meta Infos
Stand der Information
29. Juni 2020
Weitere Informationen
Quelle
Niccolò Panozzo, European Cyclists’ Federation (ecf.com)
Land
Europa / EU
Handlungsfelder NRVP
Fahrradthemen
Schlagworte