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Stuttgart

Bürger sollen mehr Radfahren, damit weniger Feinstaub und Stickoxid entstehen

Mit einer Informationskampagne lenkt die Landeshauptstadt die Aufmerksamkeit der Bürgerinnen und Bürger auf das Thema Feinstaub. Stadtweit wird ab dem 15. November mit Plakaten und Brücken-Bannern, einem Rathaustransparent, einer neuen Broschüre und vielen Infos im Internet für die Änderung des persönlichen Mobilitätsverhaltens geworben. Die Aktion steht unter dem Motto Stuttgart atmet auf.

Der Bürgermeister für Städtebau und Umwelt, Matthias Hahn, und der Bürgermeister für Sicherheit und Ordnung, Dr. Martin Schairer, haben zusammen mit dem Vorstandsprecher der SSB, Dr. Peter Höflinger, dem Geschäftsführer des Verkehrsverbunds Stuttgart (VVS), Dr. Witgar Weber, und dem Geschäftsführer des Eigenbetriebs Abfallwirtschaft Stuttgart (AWS), Dr. Manfred Krieck, im Rathaus den Startschuss zur Kampagne gegeben.

Der Gemeinderat hatte im letzten Jahr beschlossen, mittels einer Informationskampagne die Bürgerinnen und Bürger für das Thema zu sensibilisieren und zum aktiven Handeln aufzufordern. Gleichzeitig regte auch das Regierungspräsidium im Luftreinhalte- und Aktionsplan an, die Öffentlichkeitsarbeit zu intensivieren.

Stuttgart atmet auf: Initiative der Landeshauptstadt gegen Feinstaub startet

Die europaweit gültigen Grenzwerte für die Luftschadstoffe Feinstaub und Stickstoffdioxid werden in Stuttgart ebenso wie in vielen anderen großen Städten nicht eingehalten. Eine Informationskampagne der Landeshauptstadt soll nun die Aufmerksamkeit der Bürgerinnen und Bürger auf dieses Thema lenken, denn jeder kann dazu beitragen, dass weniger Feinstaub entsteht.

Das Umsteigen auf den öffentlichen Personennahverkehr oder das Fahrrad gehören genauso dazu, wie zum Beispiel der Einbau eines Dieselruß-Filters oder die Bildung von Fahrgemeinschaften.

Stadtweit wird ab dem 15. November mit Plakaten und Brücken-Bannern, einem Rathaustransparent, einer neuen Broschüre und vielen Infos im Internet für die Änderung des persönlichen Mobilitätsverhaltens geworben. "Dabei ist unser Anliegen, den Bürgern bewusst zu machen, dass jeder etwas tun kann," so Bürgermeister Hahn. Durch kleine Änderungen im Alltag kann jeder dazu beitragen, dass weniger Feinstaub entsteht. Daher haben wir bewusst positive Botschaften ausgewählt."

Vorrang für Freiwilligkeit

Ordnungsbürgermeister Dr. Martin Schairer setzt auf Freiwilligkeit: "Es ist natürlich besser, wenn die Bürger von sich aus etwas dafür tun, dass die Luftverschmutzung abnimmt, als dieses durch Verordnungen, Gebote oder Verbote anzustreben. Es gibt kein Patentrezept. Wir arbeiten an einem Konzept mit vielen Schritten, Verkehrsbeschränkungen eingeschlossen, so wie es der Aktionsplan des Regierungspräsidiums vorsieht. Wirtschaftliche Nachteile und Härten sind im Luftreinhalteplan bereits abgewogen worden und sollen soweit wie möglich berücksichtigt werden", betonte Schairer.

Das Ziel der Stadt ist, die Luftqualität in Stuttgart weiter zu verbessern. Der Aktions- und Luftreinhalteplan ist seit dem 1. Januar dieses Jahres in Kraft. In einem ersten Schritt gilt ein Lkw-Durchfahrtsverbot in Stuttgart.

Zur Originalpressemitteilung

Meta Infos
Stand der Information
14. November 2006
Quelle

Landeshauptstadt Stuttgart / http://www.stuttgart.de/sde/menu/frame/top_11021.htm

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