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Dokumentation guter Beispiele 2019

Broschüre "Fahrradland Niedersachsen/Bremen" 2019

Broschüre "Fahrradland Niedersachsen-Bremen" Ausgabe 2019
Broschüre "Fahrradland Niedersachsen-Bremen" Ausgabe 2019 © Hrsg.: Niedersächsisches Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung // Stefan Schöning (Titelfoto)

Broschüre "Fahrradland Niedersachsen/Bremen" - Ausgabe 2018

2019 wird zum dritten Mal die Broschüre "Fahrradland Niedersachsen" als gemeinsames Produkt des Landes Niedersachsen, der Freien Hansestadt Bremen und der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen Niedersachsen/Bremen (AGFK) herausgegeben. Beschrieben werden die zahlreichen Vorteile der Radverkehrsförderung auf persönlicher und gesamtgesellschaftlicher Ebene. Eine grafsche Illustration der AGFK arbeitet die Gewinner der Radverkehrsförderung heraus und beleuchtet, warum diese Bereiche von der Radverkehrsförderung proftieren.
"Mit Radverkehr gewinnen": Innerhalb der Broschüre gibt es die Grafik "Mit Radverkehr gewinnen" (pdf) + zugehörige Texte (pdf), die bei der AGFK Niedersachsen/Bremen als DIN A 1-Poster bestellt werden kann.

Im gemeinsamen Vorwort der Broschüre stellen Dr. Bernd Althusmann (Niedersächsischer Minister für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung), Dr. Maike Schaefer (Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau der Freien Hansestadt Bremen) und Frank Otte (Vorsitzender der AGFK Niedersachsen/Bremen, Stadtbaurat, Stadt Osnabrück) fest:

Das Image des Fahrradfahrens ist seit einiger Zeit im Wandel. Das Fahrrad gilt zunehmend als alltagstaugliches Verkehrsmittel. Das zeigen auch die Ergebnisse der aktuellen Studie "Mobilität in Deutschland": Ein Drittel der Bevölkerung nutzt das Fahrrad regelmäßig (mindestens einmal in der Woche). Ein weiteres knappes Drittel nutzt es gelegentlich. Diesen Trend gilt es aufzugreifen und mit guten Rahmenbedingungen zu fördern. Fahrradfreundlichkeit gilt mittlerweile für viele als ein wichtiges Kriterium für eine lebenswerte Kommune. Ein hoher Radverkehrsanteil stellt daher einen relevanten Faktor für die Attraktivität einer Stadt oder Gemeinde dar.

Auch die positiven Effekte auf die Umwelt und das Klima rücken das Fahrradfahren im Rahmen der aktuellen Debatten rund um den Klimaschutz und die damit zusammenhängende Diskussion um emissionsfreie Mobilität verstärkt in den Fokus. Der Radverkehr trägt zum Klimaschutz bei – durch ihn können Treibhausgasemissionen vermieden werden. Der geringe Flächenverbrauch und das geräuscharme Fahren sind weitere gesamtgesellschaftliche Vorteile des Radverkehrs. Dadurch bietet er vielfältige Lösungen für die Herausforderungen des Verkehrs in Kommunen, im interkommunalen Verkehr und ganz besonders in Ballungsräumen.

Um gute Rahmenbedingungen zu schaffen, ist es entscheidend, dass Bund, Länder und Kommunen effektiv zusammenarbeiten. Eine Grundlage hierfür liefert der Nationale Radverkehrsplan (NRVP) 2020, den das Bundesverkehrsministerium erarbeitet hat. Das Strategiepapier stellt die grundlegenden Leitlinien für die Radverkehrsförderung dar und wird aktuell für eine Neuauflage überarbeitet. Im Rahmen einer Online-Beteiligung konnten Bürgerinnen und Bürger sowie die Fachöffentlichkeit ihre Ideen zum anschließenden NRVP einbringen, der ab 2021 gelten soll.

Auch in Niedersachsen wird aktuell ein Fahrradmobilitätskonzept erarbeitet. In einem ersten Schritt ist auf Grundlage der Expertise lokaler Akteure ein Gutachterbericht entstanden. Dieser gibt zu strategischen Grundlagen, Infrastruktur und Radkultur umfangreiche Hinweise und Vorschläge. Diese Vorschläge für ein Fahrradmobilitätskonzept Niedersachsen werden momentan bewertet, um im Zusammenspiel von Land und Kommunen ein umsetzungsfähiges Konzept aufzustellen. Dieses Fahrradmobilitätskonzept stützt sich auf die vorhandenen Strategien für den Radwegebau, die Verknüpfung der Verkehrsträger, die Verkehrssicherheit und den Radtourismus.

Die Stadt Bremen hat mit der Weiterentwicklung des Konzepts "Fahrradstraße" zum "Fahrradmodellquartier" den Deutschen Fahrradpreis in der Kategorie "„Infrastruktur" erhalten. Außerdem ist Bremen die am besten bewertete deutsche Stadt auf dem Copenhagenize Index und belegt weltweit den elften Platz. Auch beim ADFC-Fahrradklimatest belegte Bremen in der Kategorie "500.000 Einwohner und mehr" den ersten Platz, gefolgt von der Landeshauptstadt Hannover.

Auf kommunaler Ebene zeigen die Mitgliederzahlen der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen Niedersachsen/Bremen (AGFK) eine klare Entscheidung für mehr Radverkehr: Bereits 72 Prozent der Bevölkerung in Bremen und Niedersachsen leben in einer Mitgliedskommune. Die AGFK bündelt die Interessen der Mitglieder und verleiht ihnen als Netzwerk ein stärkeres politisches Gewicht. Daneben bietet sie eine Plattform für den Erfahrungsaustausch, unterstützt die Öffentlichkeitsarbeit und berät zum Thema Radverkehr. Allen interessierten Kommunen empfehlen wir die Mitgliedschaft in dem starken Netzwerk.

In der diesjährigen Broschüre "Fahrradland Niedersachsen/Bremen 2019" des Landes Niedersachsen, der Freien Hansestadt Bremen und der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen Niedersachsen/Bremen fnden Sie vielfältige aktuelle Themen rund um den Radverkehr. Das Schwerpunktthema dieser Ausgabe zeigt
die zahlreichen Vorteile der Radverkehrsförderung auf persönlicher und gesamtgesellschaftlicher Ebene. Eine grafsche Illustration der AGFK arbeitet die Gewinner der Radverkehrsförderung heraus und beleuchtet, warum diese Bereiche von der Radverkehrsförderung proftieren.

Themen der Broschüre "Fahrradland Niedersachsen/Bremen" 2019 (pdf, 11 MB):

  • Land Niedersachsen mit dem Fahrradmobilitätskonzept – Gutachterentwurf
  • Zertifzierung "Fahrradfreundliche Kommune Niedersachsen"
  • Die neuen AGFK-Mitgliedskommunen
  • Schwerpunktthema Vorteile der Radverkehrsförderung (mit Plakat und Erläuterungstexten)
  • Aktivitäten der AGFK
  • Freie Hansestadt Bremen (Fahrradmodellquartier und Umbau zu nachhaltiger Mobilität)
  • Alltagsradverkehr (Brücken, Radschnellwege, Hannover, Abbiegeassistenzsysteme)
  • Radtourismus (Knotenpunktsysteme, Qualitätssicherung, Beschilderung usw.)
  • Diverses und Kontakte
Meta Infos
Stand der Information
20. Oktober 2019
Weitere Informationen
Quelle
Niedersächsisches Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung, Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau der Freien Hansestadt Bremen; Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen Niedersachsen/Bremen e. V.
Land
Bremen
Niedersachsen
Handlungsfelder NRVP
Fahrradthemen
Schlagworte