Sie sind hier

Dokumentation guter Beispiele 2018

Broschüre "Fahrradland Niedersachsen/Bremen" 2018

Broschüre "Fahrradland Niedersachsen/Bremen" 2018
Broschüre "Fahrradland Niedersachsen/Bremen" 2018 © Niedersächsisches Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr; Freie Hansestadt Bremen; AGFK Niedersachsen/Bremen

Broschüre "Fahrradland Niedersachsen/Bremen" - Ausgabe 2018

In diesem Jahr wird zum zweiten Mal die Broschüre "Fahrradland Niedersachsen" als gemeinsames Produkt des Landes Niedersachsen, der Freien Hansestadt Bremen und der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen Niedersachsen/Bremen (AGFK) herausgegeben. Schwerpunkt 2018 ist das Thema Fahrradparken. Neben Berichten aus den AGFK-Mitgliedskommunen und von der jährlichen Fachtagung, gibt es Beiträge zur Kommunikation, zum Alltagsradverkehr sowie zum Radtourismus.
"Gut abgestellt - Zentrale Aspekte des Fahrradparkens": Innerhalb der Broschüre gibt es die Grafik "Gut abgestellt - Zentrale Aspekte des Fahrradparkens" (png, 4MB), die bei der AGFK Niedersachsen/Bremen als DIN A 1-Poster bestellt werden kann.

Im gemeinsamen Vorwort der Broschüre stellen Dr. Bernd Althusmann (Niedersächsischer Minister für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung), Dr. Joachim Lohse (Senator für Umwelt, Bau und Verkehr der Freien Hansestadt Bremen) und Frank Otte (Vorsitzender der AGFK Niedersachsen/Bremen, Stadtbaurat, Stadt Osnabrück) fest:

Das Fahrrad gewinnt als Verkehrsmittel immer mehr an Bedeutung: Derzeit werden deutschlandweit 11 Prozent aller Wege mit dem Fahrrad zurückgelegt. In Niedersachsen ist das Fahrrad sogar für 15 Prozent der Menschen das Hauptverkehrsmittel, in Bremen für 21 Prozent. Zudem nimmt der Anteil des Radverkehrs laut der aktuellen Studie "Mobilität in Deutschland" (MiD, 2017) stetig zu. Dieser Trend geht in die richtige Richtung, denn der Radverkehr bietet zahlreiche zukunftsfähige Lösungen für drängende Herausforderungen unserer Zeit.

Vielversprechend ist auch der große Erfolg von Pedelecs und Lastenrädern: Die Zahl der Haushalte mit einem Elektrofahrrad hat sich laut statistischem Bundesamt in den letzten drei Jahren nahezu verdoppelt. Programme, die private oder gewerbliche Lastenräder bezuschussen, sind schnell ausgeschöpft. Mit Pedelecs, die immer bessere Reichweiten ermöglichen, erobert das Rad sowohl den ländlichen Raum als auch die älteren Generationen.

Dennoch gibt es noch großes Potenzial für weiteres Wachstum des Radverkehrs. Damit mehr Menschen aufs Rad umsteigen, sind zeitgemäße und attraktive Rahmenbedingungen zu schaffen. Eine gelungene Radverkehrsförderung beinhaltet unter anderem die Förderung eines guten Fahrradklimas, eine umfassende Verkehrssicherheitsarbeit sowie eine fahrradfreundliche Infrastruktur. Dabei sollten neben dem Alltags- und Freizeitverkehr auch der Berufsradverkehr und der Fahrradtourismus explizit mit berücksichtigt werden.

Basis für ein weiteres Wachstum des Radverkehrs durch attraktive Rahmenbedingungen und ein gutes Fahrradklima ist ein starkes Netzwerk. Daher unterstützen Niedersachsen und Bremen die Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen Niedersachsen/Bremen (AGFK) bei der wichtigen Aufgabe, die Kommunen zu vernetzen. Die AGFK bündelt ihre Interessen und verleiht ihnen stärkeres politisches Gewicht, bietet eine Plattform für den Erfahrungsaustausch, unterstützt die Öffentlichkeitsarbeit und berät zum Thema Radverkehr. Dass die AGFK seit ihrer Gründung im Jahr 2015 ihre Mitgliederzahl verdoppeln konnte – inzwischen sind 52 Kommunen Mitglied in der AGFK – zeigt eindrucksvoll, dass wir in Niedersachsen und Bremen auf einem zukunftsfähigen Weg sind.

Ein zentrales Thema der Zukunft, dem sich die AGFK sowie die Länder Niedersachsen und Bremen stellen, ist eine attraktive Infrastruktur. Damit sich Radfahrerinnen und Radfahrer sicher fühlen können, ist auch die Flächenaufteilung neu zu überdenken, sowohl in Städten und Gemeinden als auch im Überlandverkehr. Insbesondere Familien mit Kindern und ältere Menschen brauchen gut befahrbare und sichere Verkehrsbedingungen, um das Rad als alltägliches Verkehrsmittel zu wählen.

Wichtiger Baustein einer fahrradfreundlichen Infrastruktur sind zudem gute und in ausreichender Zahl vorhandene Fahrradabstellanlagen, denn nur dort, wo ich mein Rad sicher abstellen kann, fahre ich gerne mit dem Rad hin. Das Fahrrad muss an Start und Ziel komfortabel und schnell zugänglich sein. Auch die Sicherheit vor Diebstählen animiert Fahrradbesitzerinnen und -besitzer, verkehrssichere und hochwertige Fahrräder häufger auch im Alltag zu nutzen. Die Verbesserung der Parksituation ist daher ein weiterer wichtiger Baustein für die Förderung des Radverkehrs. Einen Beitrag für aktuelle Diskussionen zu diesen wichtigen Zukunftsthemen bietet diese Broschüre mit dem Schwerpunktthema über gute und vorbildhafte Lösungen von Fahrradabstellanlagen. Darüber hinaus werden die zertifzierten und neuen AGFK-Kommunen präsentiert, ein Einblick in einige niedersächsische und bremer Vorreiter-Projekte gegeben sowie vielseitige Service-Informationen für Kommunen bereitgestellt, die ihre Radverkehrsförderung ausbauen möchten.

Kapitel der Broschüre "Fahrradland Niedersachsen/Bremen" 2018 (pdf, 33MB):

  • Land Niedersachsen
  • Zertifzierung "Fahrradfreundliche Kommune Niedersachsen"
  • Die neuen AGFK-Mitgliedskommunen
  • Aktivitäten der AGFK
  • Freie Hansestadt Bremen
  • Schwerpunktthema Fahrradparken
  • Fachtagung
  • Kommunikation
  • Alltagsradverkehr
  • Radtourismus
  • Sonstiges
Meta Infos
Stand der Information
26. November 2018
Weitere Informationen
Quelle
Niedersächsisches Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung, Senator für Umwelt, Bau und Verkehr der Freien Hansestadt Bremen; Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen Niedersachsen/Bremen e. V.
Land
Bremen
Niedersachsen
Handlungsfelder NRVP
Fahrradthemen
Schlagworte