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Erstmals in Deutschland

Bird E-Scooter kommen nach Bamberg

Bird E-Scooter kommen nach Bamberg
Bird E-Scooter kommen nach Bamberg © obs/Bird

Erstmals in Deutschland: Bird E-Scooter kommen nach Bamberg

Bamberg wird die erste Stadt in Deutschland sein, in der E-Scooter auf die Straßen kommen sollen. Ende November 2018 haben Bird, der Marktführer im E-Scooter-Sharing Service, und die Stadtwerke Bamberg eine Kooperation zum Aufbau eines Verleihsystems für E-Scooter in der fränkischen Universitätsstadt angekündigt. Ab Dezember 2018 sollen in einem Feldtest Testfahrer mit einer Sondergenehmigung die Birds nutzen und erste Erfahrungen mit den Rollern in der mittelalterlichen Welterbestadt sammeln.

Mit dem Markteintritt von Bird in Deutschland werden die E-Scooter ab Frühjahr 2019 für alle Bürger und Besucher der Stadt nutzbar, sobald die neue Verordnung für Elektro-Kleinstfahrzeuge in Kraft getreten ist, die die Nutzung von E-Scootern im Straßenverkehr erlaubt. Dann will Bird seine Bamberger Flotte im Rahmen einer Pilotphase auf zunächst 100 E-Scooter ausdehnen. Ist auch dieser Pilot erfolgreich, geht das Projekt noch im kommenden Sommer in den Regelbetrieb über. Damit wird Bamberg die erste Stadt in Deutschland sein, in der E-Roller als neue Form der Mobilität etabliert werden.

Gemeinsam mit Bird will Bamberg die Mobilität in der Stadt noch bürgerfreundlicher gestalten. Ziel ist es, den öffentlichen Personennahverkehr durch emissionsarme und günstige Fortbewegungsmittel zu ergänzen. Die Kommune sieht in Bird ein höchst innovatives Mobilitätsangebot, das Städten enormes Potenzial bietet, den motorisierten Individualverkehr zu reduzieren.

Bird ist ein einfaches, praktisches und vor allem sehr intuitives städtisches Mobilitätssystem. Die Roller werden über das gesamte Stadtgebiet verteilt sein. In der Bird-App werden die nächstgelegenen E-Roller angezeigt. Nach einer aktuellen Analyse des Mobilitätsverhaltens sollen Standorte neben dem Bahnhof und dem Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) auch die Universitätsstandorte und die innerstädtischen Tiefgaragen sein. Für die Nutzung genügt eine einmalige Registrierung. Danach kann der Bird-Nutzer mit seiner App den Bird entsperren und zum gewünschten Ziel fahren. Nach Beendigung der Fahrt zu einem Grundpreis von einem Euro sowie 15 Cent pro genutzter Minute, muss das Fahrzeug an einem sicheren Ort behinderungsfrei abgestellt werden. Die Fahrzeuge sind auf eine Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h begrenzt und alle Benutzer müssen bestätigen, dass sie über 18 Jahre alt sind, bevor sie fahren dürfen.

Bird hat im September 2017 den E-Scooter-Sharing Service als umweltfreundliche Transportalternative eingeführt und seither in mehr als 100 Städten auf der ganzen Welt, darunter Paris, Wien, Zürich, Brüssel, Antwerpen, Madrid und London, expandiert. Somit wurde verhindert, dass mehr als 5.440 Tonnen CO2-Emissionen in die Luft freigesetzt wurden. Gleichzeitig trägt Bird dazu bei, die Überlastung der Stadtzentren zu verringern und Parkplätze zu schaffen.

Birds Anspruch, die Stadt in Ordnung zu halten, sowie für Sicherheit und ein nachhaltiges Wachstum der Fahrzeugflotte, spiegelt sich auch im Geschäftsmodell und in der Arbeitsweise wider:

  • Tägliche Abholung: Bird holt jeden Abend ab 21 Uhr alle E-Scooter ab, lädt sie auf, reinigt und repariert sie gegebenenfalls auch. Jeden Morgen um ca. 7 Uhr parkt Bird sie an strategischen und sicheren Orten, bereit zur erneuten Nutzung.
  • Verantwortungsbewusstes Wachstum: Um die Stadt nicht mit Bird Scootern zu überfluten, wird eine verantwortungsbewusste Anzahl von Scootern eingeführt. Nur wenn die aktuelle Flotte ausreichend genutzt wird (wetterabhängig), erhöht Bird die Anzahl der Fahrzeuge oder, falls nötig aufgrund geringer Nachfrage, reduziert die Flotte. Die Nutzungsstatistiken teilt Bird mit den Städten, damit sie diese Tatsache überprüfen können.
  • Observer-Programm: "Bird Watcher" sind tagsüber unterwegs, um die Elektroroller im Stadtgebiet auf ihre Fahrsicherheit sowie falsches Parken zu überprüfen. Die Bird Watcher stellen unter anderem sicher, dass falsch geparkte Birds innerhalb von kürzester Zeit umgestellt werden und niemanden behindern.
  • Sicherheit ist eine Priorität für Bird. Bird plant daher, eine Helm-Giveaway-Veranstaltung zu organisieren, sobald der Pilot allen Bürgern zur Verfügung steht, die mehr über diese Form der Mobilität erfahren und einen kostenlosen Helm erhalten möchten.

Stimmen:

  • Dr. Christian Geßner, Geschäftsführer von Bird in Deutschland, Österreich und der Schweiz: "Wir freuen uns, diese Partnerschaft mit Bamberg heute als unsere erste Stadt in Deutschland bekannt zu geben, und wir unterstützen die Community dabei, ihre Ziele hinsichtlich Verkehrsreduzierung und Nachhaltigkeit zu erreichen." Und er fährt fort: "Bird bietet eine hervorragende umweltfreundliche Option für Strecken, die zu weit sind, um zu Fuß zu gehen, aber zu kurz für andere Möglichkeiten. Wir bereiten uns seit einigen Monaten auf einen Start in Bamberg vor und freuen uns darauf, als echte Alternative für die integrierte Mobilität in Bamberg und vielen weiteren deutschen Städten zu stehen."
  • Andreas Starke, Oberbürgermeister von Bamberg: "Digitalisierung und Nachhaltigkeit sind zwei große Zukunftsthemen und können sich mit diesem innovativen Konzept hervorragend ergänzen. Wir gehen daher mit unseren Stadtwerken bewusst den Weg eines Vorbildes auch für andere Kommunen", sagt Oberbürgermeister Andreas Starke. "Bamberg setzt konsequent auf Elektromobilität und will auch in der Micro-Elektromobilität durchstarten. Das E-Scooter-Sharing bietet eine Chance, die wir nutzen möchten."
  • Dr. Michael Fiedeldey, Geschäftsführer der Stadtwerke Bamberg: "Für immer mehr Bürger ist es selbstverständlich, kein eigenes Auto mehr zu besitzen. Um günstig und effizient ans Ziel zu kommen, werden heute verschiedene Verkehrsmittel miteinander verknüpft, beispielsweise Bus und Bahn, Fahrrad und Carsharing. Das E-Scooter-Sharing mit Bird ist ein weiterer Baustein der Stadtwerke Bamberg für ein nachhaltiges Verkehrsangebot in Bamberg", so Dr. Michael Fiedeldey: "Unser Ziel ist es, alle Mobilitätsangebote in einer App zu vereinen, so dass unsere Kunden auf einen Blick die für sie praktischste Mobilitätsalternative wählen können. Ob sich die E-Roller in Bamberg bewähren, wird der Test der Birds in den kommenden Monaten zeigen."
  • Dr. Hans Reichhart, bayerischer Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr: "Ich freue mich über alle innovativen Ideen, die den Verkehr gerade in den Innenstädten entzerren. So können wir Stau und Feinstaub vermeiden. Wir brauchen eine Umverteilung auf mehrere Verkehrsträger. Der gute Mix macht es aus. Dass Bamberg ganz vorne mit dabei ist, ist erfreulich. Bamberg ist ein Touristenmagnet. Wir können hier zeigen: Zum Autoland Bayern gehört der E-Roller dazu."
  • Heidrun Piwernetz, Regierungspräsidentin von Oberfranken: Oberfrankens Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz zeigt sich über den neuen Mobilitätsanbieter erfreut: "E-Mobility und Sharing Economy als zukunftsorientierte Mobilitätskonzepte sind wichtige Zukunftsthemen. Bamberg ist nach Metropolen wie London und Wien die erste Stadt in Deutschland, die mit solchen Rollern ausgestattet wird. Die E-Scooter entlasten die Verkehrs- und Parksituation und sind eine ressourcenschonende und umweltfreundliche Alternative zu herkömmlichen Verkehrsmitteln. Das Konzept ist ein wertvoller Baustein auf dem Weg zu einer nachhaltigen und umweltfreundlichen Mobilität in Oberfranken."

Über Bird: Bird ist ein Unternehmen für die gemeinsame Nutzung von Elektrofahrzeugen der "letzten Meile". Bird hat sich der Bereitstellung erschwinglicher, umweltfreundlicher Transportlösungen für Gemeinden auf der ganzen Welt verschrieben. Das Unternehmen bietet eine Sharing-Flotte von Elektro-Scootern an, auf die über eine Smartphone-App zugegriffen werden kann. Bird-Scooter bieten den Menschen eine Möglichkeit, eine kurze Reise durch die Stadt oder die "letzte Meile" von der U-Bahn oder dem Bus zu ihrem Zielort zurückzulegen, ohne die Luft zu verunreinigen oder den Verkehr zu erhöhen. Bird arbeitet eng mit den Städten zusammen um sicherzustellen, dass Bird eine zuverlässige und erschwingliche Mobilitätslösung für Menschen ist, die dort leben und arbeiten. Bird wurde 2017 vom Transportpionier Travis VanderZanden gegründet, hat seinen Hauptsitz in Venice, Kalifornien, und expandiert auf der ganzen Welt. Weitere Informationen unter www.bird.co

Meta Infos
Stand der Information
1. Dezember 2018
Weitere Informationen
Quelle
Stadtwerke Bamberg / Bird
Land
Bayern
Handlungsfelder NRVP
Elektromobilität
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Schlagworte
Nahmobilität
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