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Fachaustausch in Brüssel

Besondere Herausforderungen bei der Radverkehrsförderung in Metropolen

Podiumsdiskussion in Brüssel: Kirsten Pfaue, Andrew Summers, Pascal Smet
Podiumsdiskussion in Brüssel: Kirsten Pfaue, Andrew Summers, Pascal Smet © BWVI Hamburg
"Metropolises on the Move - Challenges and strategies for a lasting Shift of Cycling"
Hamburgs Radverkehrskoordinatorin Kirsten Pfaue initiiert internationalen Fachaustausch im Hanse Office in Brüssel

Die Radverkehrsförderung in Metropolen bringt besondere Herausforderungen mit sich. Es gibt einen hoch frequentierten und zumeist ausgeschöpften Verkehrsraum, der sich neuen Mobilitätsformen und –bedürfnissen sowie dem Wachstum der Städte anpassen muss. Hamburg hat durch den Aufbau belastbarer Strukturen und effizienter Prozesse die Basis für eine systematische und vernetzte Radverkehrsförderung geschaffen. Seit 2015 erfolgt in den Handlungsfeldern Infrastruktur, Service und Kommunikation eine Radverkehrsförderung mit einer Effizienz und Zielstrebigkeit, wie es sie in Hamburg noch nicht gegeben hat. Dieses Vorgehen ist die Antwort auf die Herausforderungen, denen sich eine Metropole bei diesem komplexen Thema stellen muss.

Welche Lösungen werden in anderen europäischen Metropolen gefunden und welche Ziele verfolgt?

Im Rahmen einer Podiumsdiskussion mit anschließendem Fachaustausch in der gemeinsamen Vertretung der Freien und Hansestadt Hamburg und des Landes Schleswig-Holstein bei der EU diskutierte Kirsten Pfaue mit Vertretern aus London (Andrew Summers, Transport for London) und Brüssel (Pascal Smet, Verkehrsminister der Region Brüssel) über diese und weitere Fragen und Aspekte. Es wurden folgende Schwerpunkte der Metropolen herausgearbeitet:

  • Hamburg: Strukturen und Prozesse ermöglichen eine effiziente, konzentrierte und nachhaltige Radverkehrsförderung – hamburgweit können so die Maßnahmen in den Handlungsfeldern Infrastruktur, Service und Kommunikation parallel und systematisch vorangetrieben werden
  • London: Durch die Radverkehrsförderung soll insbesondere der Gesundheitszustand der Londoner Bevölkerung verbessert werden (Healthy Streets = Healthy People)
  • Brüssel: In Städten, die für den Kfz-Verkehr konzipiert wurden, braucht es für ein Vorankommen in der Radverkehrsförderung mutige Entscheidungen und ein Umdenken. Zudem  bedarf es hoher Investitionen in die Infrastruktur.

Europäische Dimension und Bedeutung der Radverkehrsförderung

Im zweiten Teil der Veranstaltung wurde auch die europäische Dimension und Bedeutung der Radverkehrsförderung deutlich: Vertreter der Europäischen Kommission – Maja Bakran Marcich; des Europäischen Parlaments – Bas Eickhout; der Technischen Universität Hamburg, Dr. Philine Gaffron und der European Cycling Federation (ECF) – Ádám Bodor diskutierten über Inhalte und Erfordernisse einer europäischen Radverkehrsstrategie.

Hamburgs Radverkehrskoordinatorin Kirsten Pfaue: "Hamburg verfolgt eine zukunftsfähige und nachhaltige Verkehrsplanung und misst hierbei dem Radverkehr wie viele andere Metropolen einen hohen Stellenwert bei. Es ist daher nur zielführend, sich auch auf europäischer Ebene auszutauschen und ins Gespräch zu kommen. Ich freue mich über die Impulse und Ideen aus London und Brüssel und ebenso darüber, dass die Stadt Hamburg ihren Weg aufzeigen konnte und insbesondere durch den Vergleich auf Augenhöhe mit anderen Metropolen deutlich geworden ist, dass es der richtige Weg ist. Dass darüber hinaus auch die Radverkehrsförderung auf europäischer Ebene bewegt und über eine europäische Radverkehrsstrategie diskutiert wurde, unterstreicht einmal mehr die Bedeutung des Themas."

Meta Infos
Stand der Information
7. Dezember 2017
Weitere Informationen
Quelle
Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation Hamburg (BWVI)
Land
Belgien
Hamburg
Europa / EU
Handlungsfelder NRVP
Kommunikation
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Veranstaltungen
Schlagworte
Radverkehrspolitik
Radverkehrsstrategie
Tagung/Konferenz