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Berliner "FahrRat" fordert konsequentere Verfolgung der Prioritäten der Radverkehrsstrategie

Die Mitglieder des FahrRats haben in einem breit angelegten Diskussionsprozess auf der Grundlage ihrer unterschiedlichen Erfahrungen und Interessen aus einer Vielzahl von Einzelvorschlägen eine Radverkehrsstrategie für Berlin entwickelt.

Im Rahmen seiner Jahres-Sitzung 2005 begrüßte der FahrRat am 3. Juni 2005 den Senatsbeschluss zur Radverkehrsstrategie sowie die grundsätzliche Zustimmung des Rates der Bürgermeister und die damit zum Ausdruck gebrachte politische Absicht einer neuen Qualität der Radverkehrsförderung.

Im einer abschließenden Erklärung stellt der Rat fest, dass ein Jahr nach Fertigstellung der Radverkehrsstrategie zwar viele Maßnahmen in der Mehrheit der Handlungsfelder auf den Weg gebracht worden sind, in anderen wichtigen Handlungsfeldern aber zu wenige oder keine Fortschritte festzustellen sind. Umsetzungsdefizite werden bei der Erweiterung der Fahrradabstellmöglichkeiten und vor allem im Bereich der Unterstützung des Mobilitätslernens an den Schulen (u. a. Fahrradunterricht) gesehen.

Angesichts des kontrovers diskutierten Themas „Radfahren in Grünanlagen“ fordert der FahrRat die Prüfung der Möglichkeit der Mitnutzung von straßenunabhängigen Wegen in Grünanlagen. Die Versöhnung von teilweise unterschiedlichen Nutzerinteressen von Fußgängern und Radfahrern in Grünanlagen setzt aber voraus, dass bei gemischt genutzten Wegen der Vorrang der Fußgänger deutlich gemacht und die Geschwindigkeit der Fahrradfahrer auf ein fußgängerverträgliches Niveau begrenzt wird; wo dies nicht möglich oder nicht gewollt ist, sollen Fußgänger und Fahrradfahrer möglichst räumlich getrennt werden.

Alle im FahrRat versammelten Partner einigten sich auf Maßnahmen, die noch in diesem Jahr umgesetzt werden sollen:

· Umsetzung des Stellplatzprogramms der BVG an wichtigen U-Bahnhöfen, Straßenbahn- und Bushaltestellen; der FahrRat appelliert an die DB AG, die vorgesehenen Eigenmittel für das S-Bahn-Stellplatzprogramm freizugeben und auf diese Weise eine erfolgreiche Politik weiterzuführen;

· Sicherstellung zugänglicher und ausreichender, am angestrebten modal split orientierter Fahrradabstellplätze an den neuen Berliner Fernbahnhöfen, insbesondere am Hauptbahnhof;

· Sicherstellung ausreichender Fahrrad-Abstellplätze insbesondere bei großen Einzelhandelsprojekten;

· Umgestaltung besonders unsicherer Knotenpunkte;

· Durchführung eines Wettbewerbs „Berlins fahrradfreundlichster Bezirk“;

· Entwicklung einer Konzeption für die Mobilitätserziehung von Kindern und Jugendlichen zur Umsetzung des Auftrages des Berliner Schulgesetzes.

Mitteilung der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung vom: 06.06.2005, 16:49 Uhr

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Stand der Information
6. Juni 2005
Quelle

http://www.berlin.de/landespressestelle/archiv/2005/06/06/26879/index.html

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