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Arbeitgeber sparen 27 Millionen Euro pro Jahr durch mit dem Rad zur Arbeit pendelnde Mitarbeiter

Arbeitnehmer die regelmäßig mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren sind seltener Krank geschrieben. Sie versäumen durchschnittlich einen Arbeitstag weniger pro Jahr als nicht Rad fahrende Kollegen. Würden die Arbeitgeber das Radfahren zur Arbeit mehr unterstützen, könnten sie so rund 27 Millionen Euro pro Jahr (bei 1-prozentiger Zunahme) einsparen.

Das geht aus einer TNO-Untersuchung hervor, deren Ergebnisse durch Staatssekretärin Tineke Huizinga vom Verkehrsministerium während der FietsVak 2009 in Rosmalen vorgestellt wurden.

Im Auftrag des Verkehrsministeriums sowie des Gesundheitsministeriums hat das Forschungsinstitut TNO den Zusammenhang zwischen der Fahrt zur Arbeit, der erbrachten Arbeitsleistung und der Abwesenheit wegen Krankheit untersucht. Weiterhin wurden die Beweggründe erfragt, warum Angestellte das Fahrrad nutzten oder nicht. Die Arbeitgeber wurden gefragt, wie die Angestellten für die Wahl des Fahrrads als Berufsverkehrsmittel gewonnen werden könnten.

Die Untersuchung ergab, dass Angestellte, die regelmäßig von der Wohnung zur Arbeit mit dem Fahrrad pendeln, im Durchschnitt einen Tag pro Jahr weniger krank geschrieben werden als nichtradelnde Kollegen. Der mögliche Vorteil für die Arbeitgeber, wenn die Angestellten regelmäßig das Fahrrad für den Weg zur Arbeit nutzten, ist beträchtlich. Denn würde die Zahl der Angestellten, die zur Arbeit regelmäßig mit dem Rad fahren, nur um 1 Prozent zunehmen, hätten die Arbeitgeber rund 27 Millionen Euro pro Jahr mehr zur Verfügung. Beinahe ein Drittel der Arbeitnehmer pendelt mit dem Fahrrad zur Arbeit, wobei die Gesundheit der wichtigste Grund ist das Fahrrad zu nehmen. Für Nicht-Radfahrer sind die wichtigsten Hinderungsgründe: Weg zu weit, das Wetter, verschwitzt ankommen und die Reisezeit.

Fahrrad ist ein unverzichtbarer Bestandteil der Arbeit des Verkehrsministeriums

Für Verkehrs-Staatssekretärin Huizinga ist das Fahrrad unverzichtbarer Bestandteil der Mobilitätspolitik, weshalb in dieser Legislaturperiode 50 Millionen Euro für das Radfahren ausgegeben worden sind. Huizinga möchte unter anderem demnächst ein Projekt mit einigen Firmen durchführen, bei dem es darum gehen soll, das Radfahren für die Angestellten finanziell attraktiverer zu machen.

Die Resultate der TNO-Untersuchung sind für die Staatssekretärin gute Nachrichten: Denn "Menschen, die regelmäßig zur Arbeit radeln, melden sich selbst weniger häufig krank und sind demzufolge preiswerter für die Unternehmen". Diese Erkenntnis sei ein "guter Ausgangspunkt, noch mehr Menschen und Firmen aufs Fahrrad zu helfen", so Huizingas Wunsch auf der Messe FietsVak 2009.

PDF-Download der Zusammenfassung der TNO-Studie: Regelmatig fietsen naar het werk leidt tot lager ziekteverzuim (147 KB)

Zur Originalpressemitteilung

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Stand der Information
26. Januar 2009
Quelle

Ministerie van Verkeer en Waterstaat (www.verkeerenwaterstaat.nl) / Forschungsinstitut TNO (www.tnl.nl)

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Niederlande
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