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Saarland investiert in Radverkehr

Anteil des Fahrrades am Gesamtverkehr soll steigen

Saarland-Symbol
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Fast zwei Millionen Euro fließen allein 2016 in die Verbesserung des saarländischen Radwegenetzes. Verkehrsministerin Anke Rehlinger sagte, Schritt für Schritt würden Lücken und Schwachstellen beseitigt. Diese seien bei einer Bestandsaufnahme im Zusammenhang mit dem Radverkehrsplan für das Saarland erfasst worden.

Eine der ersten Maßnahmen in diesem Jahr ist der Neubau des Abschnitts Kastel – Primstal auf dem Primstal-Radweg. Hier werden Ende März die Bauarbeiten anlaufen. Auf dem Saarland-Radweg wird eine Ersatzbrücke über den Losheimer Bach gebaut und die Anbindung an die B269 instandgesetzt. Darüber hinaus werden auf dem Saarland-Radweg Schäden auf den Streckenabschnitten zwischen Niedaltdorf und Kerprich, Rammelfangen und Niedaltdorf sowie zwischen Düren und Kerlingen beseitigt. Hier sind beauftragte Firmen und der Radwege-Unterhaltungstrupp im Einsatz.

Der Bisttal-Radweg bei Wadgassen wird auf einer Länge von 800 Metern saniert. Auf der B51 wird im Bereich der Ortsdurchfahrt Mettlach der Rad- und Gehweg saniert. Weitere größere Maßnahmen zur Verbesserung des Radverkehrswegenetzes sind derzeit noch in der Abstimmung, sollen aber bald ausgeschrieben werden.

Rehlinger: "Wir verbessern die Bedingungen für den touristischen und für den Alltagsradverkehr." Ziel sei es, den Anteil des Fahrrades am Verkehr im Saarland zu steigern. Dazu sei auch eine Reihe von Veranstaltungen geplant, um die Öffentlichkeit zu motivieren, unter anderem mit der bundesweiten Kampagne "Stadtradeln", an der sich das Saarland zum ersten Mal beteiligt. "Das wird eine gute Sache. 15 Kommunen aus allen Teilen des Saarlandes haben ihre Teilnahme an dieser Initiative zugesagt. Das ist mehr, als wir erwartet hatten", so die Ministerin.

Bei einer Informationsveranstaltung am 16. März 2016 im Wirtschaftsministerium werden die teilnehmenden Kommunen mit dem Programm von "Stadtradeln" vertraut gemacht. Ziel der Kampagne ist es, möglichst viele Bürgerinnen und Bürger dazu zu bringen, sich wieder öfter in den Sattel zu schwingen. Vorbilder sollen dabei die Kommunalpolitiker der jeweiligen Städte und Gemeinden sein.

Im Kampagnenzeitraum vom 1. Mai bis 30. September 2016 wählt jede teilnehmende Kommune eine Drei-Wochen-Phase aus, in der möglichst viele Kilometer mit dem Fahrrad zurückgelegt werden sollen. Die von Bürgerinnen und Bürgern, Kommunalpolitikern, Vereinen, Schulklassen und Unternehmen in Teams erradelten Kilometer werden auf der Kampagnen-Website oder -App eingegeben und gesammelt. Am Ende gibt es Preise für die fahrradaktivsten Kommunen und die fahrradaktivsten Kommunalparlamente.