Sie sind hier

Fahrrad ist "elementarer Bestandteil der Mobilität" in Borken

AGFS NRW wächst auf 90 Mitgliedskommunen

Ausschnitt des gedruckten Logos der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in Nordrhein- Westfalen e.V. (AGFS) auf einer Publikation
Ausschnitt des gedruckten Logos der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in Nordrhein- Westfalen e.V. (AGFS) auf einer Publikation © Doris Reichel

AGFS NRW nimmt die Stadt Borken als 90. Mitglied auf

Die Stadt Borken ist das 90. Mitglied der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in Nordrhein-Westfalen e. V. (AGFS NRW). NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst und AGFS-Pressesprecher Michael Blaess überreichten Bürgermeisterin Mechtild Schulze Hessing gemeinsam die Aufnahmeurkunde und bescheinigen der Stadt damit offiziell die Fußgänger- und Fahrradfreundlichkeit. Im Juni 2020 hatte eine Expertenkommission des Landes die Situation vor Ort geprüft und positiv über die Aufnahme in das kommunale Netzwerk abgestimmt. Auf dem Fahrrad verschaffte sich die Kommission ein Bild der Stadt Borken und stellte fest, dass das "Fiets" elementarer Bestandteil der Mobilität ist und die Voraussetzungen für eine weitere Förderung des Rad- und Fußverkehr sehr gut sind.

Stadt hat ambitionierte Ziele

In Borken wird bereits heute gerne und viel Fahrrad gefahren, wie der hohe Radverkehrsanteil von 30 Prozent zeigt. Die Stadt hat sich zum Ziel gesetzt, den Anteil der Nahmobilität nochmals deutlich zu erhöhen, im Radverkehr auf 40 Prozent und im Fußverkehr von 8 auf 15 Prozent. Damit dies gelingt, wurde im Herbst 2019 ein neues Radverkehrskonzept beschlossen. Die Umsetzung der Maßnahmen wird gerade vollzogen, z. B. die Anlage des Radfahrstreifens auf der Wilbecke. Die flächendeckende Öffnung der Einbahnstraßen für den gegenläufigen Radverkehr wurde in Borken bereits vor längerer Zeit umgesetzt.

Durchlässigkeit steht auf dem Prüfstand

Auf dem weiteren Weg der fußgänger- und fahrradfreundlichen Stadt gibt es aber auch noch viel zu tun. Ein wichtiger Baustein für die zukünftige verkehrliche Entwicklung ist die Erhöhung der Netzdurchlässigkeit. Dazu ist die Überprüfung von Pollern und Umlaufsperren zur Verbesserung der Leichtigkeit und des Fahrkomforts für den Radverkehr vorgesehen ebenso wie die Durchlässigkeit von Sackgassen. Für die Fußgängerzonen sollte eine Freigabe für den Radverkehr geprüft werden.

Als Teil der AGFS kann die Stadt Borken künftig exklusive Mittel für die Förderung der Nahmobilität beantragen und profitiert von einem etablierten Netzwerk für den fachlichen Austausch sowie die gegenseitige Unterstützung bei Problemen und Planungsfragen. Darüber hinaus entwickelt die AGFS NRW regelmäßig Broschüren, Leitfäden und Kampagnen, die auf aktuelle Bedürfnisse ihrer Mitglieder abgestimmt sind. Sämtliche Materialien stehen den Mitgliedern kostenlos zur Verfügung.

Hendrik Wüst, Verkehrsminister des Landes Nordrhein-Westfalen:

"Eine Stadt im Münsterland als fahrradfreundliche Stadt auszuzeichnen, hat was von 'Eulen nach Athen tragen'. Trotzdem freue ich mich heute ganz besonders, die Stadt Borken in meiner Heimat als 90. Mitglied in die Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte aufzunehmen. Für eine bessere und saubere Mobilität brauchen wir eine leistungsstarke Infrastruktur von Geh- und Radwegen. Deswegen fördert das Verkehrsministerium in diesem Jahr 139 Projekte für von dem Fußgänger und Radfahrer in Nordrhein-Westfalen profitieren. Außerdem stellen wir so viel Geld wie nie zuvor für den Ausbau des Radwegenetzes zur Verfügung und beschäftigen neue Planer, die helfen, unsere ambitionierten Projekte schnell umzusetzen."

Mechtild Schulze Hessing, Bürgermeisterin der Stadt Borken:

"Das Fahrrad oder die 'Fiets' hat bei uns im Westmünsterland eine ganz besondere Bedeutung. Aus der Mobilitätsuntersuchung des Kreises Borken aus dem Jahre 2015 ist bekannt, dass bei uns in Borken rund 30 Prozent der Wege mit dem Fahrrad zurückgelegt werden. Wir wollen nun einen Gang höher schalten! Durch die Umsetzung des Radverkehrskonzeptes der Stadt Borken wollen wir dem Radverkehr in Borken einen größeren Stellenwert geben, um Borken zu einer noch fahrradfreundlicheren Stadt zu machen. Ein Baustein zu diesem Ziel ist die Mitgliedschaft in der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in NRW (AGFS), über die ich mich sehr freue."

Meta Infos
Stand der Information
13. August 2020
Weitere Informationen
Quelle
Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in NRW e.V. (agfs-nrw.de) // Stadt Borken (borken.de)
Land
Nordrhein-Westfalen
Handlungsfelder NRVP
Fahrradthemen
Schlagworte