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Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen Niedersachsen/Bremen e.V.

AGFK: "Sonderprogramm Radschnellwege fortführen"

Logo der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen Niedersachsen / Bremen e.V. (AGFK)
Logo der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen Niedersachsen / Bremen e.V. (AGFK) © AGFK Niedersachsen/Bremen e.V.

AGFK Niedersachsen/Bremen: Förderung von Radschnellverbindungen durch das Land Niedersachsen

Radschnellverbindungen sind ein wichtiges Element der Radverkehrsförderung. Qualitativ hochwertige Wegeverbindungen helfen dabei, Pendler auf Rad zu bringen. Insbesondere in Ballungsräumen sind sie ein wichtiger Beitrag, um Verkehrs- und Klimaprobleme zu lösen. Dabei entlasten sie auch parallel verlaufende Autostraßen, so dass hier aufwändige Ausbaumaßnahmen teilweise einfacher ausfallen oder komplett entfallen können.

Viele Kommunen in Niedersachsen beschäftigen sich deshalb mit Radschnellverbindungen. In Göttingen wird derzeit der bestehende eRadschnellweg Richtung Roßdorf verlängert. Auch in Richtung Norden gibt es Vorbereitungen für die Verlängerung. In Osnabrück befindet sich der Radschnellweg nach Belm in der Umsetzung, weitere Radschnellwege sind geplant. Die Ballungsräume Hannover, Braunschweig, Wolfenbüttel, Wolfsburg, Bremen, Oldenburg und die Metropolregion Hamburg haben Potenzialanalysen oder Machbarkeitsstudien erstellt und treiben Planungen voran.

"Die Prozesse sind umfangreich und benötigen von der Planung bis zur Umsetzung entsprechende Zeiträume," so Frank Otte, Vorsitzender der AGFK und Stadtbaurat in Osnabrück, "aus diesem Grund ist es für die Kommunen und die kommunale Politik wichtig, weiterhin die Gewissheit zu haben, dass Fördermittel auch in den kommenden Jahren zur Verfügung stehen. Ansonsten besteht die Gefahr, dass sich Kommunen auf andere Aufgaben konzentrieren und es zu wesentlichen Verzögerungen bei der Schaffung von Radschnellverbindungen kommt. Deshalb ist es das falsche Signal, wenn im Landeshaushalt für 2019 keine Mittel eingestellt werden."

Die Bundesregierung hat die Wichtigkeit erkannt und stellt jährlich 25 Mio. Euro für Radschnellwege bereit. Auf Niedersachsen entfallen dabei 2,65 Mio Euro.

Auch das Land Niedersachsen schuf für 2017 und 2018 ein Sonderprogramm mit 12,35 Mio. Euro für Radschnellwege. Trotz des notwendigen Vorlaufs von Potenzialanalysen und Machbarkeitsstudien hin zu baureifen Projekte wurden bereits 9,8 Mio. Euro angemeldet.

"Aus Sicht der AGFK wäre es ein wichtiges Signal des Landes Niedersachsen," so Frank Otte weiter, "auch weiterhin das Sonderprogramm Radschnellwege fortzuführen."

Das macht die AGFK

Die Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen Niedersachsen/Bremen ist ein Netzwerk von Städten, Gemeinden und Landkreisen in Niedersachsen und Bremen, die sich zum Ziel gesetzt haben, den Radverkehr besonders zu fördern. Die Mitgliedschaft in der AGFK bietet den Kommunen zahlreiche Vorteile: Als Netzwerk bündelt die AGFK die Interessen der Kommunen und verleiht ihnen stärkeres politisches Gewicht. Zudem bietet die AGFK eine Plattform für den Erfahrungsaustausch, unterstützt die Öffentlichkeitsarbeit und berät die Kommunen rund um das Thema Radverkehr. Das AGFK-Netzwerk umfasst aktuell über 50 Mitgliedskommunen. 71 Prozent der Bevölkerung in Niedersachsen und Bremen leben in einer Mitgliedskommune AGFK. 2018 traten der Kommunalverbund Niedersachsen/Bremen, die Gemeinde Wallenhorst, die Stadt Wilhelmshaven, die Stadt Hemmingen, der Landkreis Nienburg/Weser und die Stadt Haselünne der AGFK bei. Weitere Kommunen sind herzlich willkommen. Die AGFK wird durch das Land Niedersachsen unterstützt und finanziell gefördert. Auch die Freie Hansestadt Bremen unterstützt die AGFK.

Hintergrund und weitere Informationen

Hintergrund ist unter anderem eine Antwort des Niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung namens der Landesregierung vom 09.10.2018 auf eine Große Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen "Mobilitätswende, Gesundheit und Klimaschutz: Niedersachsen auf dem Weg zum Fahrradland Nummer eins?".

Siehe auch Pressemitteilung des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr vom 01.09.2017: Sonderprogramm "Niedersachsen fördert den Bau von Radschnellwegen": Verkehrsplaner sehen in Radschnellwegen ein hohes Potenzial. Die gewollten Nebeneffekte, wie z.B. die Verringerung von Staus und Schadstoffbelastungen, lassen Radschnellwege zu einem wichtigen Baustein eines nachhaltigen Verkehrssystems werden und sind insbesondere für Pendlerstrecken interessant. Niedersachsenweit gibt es zurzeit nur in Göttingen einen Radschnellweg. Aber auch andere Städte und Kommunen denken über den Bau eines Radschnellweges nach. Die Förderbedingungen wurden in enger Absprache mit den Kommunen erarbeitet. Grundlage für die Förderung ist das Niedersächsische Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzt, NGVFG. Die maximale Förderung beträgt 75 Prozent. Förderfähig sind sowohl investive als auch planerische Kosten für Radschnellwege von einer Mindestlänge von fünf Kilometern. Das Programm läuft bis 2018...

Meta Infos
Stand der Information
17. Oktober 2018
Weitere Informationen
Quelle
AGFK Niedersachsen/Bremen
Land
Niedersachsen
Handlungsfelder NRVP
Kommunikation
Qualitäten schaffen und sichern
Radverkehrsplanung und -konzeption
Fahrradthemen
Finanzierung
Politik/Verwaltung
Qualitätssicherung
Radschnellwege
Schlagworte
Bundesland
Förderung