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Arbeitsgemeinschaft fahrrad- und fußgängerfreundliche Kommunen Mecklenburg-Vorpommern e. V.

AGFK MV wächst auf 15 Mitglieder

Die AGFK MV wächst am 1. Juli 2021 auf 15 Mitglieder
Die AGFK MV wächst am 1. Juli 2021 auf 15 Mitglieder © agfk-mv.de

Sieben neue fahrradfreundliche Mitglieder für die AGFK MV, erster Landkreis und erstes Amt beschließen Beitritt

Die Städte Schwerin, Neubrandenburg und Demmin, das Amt Treptower Tollensewinkel und die beiden Gemeinden Wittenbeck und Bibow sind neue Mitglieder der AGFK MV (Arbeitsgemeinschaft für fahrrad- und fußgängerfreundliche Kommunen MV). Außerdem hat der Kreistag des Landkreises Nordwestmecklenburg den Beitritt zur AGFK MV zum 1. Juli 2021 beschlossen. Dies gab der stellvertretende Vorsitzende Andreas Grund im Rahmen des 7. Nationalen Radverkehrskongress bekannt. 

Damit leben bereits fast 40 Prozent der Bevölkerung Mecklenburg-Vorpommerns in einer AGFK-Kommune, mit dem Beitritt des Landkreises zum 1. Juli steigt dieser Anteil sogar auf fast 50 Prozent. Für den erst im Oktober 2020 gegründeten Verein ist dies ein großer Erfolg, zumal in weiteren Kommunen Beschlüsse für eine Mitgliedschaft in Vorbereitung sind. 

AGFK MV-Vorstandsvorsitzender Claus-Ruhe Madsen, der als Laudator für den Deutschen Fahrradpreis beim Nationalen Radverkehrskongress zugeschaltet wurde, zeigt sich sehr erfreut über die große Resonanz: "Als Kommunen in einem Flächenland tun wir gut daran, Radwegeprojekte gemeinsam zu realisieren. Von daher freut es mich sehr, dass wir bereits so kurz nach der Gründung weitere Kommunen von unserer Idee des kommunalen Austausch überzeugen konnten. Das motiviert uns bei der weiteren Mitglieder-Gewinnung, die wir uns für dieses Jahr fest vorgenommen haben."

Vorstand Andreas Grund blickte auf dem 7. Nationalen Radverkehrskongress auf die Entwicklung der AGFK MV zurück. "2017 war ich auf dem 5. Nationalen Radverkehrskongress in Mannheim. Ich war begeistert von den vielen Entwicklungen rund um das Fahrrad. Es stellte sich aber raus, dass ich der einzige Teilnehmer aus ganz Mecklenburg-Vorpommern war. Vier Jahre später können wir stolz sein auf die Entwicklung der AGFK MV, die wir Ende 2017 mit Städten wie Rostock, Greifswald und Stralsund gestartet haben."

Neubrandenburgs Oberbürgermeister Silvio Witt freut sich über den Schritt der Vier-Tore-Stadt in Richtung einer veränderten Zukunft der Mobilität: "Auch wenn der Autoverkehr in unserer Stadt weiter wichtig bleibt, wollen wir die Interessen der Fußgängerinnen und Fußgänger sowie der Radfahrenden stärker berücksichtigen. Vom Austausch mit Partnern wie Rostock, Stralsund oder Anklam wird Neubrandenburg dabei sicher profitieren."

Auch Demmins Bürgermeister Dr. Michael Koch freut sich auf den Austausch und die Bündelung der kommunalen Interessen in der AGFK MV: "Gute Lösungen für den Rad- und Fußgängerverkehr bekommen eine immer größere Bedeutung. Es ist wichtig ein gemeinsames 'Sprachrohr' zu finden, um kommunale Interessen gegenüber den Verkehrsämtern oder auch der Landesregierung für eine nachhaltige Verkehrspolitik zu bündeln. Unter dem Dach der AGFK MV können wir gemeinsam sicher mehr erreichen. Ich kann versichern, dass die Hansestadt Demmin ihren Beitrag dazu leisten wird."

Alexander Schröder, der 2. stellvertretende Bürgermeister der Gemeinde Bibow, äußert sich wie folgt zu den Gründen für den Beitritt: "In kleinen Gemeinden ist die Infrastruktur meist auf den motorisierten Verkehr zugeschnitten. Die benachbarten Ortsteile und nächsten Versorgungszentren liegen oft viele Kilometer entfernt. Um die Bedürfnisse von Radfahrern und Fußgängern trotz knapper Gemeindekassen besser bedienen zu können, brauchen wir den Austausch kreativer Ideen in einem Netzwerk von Gleichgesinnten."

Meta Infos
Stand der Information
29. April 2021
Weitere Informationen
Quelle
AGFK MV – "Arbeitsgemeinschaft fahrrad- und fußgängerfreundliche Kommunen Mecklenburg-Vorpommern e. V." // Difu (A.H.)
Land
Mecklenburg-Vorpommern
Handlungsfelder NRVP
Fahrradthemen
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