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Radschnellverbindungen in Bayern

Verkehrsminister stellt Machbarkeitsstudie für ersten Radschnellweg im Landkreis München vor

Der Radschnellweg Ruhr an der Stadtgrenze Essen/Mülheim
Der Radschnellweg Ruhr an der Stadtgrenze Essen/Mülheim © Hauswirtschaft / Wikimedia

Bayerns Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann stellt Machbarkeitsstudie für ersten Radschnellweg im Landkreis München vor: Radschnellweg ist schnelle und umweltfreundliche Alternative - Verkehrsmix soll Berufsverkehr im Ballungsraum entzerren

Der Landkreis München bekommt seinen ersten Radschnellweg. Von der Stadtgrenze München nach Garching und Unterschleißheim soll die erste Pilotstrecke mit einer Länge von 13 Kilometern verlaufen. Das gab heute Bayerns Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann gemeinsam mit Münchens Landrat Christoph Göbel auf einer Pressekonferenz im Landratsamt München bekannt. "Fahrradfahren ist längst mehr als ein Hobby. Gerade im Ballungsraum ist das Radl eine schnelle und umweltfreundliche Alternative zum Auto geworden. In Zeiten von Abgasskandal und langen Staus im Ballungsraum sehen wir deshalb eine große Chance darin, die Infrastruktur für den  Radverkehr weiter auszubauen", so Herrmann. Der Radschnellweg soll nach ersten Kostenschätzungen rund 34 Millionen Euro kosten. Rund 8.000 Radfahrer täglich profitieren laut Analyse in Zukunft von dieser Strecke.

Für Herrmann ist der Ausbau von Fahrradwegen zudem einer von vielen Bausteinen für eine nachhaltige Mobilität:  "Gerade auf Strecken, auf denen wir hohe Pendlerströme haben, wollen wir im Alltagsverkehr eine hohe Zahl an Radfahrern erreichen. Dazu werden wir das Radwegenetz attraktiv ausbauen", so Herrmann weiter. So sollen die Fahrradfahrer mehr als die Hälfte dieser Strecke im Münchner Norden auf einem vier Meter breiten Weg in beide Richtungen fahren können. Die Geschwindigkeit auf dem Radschnellweg erreichen die Radler aber nicht nur durch den breiten Fahrstreifen. Auf mehr als 90 Prozent der Strecke können die Radler durchfahren, ohne dabei an einer Kreuzung anhalten zu müssen. Zudem erhöht die Trennung von Rad- und Fußweg die Verkehrssicherheit.

Der Freistaat Bayern ist nicht nur beim Bau von Radschnellwegen aktiv. Bis 2025 will Herrmann mit dem 'Radverkehrsprogramm Bayern 2025' erreichen, dass 20 Prozent aller Wege in Bayern mit dem Fahrrad zurückgelegt werden. Dafür wird der Freistaat das Radwegenetz insgesamt ausbauen. Rund 40 Millionen Euro Bundes- und Landesmittel plant Herrmann jährlich in den Erhalt und Ausbau des Radwegenetzes an Bundes- und Staatsstraßen zu investieren. Zudem unterstützt der Freistaat die Kommunen beim Bau von Radwegen. So fördert der Freistaat aktuell im Landkreis München beispielsweise mit knapp 440.000 Euro den Bau eines Geh- und Radwegs an der Kreisstraße M 14 zwischen Faistenhaar und Dürrnhaar bei Aying.

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Stand der Information
24. Januar 2018
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Quelle
Bayerisches Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr
Land
Bayern
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