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Februar 2018

Radwegebau in den Bundesländern

Radwegbaustelle
Radwegbaustelle © Doris Reichel

Baden-Württemberg: Radschnellverbindung Heidelberg–Mannheim kann starten - Übergabe der Machbarkeitsstudie

Der Verband Region Rhein-Neckar hat am 06. Februar 2018 die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie für die Radschnellverbindung Heidelberg – Mannheim vorgestellt und diese symbolisch an Verkehrsminister Winfried Hermann in Mannheim übergeben. Im Ergebnis konnten hohe Nutzerpotenziale festgestellt und verschiedene Varianten möglicher Trassenführung vorgeschlagen werden. Der Termin ist der Startschuss für das Regierungspräsidium Karlsruhe in den Planungsprozess einzusteigen.

"Radschnellverbindungen stellen eine neue Qualitätsstufe für den Radverkehr da. Sie haben großes Potenzial, um Hauptverkehrsachsen zu entlasten, Staus zu vermeiden und zur Luftreinhaltung beizutragen. Es passt, dass gerade in Mannheim eine der ersten Radschnellverbindungen geplant wird – genau in der Stadt, in der Karl Drais vor 200 Jahren erstmals auf einer Laufmaschine fuhr", so Minister Hermann bei der Übergabe.

Regierungspräsidentin Nicolette Kressl betonte: "Der heutige Tag ist für uns das Signal, um in die Planung der Radschnellverbindung zwischen Mannheim und Heidelberg einzusteigen. Dieses Projekt wird uns vor eine neue und vielfältige Aufgabe stellen. Es ist unser Ziel, die Radschnellverbindung so umzusetzen, dass diese als Vorreiter zu einem modernen und innovativen Verkehrskonzept in Baden-Württemberg beitragen kann."

"Insbesondere im dicht besiedelten Kernraum unserer Metropolregion Rhein-Neckar sind die Verkehre der Pendler gerade zu den Stoßzeiten eine große Herausforderung für die Infrastruktur. Das attraktive Angebot von Radschnellwegen bietet die Möglichkeit für jeden einzelnen entspannter und gesünder am Arbeitsplatz anzukommen, daher sind wir an mehreren Machbarkeitsstudien in der Region aktiv beteiligt", führte der Verbandsdirektor des Verbandes Region Rhein-Neckar Ralph Schlusche aus.

Die Planung wird sich, auch wegen der Vielzahl der betroffenen Kommunen, komplex gestalten. Aus diesem Grund wurde bei diesem Termin eine Mitwirkungserklärung zwischen dem Land Baden-Württemberg, den Städten Heidelberg und Mannheim, dem Landkreis Rhein-Neckar, den Kommunen Dossenheim, Ladenburg, Ilvesheim, Edingen-Neckarhausen und Eppelheim sowie dem Verband Region Rhein-Neckar unterzeichnet. Sie dient als Grundlage für die weitere Zusammenarbeit.

Heidelbergs Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner sagte: "Mit den Radschnellwegen erhöht sich der Aktionsradius für Radfahrer enorm. Die elf Kilometer von Schwetzingen bis ins Neuenheimer Feld fährt man auf einem kreuzungsfreien Weg mit einem Pedelec locker in zwanzig Minuten. Damit wird das Fahrrad für viele Beschäftigte zur Alternative zum Auto. Das ist ein wichtiger Beitrag zur Lösung unserer Vekehrsprobleme. Das gilt gerade für eine Stadt wie Heidelberg, in der siebzig Prozent der Beschäftigten von außerhalb einpendeln."

Der Bürgermeister von Mannheim Lothar Quast sagte: "Dass der Radschnellweg zwischen Mannheim und Heidelberg vom Land weiter koordiniert wird, begrüßen wir als Stadt sehr. Für tausende von Pendlern in Mannheim wird nun eine fähige Alternative entstehen, die die herkömmlichen Verkehrsträger entlasten kann. Wir als Stadt Mannheim haben den bis zur aktuell vorliegenden Machbarkeitsstudie laufenden Planungsprozess von Beginn an aktiv mitgestaltet und werden ihn weiterhin intensiv begleiten."

Um Erfahrungen und Erkenntnisse für künftige Radschnellverbindungen zu sammeln, geht das Land neben der Planung und Umsetzung der Verbindung Heidelberg – Mannheim, auch die Planung und Umsetzung von zwei weiteren Radschnellverbindungen auf den Achsen Heilbronn – Neckarsulm – Bad Wimpfen und Stuttgart – Esslingen – Plochingen an.

Hintergrund: Das Thema Radschnellverbindungen ist ein wichtiger Baustein der künftigen Ausrichtung der Radverkehrsinfrastruktur und stellt einen neuen Qualitätsstandard dar. Durch ausreichende Breiten sollen das Nebeneinanderfahren sowie das Überholen problemlos ermöglicht werden. Zeitverluste an Knotenpunkten werden durch Bevorrechtigungen oder den Einsatz von Unter- bzw. Überführungen minimiert. Eine direkte, möglichst umwegefreie Linienführung, geringe Steigungen sowie eine hohe Belagsqualität führen zu einem hohen Fahrkomfort für Radfahrende. Durch die Realisierung von Radschnellverbindungen können vorhandene Potentiale genutzt und eine Verkehrsverlagerung zugunsten des Radverkehrs erreicht werden. Radschnellverbindungen sind deshalb vorrangig an Pendlerachsen vorgesehen. Als Radschnellverbindungen bezeichnet man Radverbindungen mit einer Gesamtlänge von mindestens 5,0 Kilometern. Zusätzlich müssen Radschnellverbindungen interkommunale und bedeutende Verbindungen für den Alltagsradverkehr sein (das heißt mindestens 2.000 Radfahrende pro 24 Stunden).

Quelle: Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg am 07.02.2018

Baden-Württemberg: "Richtungstreue Radverkehrsanlagen" beim vierten Forum Radverkehr in Offenburg

Um "Richtungstreue Radverkehrsanlagen" ging es beim vierten Forum Radverkehr, zu dem die Stadt Offenburg am 19.02.2018 eingeladen hatte. Wie die Veranstaltung verlief, wollten wir von Bürgermeister Oliver Martini wissen.

Richtungstreue Radverkehrsanlagen – was ist das?  Martini: Man versteht darunter die Radwege und Radfahrstreifen, die nur in Fahrtrichtung befahren werden dürfen.

Warum stand gerade dieses Thema im Zentrum des Forums?  Martini: In den ersten drei Radforen ging es um Neues Denken im Radverkehr. Aktuell haben wir die Fragestellung, wie der Radverkehr in der Freiburger Straße organisiert werden soll. Momentan ist der Radverkehr an beiden Straßenseiten auf dem Radweg organisiert, die jeweils in beide Fahrtrichtungen befahren werden dürfen. Diese Form der Radverkehrsführung ist nach Unfallstudien mit einem doppelt so hohen Unfallrisiko verbunden. Unfälle mit Beteiligung des Radverkehrs in der Freiburger Straße bestätigen das leider. Vor diesem Hintergrund sind wir gezwungen zu handeln und etwas zu verändern.

Die Freiburger Straße ist mit ihren 16,40 Metern relativ breit – wo liegt die Schwierigkeit?  Martini: In der relativen Breite! Wir möchten ein Höchstmaß an Verkehrssicherheit erreichen. Und das erreichen wir in der Regel, wenn wir die Verkehrsanlagen richtlinienkonform erstellen. Würden wir das in der Freiburger Straße entsprechend so machen, und den Radverkehr auf einem Radweg – also wie heute sozusagen auf dem Bürgersteig – führen, dann bräuchten wir ein Mindestmaß von 17,50 Metern. Das kriegen wir im Bestand nicht hin, da wir nur etwa 16,40 Meter zur Verfügung haben. Die Schwierigkeit ist also der fehlende Platz! Und genau dieser Konflikt, dieses Dilemma, wird emotional diskutiert.

Wie gehen Sie mit den Ergebnissen des Forums um?  Martini: Wir nehmen die Anregungen und Punkte natürlich auf und müssen uns das anschauen. Wenn es möglich und sinnvoll ist, überarbeiten wir die Planung auch. Ich hoffe, dass wir entsprechende Ergebnisse unserer Prüfung bereits beim Bürgerabend in Nordwest am 10. April vorstellen können, ehe wir erneut im Verkehrsausschuss beraten.

Was ist Ihre Konsequenz?  Martini: Wir brauchen noch viel Öffentlichkeitsarbeit, um die veränderte Denkweise in der Straßenverkehrsordnung – den Radverkehr auf der Fahrbahn – den Menschen näher zu bringen. Das ist das eine. Es benötigt aber auch einfach Zeit, bis sich die Verkehrsteilnehmer an eine neue Situation gewöhnt und positive Erfahrungen gesammelt haben. Es gibt einfach einen Unterschied zwischen objektiver Sicherheit, die sich insbesondere auf Grundlage der Auswertung und Analyse des Unfallgeschehens entwickeln wird. Und andererseits der subjektiven Sicherheit, die eben emotional empfunden wird.

Sind Bürgerbeteiligungen wie das Forum sinnvoll?  Martini: Auf jeden Fall! Ich bin davon überzeugt, dass wir immer wieder grundsätzlich und auch an der konkreten Situation informieren und mit den Menschen ins Gespräch kommen müssen. Allerdings muss auch klar sein, dass die Dinge zu Ende gedacht werden müssen. Am Ende muss die Lösung umsetzbar sein.

Quelle: Stadt Offenburg am 23.02.2018

Baden-Württemberg: Stadt Aalen erarbeitet Radverkehrskonzept

Die Stadt Aalen hat das auf Fahrradmobilität spezialisierte Planungsbüro VAR+ aus Darmstadt mit der Erarbeitung eines Radverkehrskonzepts beauftragt. Das Konzept beinhaltet u.a. eine Auswertung der Verkehrssicherheit und Unfalllage des Radverkehrs, die Entwicklung eines klassifizierten Radverkehrsnetzes und die Schnittstellen zum öffentlichen Nahverkehr.

Die konzeptionelle Planung hat zum Ziel, eine Radverkehrsverbindung mit allen Stadtteilen und Nachbarkommunen herzustellen. Die Radverkehrsinfrastruktur wird dabei bedarfsgerecht sowohl für die Ansprüche der Berufspendler, als auch auf den Alltags-, Schüler-, Einkaufs-, und Freizeitradverkehr ausgerichtet. Die Planung der Abstellanlagen wird unterteilt in öffentliche Bereiche, Sport- und Freizeitanlagen, Schulen, Firmenstandorte, Einzelhandel, Gaststätten, Hotels. Außerdem gehört die Optimierung der Abstellanlagen zum Programm. Für die Mobilitätsstationen werden geeignete Standorte vorgeschlagen. Hier kann eine Fahrradvermietung stattfinden. Fahrräder werden sicher angeschlossen und können gewartet werden, Lademöglichkeiten für Elektroräder sind hier vorzusehen.

Übersichtskarten oder ein Informationsterminal sollen die Orientierung der Bürgerschaft und Touristen verbessern. Bereits in dem Prozess der Erarbeitung des Radverkehrskonzeptes werden die Verwaltung und politische Verantwortungsträger mit einbezogen. Die Öffentlichkeitsarbeit und Information in der Kommune erfolgt von Anfang an. Auf Basis der Radverkehrsverbindungen wird eine Radroute durch Aalen für eine gemeinsame Befahrung entwickelt und abgestimmt.

Ziel für das Gesamtkonzept Radverkehr ist es, wie für den KFZ-Verkehr ein klassifiziertes, abgestuftes Netz zu entwickeln, das alle Nutzergruppen berücksichtigt und speziell auf die Bedürfnisse des Alltagsradverkehrs eingeht. Hierbei werden durchgängige homogene Führungsformen für den Radfahrer angestrebt. Folgende Anforderungen wie zum Beispiel Schlüssigkeit, Erkenn- und Begreifbarkeit, Sicherheit, Direktheit und Netzdichte werden abgeleitet. Es wird hierbei in zwei Routentypen, den Pendlerrouten (Alltagsradverkehr mit 20 bis 25 km/h) und den Basisrouten (für alle Nutzer mit 15 bis 20 km/h) unterschieden. Mögliche Herstellung von Radschnellverbindungen sollen mit untersucht werden.

Es findet eine Maßnahmenplanung und die Erstellung einer Maßnahmendatenbank statt. Mit der Datenbank können Maßnahmen priorisiert und eine Kostenschätzung abgerufen werden. Für das geplante Radverkehrskonzept in Aalen wird ein auf fünfzehn Jahre angelegter Kosten- und Umsetzungsplan erstellt.

"Wir sind auf die Ergebnisse des Planungsprozesses sehr gespannt und wollen alle Bürger mitnehmen", erklärt Oberbürgermeister Thilo Rentschler. Es ist ab sofort möglich, über ein Online-Portal die eigenen Wünsche in das Konzept einfließen zu lassen. "Die gewonnen Rückmeldungen werden von uns alle gelesen und so weit wie möglich berücksichtigt", versichert Planer Uwe Petry. Ziel der Planungen ist ein sicheres Miteinander aller Verkehrsträger und insbesondere die Förderung der nachhaltigen Fahrradmobilität. "Radfahren soll in Aalen Spaß machen und ohne Konflikte ablaufen", meint Rentschler und hofft auf rege Beteiligung.

Das Radverkehrskonzept sieht neben der Beteiligung einzelner Bürger auch die Mitarbeit der etablierten Verbände wie des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) und die Einbindung in die landesweiten Planungen unter dem Dach des RadNETZ Baden-Württemberg vor. Der Fragebogen ist direkt über den folgenden Link abrufbar: aalen.varplus.de und wird bis Anfang Juni 2018 zur Verfügung stehen.

Quelle: Stadt Aalen am 27.02.2018

Bayern: Durchgängiges Radverkehrsnetz für den Alltagsverkehr bis 2025 - Mehr als 200 Millionen Euro in Radwege an Bundes- und Staatsstraßen bis 2019

Verkehrsminster Herrmann gab im Rahmen einer AGFK-Veranstaltung am 21. Februar 2018 bekannt, dass Bayern ein durchgängiges Radverkehrsnetz für den Alltagsverkehr erhalten soll. Bis 2025 will Herrmann sowohl in die Infrastruktur als auch in die Verkehrssicherheit für Radler investieren. Wichtigster Partner sind dabei die Kommunen.

Außerdem gab Herrmann bekannt, dass das Ziel, beim Bau der Radverkehrsinfrastruktur im Zeitraum von 2015 bis 2019 mehr als 200 Millionen Euro in Radwege an Bundes- und Staatsstraßen zu investieren, erreicht wird.

Quelle: Verkehrsministerium Bayern am 21.02.2018

Bayern: Bamberger Stadtrat beschließt Radentscheid - 60.000 Euro mehr zur Stärkung der Infrastruktur des Radverkehrs

Die Vollsitzung des Bamberger Stadtrates hat in der Sitzung am 31. Januar 2018 die sieben zulässigen Ziele des Radentscheids beschlossen. Rund 9000 Unterschriften hatte die "Initiative Radentscheid" im vergangenen Jahr gesammelt. Am 27.09.2017 wurde im Stadtrat über die teilweise Zulässigkeit des Bürgerbegehrens beraten und die Verwaltung beauftragt, mit den Vertretern der Initiative "Radentscheid Bamberg" Gespräche mit dem Ziel zu führen, eine Verständigung über Mittel und Wege für die künftige Förderung des Radverkehrs in der Stadt Bamberg zu erreichen. Hierzu fanden im Zeitraum von Oktober 2017 bis Mitte Januar 2018 zahlreiche konstruktive Gespräche statt.

Mit dem Beschluss des Stadtrats über die zulässigen Ziele des Bürgerentscheides ist der Bürgerentscheid nach Artikel 18a Abs. 14 der Gemeindeordnung erledigt. Zur Umsetzung konkreter Maßnahmen zur Verbesserung des Radverkehrs hat der Stadtrat zudem bereits für das Haushaltsjahr 2018 – im Rahmen der vorhandenen Haushaltsmittel – folgendes "Maßnahmen-Paket 2018" beschlossen:

a) Image-Kampagne zur Stärkung des Radverkehrs
b) Herstellung von zusätzlichen Fahrradbügeln/Fahrradparkplätzen
c) Ausweisung von neuen Fahrradstraßen
d) Errichtung einer Radzählanlage
e) Zusätzliche sicherheitsfördernde Maßnahmen an ausgewählten Kreuzungen.
f) Antrag auf Mitgliedschaft in der "Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen in Bayern"
g) Umsetzung "Förderprogramm Lasten-Pedelecs"
h) "Runder Tisch" zur künftigen Verkehrsführung Lange Straße unter besonderer Berücksichtigung des Radverkehrs.

Die Mittel zur Förderung des Radverkehrs werden durch den Beschluss um 60.000 Euro erhöht. Dies entspricht den Kosten, die bei der Durchführung eines Bürgerentscheids angefallen wären. Bisher waren im Haushaltsjahr 2018 100.000 Euro für die Förderung des Radverkehrs allgemein und 10.000 Euro für die Umsetzung des Förderprogrammes "Lasten-Pedelecs" vorgesehen.

Quelle: Bürgermeisteramt der Stadt Bamberg am 01.02.2018

Berlin: Entwurf des Mobilitätsgesetzes im Senat beschlossen und Einbringung ins Abgeordnetenhaus

Teil Radverkehr: Vorgeschrieben wird im Gesetzentwurf ein Radverkehrsnetz auf Haupt- und Nebenstraßen, das lückenlose Verbindungen ermöglicht. Dieses Radverkehrsnetz soll eine neue Qualität haben. Es soll aus sicheren Radwegen an Hauptstraßen bestehen, die breit genug zum Überholen sind. Dort, wo es möglich und sinnvoll ist, sollen geschützte Radstreifen geschaffen werden. Dadurch wird der Radverkehr sicherer und es werden Menschen zum Fahrradfahren motiviert, die sich bisher nicht trauen, in Berlin Fahrrad zu fahren.

Die Berlinerinnen und Berliner sollen sicher, bequem sowie umwelt- und klimafreundlich mobil sein. Das Mobilitätsgesetz soll die Grundlagen dafür legen, die Leistungsfähigkeit des Verkehrssystems in seiner Gesamtheit zu steigern, um den Verkehr in unserer wachsenden Stadt zu bewältigen.

Quelle: Senatskanzlei und SenUVK am 20.02.2018

Hamburg: Veloroute 2 wird aufgewertet - alle Verkehrsteilnehmer profitieren

Die Veloroute 2 wird aufgewertet, alle Verkehrsteilnehmer profitieren: Der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) verbreitert die Fahrbahn in der Weidenallee und Schanzenstraße, stellt Schutz- und Radfahrstreifen auf der Fahrbahn her und setzt Gehwege instand. Alle Kreuzungen werden barrierefrei ausgebaut. Auch die Fahrbahn und die Parkplätze werden saniert.

Verkehrsteilnehmer in der Weidenallee und Schanzenstraße müssen sich im Zeitraum vom 5. März bis Juli 2018 auf eine Änderung der Verkehrsregelungen einstellen. Fußgänger und Radfahrer kommen jederzeit sicher um das jeweilige Baufeld. Der Busverkehr wird von den Bauarbeiten betroffen sein und bei Bedarf umgeleitet. Hinweise erhalten Fahrgäste am Haltestellenaushang der Hamburger Hochbahn oder unter www.hvv.de.

Quelle: Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation am 28.02.2018

Hamburg: Fahrradstraße Bellevue - weiterer Abschnitt der Alster Fahrradachsen nimmt Gestalt an

Wie die Radverkehrsführung verbessert und die Erreichbarkeit für Anwohnerinnen und Anwohner gesichert wird: Ein weiterer Abschnitt der Alster Fahrradachsen nimmt Gestalt an. Er verbindet die Fahrradstraße Harvestehuder Weg mit der Ostseite der Alster und verläuft bis zum Schwanenwik. In den Straßen Bellevue, Fährhausstraße, Schöne Aussicht und Eduard-Rhein-Ufer werden Fahrradstraßen entstehen. Im Bereich Krugkoppel und Fernsicht werden auf einer Länge von 500 Metern Radfahrstreifen eingerichtet. Die Kreuzung Harvestehuder Weg/ Krugkoppel wird zu einem Kreisverkehr umgebaut, um ein sicheres Abbiegen für Alle zu gewährleisten. Im Vorfeld haben sich Nutzer und Anwohner in einem mehrstufigen Beteiligungsverfahren engagiert. Ihre Hinweise sind in die Planung eingeflossen.

Hintergrund Alster Fahrradachsen: Auch für die künftige Fahrradstraße Bellevue wurde im Rahmen des Beteiligungsprozesses eine Lösung gefunden, die einerseits die hohen Ansprüche an eine Fahrradstraße und andererseits die Bedürfnisse von Anliegern erfüllt. In Fahrradstraßen ist der Radverkehr bevorrechtigt. Radfahrer dürfen hier nebeneinander fahren. PKW, LKW und Busse dürfen Fahrradstraßen ausnahmsweise nutzen, wenn dies durch entsprechende Zusatzzeichen zugelassen ist. Bevor eine solche Anordnung getroffen wird, werden die Bedürfnisse des motorisierten Verkehrs stets umfassend geprüft.

Bei der Fahrradstraße Bellevue müssen die Erreichbarkeit der Anlieger genauso wie die Zufahrt in die  Scheffelstraße gewährleistet werden. Hier wird das durch die Beschilderungen "Fahrradstraße", "Anlieger und Linienverkehr frei" sowie "Zufahrt Scheffelstraße frei" gelöst. Mit letzterem Schild erreichen die Anwohner der Scheffelstraße ihren Wohnort, was sonst nicht erlaubt wäre, wenn sie kein Anliegen in der Bellevue haben. Da die Scheffelstraße eine Einbahnstraße ist, ist sie mit dem Auto nur von der Bellevue aus zu erreichen.

Wer gehört zu den Anliegern? Neben den Anwohnern sind das Personen, die mit den Grundstückseigentümern und Anwohnern der Straße in Beziehung treten wollen. Sei es als Besuch, als Abholer, Patient, Kundendienst, Hotelgast usw. Kein Anlieger ist, wer beispielsweise die Straße als Abkürzung nutzt, sie allein durchfahren oder dort lediglich parken möchte.

Ausführliche Informationen über die Alster Fahrradachsen gibt es hier: www.hamburg.de/alster-fahrradachsen

Quelle: Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation am 09.02.2018

Hessen: Mobilitätsfördergesetz gibt Kommunen Planungssicherheit - auch beim Radwegebau - pro Jahr mindestens 100 Mio. Euro Zuschüsse

Hessen gibt den Kommunen Planungssicherheit für Investitionen in Straßen, Busse und Bahnen: Das von Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir am Mittwoch in den Landtag eingebrachte Hessische Mobilitätsfördergesetz stellt pro Jahr mindestens 100 Mio. Euro Zuschüsse zu kommunalen Vorhaben zur Verkehrsinfrastruktur und zur nachhaltigen Mobilität zur Verfügung. "Wir wollen ein Verkehrssystem, das Mobilität mit mehr Komfort und mehr Produktivität verbindet, aber weniger Belastungen für Mensch, Klima und Umwelt verursacht", sagte der Minister.

Vorgesehen sind die Mittel unter anderem für Straßen, Pendlerparkplätze, Rad- und Fußwege, die Modernisierung von Bahnhöfen und Bushaltestellen, den Bau und Ausbau von Straßenbahnstrecken, die Reaktivierung von Bahnlinien und den kommunalen Straßenbau. (...)

Derzeit wird die Förderung kommunaler Verkehrsinfrastruktur aus Mitteln bezahlt, die der Bund den Ländern zur Verfügung stellt. Hessen erhält dabei jährlich 96,5 Mio. Euro. Diese Regelung läuft jedoch Ende 2019 aus. Mit dem Mobilitätsfördergesetz ersetzt Hessen die Mittel aus eigener Tasche, verstärkt die Förderung auf dauerhafter Basis und richtet sie auf nachhaltige Mobilität aus.

Die Aufstockung auf mindestens 100 Mio. Euro greift bereits Anfang 2019. "Verkehrsvorhaben sind aufwendig und teuer", sagte Al-Wazir. "Kommunen brauchen daher verlässliche Rahmenbedingungen. Die gesetzliche Bindung der Mittel gibt sie ihnen."

Neue Schwerpunkte der Förderung sind die Elektromobilität und der Rad- und Fußverkehr. Dazu zählen beispielsweise die Anschaffung von Elektrobussen, der Bau von Radwegen. Förderfähig werden auch Carsharing- und Leihfahrradstationen, IT-Systeme sowie die Grunderneuerung kommunaler Verkehrswege. 

"Ein großer Teil der täglichen Wege wird innerorts zurückgelegt", sagte Al-Wazir. "Ob die Verkehrswende hin zu einer nachhaltigen Mobilität gelingt, hängt deshalb entscheidend von den Kommunen ab. Mit dem Mobilitätsfördergesetz unterstützen wir Hessens Städte und Gemeinden bei der Umsetzung einer zukunftsfähigen Verkehrspolitik."

Quelle: Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung am 28.02.2018

Hessen: Initiative Radentscheid Darmstadt sammelt bis 30. April 2018 Unterschriften für einen Bürgerentscheid

Die Initiative Radentscheid Darmstadt startete am 7. Februar 2018 mit der Veröffentlichung von sieben Zielen für die Fahrradstadt Darmstadt die Unterschriftensammlung für einen Bürgerentscheid. Damit wächst die bundesweite Bewegung für die Verkehrswende von unten, die nach den desaströsen Ergebnissen der Koalitionsverhandlungen im Bund dringender denn je gebraucht wird. Die Initiative Radentscheid Darmstadt ist Teil des Netzwerkes von Changing Cities e.V., dem Trägerverein des Volksentscheids Fahrrad in Berlin.

Nach der erfolgreichen Initiative Radentscheid Bamberg und der bevorstehenden Verabschiedung des Mobilitätsgesetzes in Berlin, das auf die Initiative Volksentscheid Fahrrad zurückgeht, ist Darmstadt dritte Stadt in Deutschland mit einer öffentlich aktiven Radentscheid-Initiative. Der Start der Initiative in Darmstadt zeigt die erstarkende Zivilgesellschaft im Bereich der Verkehrswende. Bis zum 30. April 2018 will die Initiative mindestens 3.447 Unterschriften sammeln. Sie strebt einen Bürgerentscheid parallel zur hessischen Landtagswahl am 28. Oktober 2018 an. (...)

Das Bürgerbegehren besteht aus sieben Zielen:

  1. Planungen nach dem Stand der Technik
  2. Fünf Kilometer sichere Radwege an Hauptstraßen pro Jahr
  3. Drei sichere Kreuzungen pro Jahr
  4. Fünf Kilometer attraktive Nebenstraßen pro Jahr
  5. Effektive Mängelbeseitigung
  6. 50 Bordsteinabsenkungen pro Jahr
  7. Zehn Gehweg-Aufplasterungen an Kreuzungen pro Jahr

Quelle: Changing Cities e.V. / Volksentscheid Fahrrad / Team Radentscheid Darmstadt am 10.02.2018

Nordrhein-Westfalen: Leistungsfähige Rad-Pendler-Routen im Rechtsrheinischen – Erstellung einer Machbarkeitsstudie

Um die Verkehrssituation in der Region zu entlasten und gleichzeitig einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten, fördert die Stadt Leverkusen klimafreundliche Mobilität, beispielsweise mit dem Fahrrad. Denn das Fahrrad wird längst nicht mehr nur in der Freizeit genutzt, sondern bei passender Infrastruktur auch für den Berufs- und Freizeitverkehr immer attraktiver. Daher haben sich Ende 2017 die Städte Bergisch Gladbach, Köln, Leverkusen, der Rheinisch-Bergische Kreis und der Rhein-Sieg-Kreis zusammengeschlossen, um zu prüfen, inwiefern leistungsfähige Radwegeverbindungen in der Region machbar wären.

Aktuell hat jetzt ein externes Fachbüro seine Arbeit aufgenommen, um eine Machbarkeitsstudie zu erstellen. Diese soll untersuchen, wo und in welcher Qualität solche Strecken sinnvoll wären. Angedacht sind dabei jeweils Routen, die von den Städten Niederkassel und Troisdorf im Rhein-Sieg Kreis, von Bergisch Gladbach und Rösrath im Rheinisch-Bergischen Kreis und von Leverkusen sowie dem Norden des Rheinisch-Bergischen Kreises aus sternförmig nach Köln führen. Das Büro prüft auch, in welcher Form eine Umsetzung möglich wäre und welche Kosten dadurch entstehen würden. Dazu finden in den nächsten Wochen erste Gespräche mit allen beteiligten Kommunen statt. Nach der Bestandsanalyse und Probefahrten vor Ort durch das Büro werden dann im Frühjahr auch ehrenamtliche Akteure aus Ortsgruppen, Verbänden und Vereinen im Projektraum gesondert einbezogen. Ziel der Studie ist es, einen Vorschlag für die weitere Planung von attraktiven und leistungsfähigen Pendlerrouten für Radfahrer zu entwickeln.

Quelle: Stadt Leverkusen am 16.02.2018

Nordrhein-Westfalen: Förderung des Radverkehrs beim Umbau Friedrich-Ebert-Straße in Düsseldorf mit Radstreifen
 
Die Friedrich-Ebert-Straße wird ab sofort zwischen Konrad-Adenauer-Platz und Berliner Allee umgestaltet. Kosten: rund 1,9 Millionen Euro.

Beigeordnete Cornelia Zuschke hat am Dienstag, 20. Februar 2018, den offiziellen Startschuss für die Neugestaltung des Straßenzuges gegeben. "Ich freue mich, dass wir heute ein weiteres Projekt aus dem Entwicklungskonzept Innenstadt-Südost 'EKISO' in Angriff nehmen können. Die Friedrich-Ebert-Straße wird durch die Umgestaltung aufgewertet, so dass sich hier in diesem Viertel des Umbruchs künftig ihre verbindende Funktion als moderner Standort für Wohnen, Arbeiten und Einkaufen weiter stärken wird", betonte die Beigeordnete beim offiziellen Bauauftakt.

Im ersten Abschnitt zwischen Konrad-Adenauer-Platz und Karlstraße wird die Friedrich-Ebert-Straße komplett umgestaltet. Dieser Straßenabschnitt und der bereits umgestaltete Vorplatz Immermannhof werden zukünftig als "Tor zur Innenstadt" eine gestalterische Einheit bilden und die Orientierung in Richtung Innenstadt stärken.

Die fußläufige Verbindung zwischen Bahnhof und Altstadt wird zu einer Allee. Dazu werden die Gehwege verbreitert und 13 neue Säulenhainbuchen gepflanzt. Diese werden die im Vorfeld nötigen acht Baumfällungen kompensieren.

Der Kraftfahrzeugverkehr wird herausgenommen und auf diese Weise der Öffentliche Personennahverkehr gestärkt. Busse, Anlieger, Lieferverkehr und Radfahrer dürfen weiter diesen Abschnitt der Friedrich-Ebert-Straße nutzen. Die Haltestellen werden barrierefrei ausgebaut. Alle räumlichen Elemente wie Bäume, Wartehallen, Sitzelemente, Fahrradständer, Müllbehälter und eine neue öffentliche Toiletten-Anlage werden auf einem parallel zur Straße verlaufenden ebenerdigen Pflasterstreifen, dem "Funktionsband", gebündelt. Leuchtend grüne Lichtstelen säumen gemeinsam mit dem natürlichen Grün prägnant das "Tor zur Innenstadt".

Im zweiten Abschnitt der Friedrich-Ebert-Straße von der Karlstraße bis zur Berliner Allee wird durch punktuelle Einzelprojekte, vor allem durch die Erneuerung des Mobiliars, das Aufstellen von vier Bänken, neuen Müllbehältern, sowie der Neubepflanzung der Baumscheiben eine gestalterische Vereinheitlichung und Führung erreicht.

Als besonderes gestalterisches Element werden etwa 50 Radständerstelen in grüner Signalfarbe neben jeder Baumscheibe aufgestellt. Sie leiten den Weg vom Konrad-Adenauer-Platz in Richtung Innenstadt und orientieren sich in Form und Farbgebung an den leuchtend grünen Lichtstelen des ersten Abschnittes. Entlang der gesamten Straße wird die Beleuchtung ergänzt. Die Seilleuchten werden verdoppelt.

Radverkehrsförderung: Im Zuge der Umgestaltung der Friedrich-Ebert-Straße wird auch der Radverkehr gefördert. Von Karlstraße bis Berliner Allee wird auf der Friedrich-Ebert-Straße ein Radschutzstreifen angelegt. Die Radwegeverbindung über die Friedrich-Ebert-Straße bietet damit zur bestehenden Fahrradstraße Bismarckstraße eine bedarfsgerechte zusätzliche Fahrradwegeverbindung in Richtung Innenstadt.

Die Neugestaltung der Friedrich-Ebert-Straße soll Ende August 2018 fertiggestellt sein. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 1.910.000 Euro, wobei das Land Nordrhein-Westfalen im Rahmen des Städtebauförderprogramms "Aktive Stadt- und Ortsteilzentren" einen Zuschuss in Höhe von 60 Prozent gewährt.

Quelle: Landeshauptstadt Düsseldorf am 20.02.2018

Nordrhein-Westfalen: RVR entwickelt Bedarfsplan für Radmobilität in der Metropole Ruhr - Regionales Radwegenetz soll auf rund 1.900 Kilometer anwachsen - Hauptmerk liegt auf Alltagsverkehr

Der Regionalverband Ruhr (RVR) entwickelt zurzeit einen Fahrplan für den künftigen Radverkehr in der Metropole Ruhr. Ziel ist es, das bestehende Regionale Radwegenetz auf rund 1.900 Kilometer auszubauen und fit für die Mobilität im Alltag zu machen. Dabei werden auch die künftigen Freizeit- und radtouristischen Bedarfe berücksichtigt.

Dazu Martin Tönnes, Beigeordneter Planung beim RVR: "Durch attraktive städteübergreifende Radwege und deren intelligente Verknüpfung mit öffentlichen Verkehrsmitteln wollen wir zusätzliche und emissionsarme Mobilitätsangebote schaffen. Der bislang ausgebaute Radschnellweg Ruhr zeigt schon heute, dass ein solches Angebot im Alltagsverkehr intensiv genutzt wird. Das neu geplante Regionale Radwegenetz soll die Basis bilden, um das Fahrrad zu einem vollwertigen Verkehrsträger in der Metropole Ruhr zu entwickeln."

Das künftige Netz soll hierarchisch nach den drei Kategorien Radschnellverbindungen, Radhauptverbindungen und Radverbindungen aufgebaut werden. Die Wege unterscheiden sich hauptsächlich durch Breite und separaten Gehweg, der bei Radschnellwegen Grundvoraussetzung ist. Das aus diesen Bausteinen entwickelte Regionale Radwegenetz hat eine Gesamtlänge von rund 1.900 Kilometern. Davon sind für Regionale Radschnellverbindungen eine Streckenlänge von rund 360 Kilometern, für Regionale Radhauptverbindungen von rund 760 Kilometern und für Regionale Radverbindungen von rund 840 Kilometern geplant.

Ein Vergleich zwischen dem bisherigen Freizeitnetz und dem neukonzipierten Alltagsnetz zeigt, dass rund 36 Prozent deckungsgleich und damit für den Weg zur Arbeit und zur Schule nutzbar sind.

Weiteres Verfahren und Beteiligte: Ende 2016 hat der RVR begonnen, das Regionale Radwegenetz mit Unterstützung des Planungskonsortiums Planersocietät, Dortmund und Planungsbüro VIA, Köln weiterzuentwickeln. Von Anfang an in den Planungsprozess mit eingebunden sind die Kommunen und Kreise im Verbandsgebiet, die Emschergenossenschaft, Verkehrs- und Wirtschaftsverbände sowie die beiden RVR-Tochtergesellschaften, die RuhrTourismus GmbH (RTG) und die Business Metropole Ruhr GmbH (BMR).

Die Konzeption wird am 28. Februar im RVR-Planungsausschuss vorgestellt und danach den Kommunen und Kreisen zur Diskussion bereitgestellt. Der RVR stellt das Regionale Radwegnetz zudem in drei Teilraumkonferenzen vor. Nach Auswertung aller Hinweise und Anregungen aus den Kommunen und Kreisen wird die RVR-Verbandsversammlung voraussichtlich Ende 2018 endgültig über die Netzplanung entscheiden.

Das 2012 erarbeitete Regionale Radwegenetz bildet für den Regionalverband Ruhr derzeit die Grundlage für Planung, Bau und Betrieb von regionalen Radwegen in der Metropole Ruhr, das koordinierende Routen- und Qualitätsmanagement sowie das gemeinsame Marketing mit der RTG. Das bisherige Netz ist – abgesehen von dem Radschnellweg Ruhr RS 1 – eher freizeitorientiert. Allerdings werden einige der regionalen Trassen bzw. Routen auch jetzt schon als Schul- und Berufsweg genutzt. Diese Entwicklung sowie die steigende Nutzung von Pedelecs und den damit verbundenen größeren Reichweiten greift der RVR mit diesem Projekt auf. Laut des RVR-Umweltberichts 2017 soll der Anteil des Radverkehrs auf 25 Prozent im gesamten Verbandsgebiet steigen.

Quelle: RVR - Regionalverband Ruhr am 19.02.2018

Nordrhein-Westfalen: Strategiekonzept und Zielnetz 2025 für den Radverkehr in Unna 

Fahrrad fahren in der Kreisstadt Unna ist schon leicht – und soll noch attraktiver und sicherer werden.
Deshalb hat die Stadt hat unter Beteiligung des ADFC und des Beirat FahrRad ein Zielnetz 2025 sowie ein Strategiekonzept für den Radverkehr entwickelt. Beides bildet das Rückgrat der Förderung des Radverkehrs bis in das Jahr 2025, um folgende Ziele zu erreichen:

  • Steigerung des Radverkehrsanteils auf 25 Prozent
  • Verbesserung des städtischen Rangs beim ADFC-Fahrradklimatest
  • Steigerung der Verkehrssicherheit des Radverkehrs
  • Unter Einbeziehung der polizeilichen Unfalldaten wird das Hauptroutennetz analysiert. Hieraus werden Prioritäten zur Beseitigung der gefundenen Schwachstellen entwickelt.

Weitere Informationen finden Sie hier:

Quelle: Stadt Unna am 20.02.2018

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Stand der Information
28. Februar 2018
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