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Januar 2018

Radwegebau in den Bundesländern

Radwegbaustelle
Radwegbaustelle © Doris Reichel

Baden-Württemberg: Weiterer Lückenschluss des RadNETZ - Baubeginn am Neckartal-Radweg zwischen Lauffen und Heilbronn

Verkehrsminister Winfried Hermann hat am 26. Januar 2018, gemeinsam mit dem Bürgermeister der Stadt Lauffen Klaus-Peter Waldenberger den Startschuss für den Baubeginn eines wichtigen Teils des Neckartal-Radweges zwischen Lauffen und Heilbronn gegeben.  "Der Neckartal-Radweg wurde in diesem Monat erneut als ADFC-Qualitätsroute mit vier Sternen ausgezeichnet. Diese Auszeichnung ist eine Verpflichtung für alle Partner, weiter an der Qualität zu arbeiten. Hieran beteiligt sich das Land gerne", sagte Verkehrsminister Hermann beim Spatenstich in Lauffen am Neckar.

Der Abschnitt des Neckartal-Radwegs zwischen Lauffen und Heilbronn ist im RadNETZ Baden-Württemberg eine wichtige Verbindung für den touristischen Radverkehr und für die Alltagsnutzung. Der bisherige Verlauf des Radwegs entspricht nicht den Qualitätsstandards des RadNETZ und auch nicht der vorgesehenen Streckencharakteristik des Neckartal-Radwegs. Teilweise verläuft der bisherige Weg topografisch ungünstig mit einer Steigung von 10 bis 12 Prozent.

Bürgermeister Klaus-Peter Waldenberger sagte: "Mit Blick auf die Bundesgartenschau 2019 in Heilbronn und den dringenden Bedarf an einer sicheren, ganzjährigen und bequemen Radwegverbindung auch für die Lauffener Freizeit- und Berufsverkehrsradler, sind wir froh und danken der Firma Märker für das Entgegenkommen und Bund und Land für die finanzielle Unterstützung."

Minister Hermann erklärte: "Ich gratuliere der Stadt Lauffen, dass sie auch nach jahrelanger Planung und etlichen Rückschlägen nicht müde geworden ist, den Neckartal-Radweg zwischen Lauffen und Heilbronn weiter zu planen und dafür zu kämpfen, dass er realisiert werden kann. Um das Ziel des Landes zu erreichen, bis 2020 den Radverkehrsanteil von 2008 auf 16 Prozent zu verdoppeln und in Baden-Württemberg eine RadKULTUR zu schaffen, benötigen wir solche engagierte Kommunen."

Bereits im Jahr 2011 hatte Minister Hermann sich ein Bild von der örtlichen Situation machen können. Bevor mit dem Bau begonnen werden konnte, mussten Fragen von Naturschutz und Denkmalpflege, die erforderliche Hangsicherungsmaßnahmen sowie die Interessen des Zementwerkes miteinander in Einklang gebracht werden.

Das Land fördert den 3,6 Kilometer langen Bau des wichtigen Radwegeabschnitts mit rund 1,5 Millionen Euro.

Quelle: Ministerium für Verkehr am 26.01.2018

Baden-Württemberg: 1,2 Milliarden Euro für Straßenbau im Jahr 2017 - Auch Radwege profitierten

Der Zustand der Straßen in Baden-Württemberg verbessert sich weiter. Im vergangenen Jahr hat die Straßenbauverwaltung Baden-Württemberg für die Straßen im Land die Rekordsumme von 1,2 Milliarden Euro umgesetzt. Von den Maßnahmen profitierten nicht nur Autobahnen, Bundesstraßen und Landesstraßen, sondern auch Radwege. (...)

Als wichtige Maßnahme im RadNETZ BW hat Baden-Württemberg beispielsweise ein Lückenschluss im Zuge der B 28 zwischen Blaustein/Arnegg und Klingenstein umgesetzt. Weitere 30 Straßenbaumaßnahmen sowie sechs Radwegemaßnahmen an Bundesstraßen befinden sich derzeit noch im Bau. (...)

Für Ortsumgehungen sowie für Aus- und Neubau von Landesstraßen hat das Land rund 50,5 Millionen Euro ausgegeben. Für den Bau nachträglicher straßenbegleitender Radwege waren es rund 11,5 Millionen Euro. (...)

Bei den Radwegemaßnahmen hat das Land wichtige Projekte fertiggestellt:

  • Der Radweg in Freiburg/Günterstal-Horben im Zuge der L 124.
  • Der Radweg zwischen Anhausen und Bolheim im Zuge der L 1164.
  • Der Radweg zwischen Bühlerzell und Heilberg im Zuge der L 1072.
  • Der Radweg im Zuge der L 324 von Waldburg/Vorderwiddum bis zur K 8042.

Weitere 25 Radwegemaßnahmen befinden sich derzeit noch im Bau.

Quelle: Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg am 10.01.2017

Baden-Württemberg: Stadt Fellbach schließt Lücke in Nord-Süd-Verbindung für schnelle Fahrradanbindung

In Fellbach wurde in den letzten sieben Jahren nach und nach ein sicheres Wege-Netz zwischen Fellbacher Bahnhof und Rathaus-Carée angelegt, um Fahrradfahrern innerorts sichere und somit bessere Wege zu ermöglichen. Gemeinderat und Stadtverwaltung haben sich bereits seit vielen Jahren der Sicherheit für Radfahrer verschrieben. So setzen sie seit Jahren auf die Förderung des Radverkehrs, sowie auf die Einrichtung von schnellen Radverbindungen. Nicht zuletzt die günstige Topografie und kurze Wege für Radler sind in Fellbach ein Grund dafür.

Fahrradstraßen zur Vervollständigung der Fahrradrouten: Der Verkehrsentwicklungsplan soll nicht nur Schulwege sicherer machen, sondern auch Pendler zum Umstieg auf das Fahrrad motivieren. Bereits 2011 wurde mit der Pfarrer-Sturm-Straße die erste Fahrradstraße in Fellbach eingerichtet und die Theodor-Heuss-Straße als ebensolche vorzeitig, im Rahmen des Modellversuchs in der Bahnhofstraße, klassifiziert. Dadurch entstand die vollständige Fahrradroute zwischen Bahnhof und Rathaus-Carée.

Umbaumaßnahmen ab 15. Januar 2018: Mit den Umbaumaßnahmen ab Montag, 15. Januar, soll nun auch endlich die bislang provisorische Lücke in der schnellen Fahrradverbindung in Nord-Süd-Richtung geschlossen werden. Neben Einengungen im Straßenbereich - die auch bisher vorhanden waren - wird ein erster Kreisverkehr zwischen Theodor-Heuss- und Wernerstraße eingerichtet. Der Kreisel wird mit abgesenkten Bereichen eingerichtet, die ein Überfahren durch den Autoverkehr ermöglichen.

Beeinträchtigungen aufgrund des Umbaus: Im Rahmen der Baumaßnahmen wird die Theodor-Heuss-Straße ab Montag, 15. Januar 2018, zunächst für den Durchgangsverkehr gesperrt sein, weshalb die Zufahrt lediglich über die Pestalozzistraße erfolgen kann. Zudem können zeitweilig Parkplätze nicht zur Verfügung stehen. Anwohner werden jedoch durch die Baufirma und die städtische Verwaltung zeitnah über eventuelle Beeinträchtigungen informiert. Die Einrichtung der Fahrradstraße wird durch die Nationale Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums gefördert und soll bis Ende April vollständig abgeschlossen sein. Hintergrundinformationen Fahrradstraßen

Quelle: ADFK-BW am 12.01.2018

Baden-Württemberg: Stuttgart investiert deutlich mehr Geld für den Radverkehr in den Bau und die Planung von Infrastruktur, in Projekte und Personal

5,3 Millionen Euro jährlich für den Radverkehr stehen seit 2018 dauerhaft im Haushalt der Landeshauptstadt Stuttgart, wie eine Sprecherin der Stadt auf Nachfrage der Fahrradland-Redaktion mitteilte. Bei dem Geld handelt es sich unter anderem um Mittel für die Planung und den Bau neuer Infrastruktur sowie den Betrieb des Fahrradverleihsystems und der Fahrrad-Service-Stationen. Für die Jahre 2018 und 2019 stellt die Landeshauptstadt zusätzlich 800.000 Euro für die Planung weiterer Radrouten und den Bau von Fahrradparkhäusern und Fahrradgaragen in Wohngebieten zur Verfügung.

Von den dauerhaft zugesicherten 5,3 Millionen Euro fließen unter anderem 700.000 Euro in den Betrieb des Radverleihsystems und 100.000 Euro in den Betrieb der Fahrrad-Service-Stationen.

Auch personell rüsten die Ämter der Landeshauptstadt auf: Das Tiefbauamt hat beschlossen, drei neue Mitarbeiter für den Radverkehr einzustellen, beim Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung sind es zwei, das Amt für öffentliche Ordnung schafft 1,5 neue Stellen.

In den Jahren 2016 und 2017 investierte die Landeshauptstadt lediglich rund 2,9 Millionen Euro in den Radverkehr. Mit der Erhöhung des Etats und dem neuen Personal schafft Stuttgart die Grundlage für eine deutliche Verbesserung der Radverkehrsinfrastruktur und des Fahrradklimas.

Quelle: www.fahrradland-bw.de am 23.01.2018

Baden-Württemberg: Positive Bilanz der vier Rad-Zählstellen in Freiburg für 2017 - Insgesamt knapp drei Prozent mehr Radfahrten gezählt – alle Zählstellen online

Seit April 2012 zählt das Rad-Zähl-Display an der Wiwilibrücke und ermittelt immer höhere Werte. 2017 wurden hier fast 3,4 Millionen Radfahrende gezählt, 2,4 Prozent mehr als im Vorjahr und damit mehr als jemals zuvor. Im Durchschnitt fuhren hier 9.300 Radfahrende am Tag, am Spitzentag Mitte Mai sogar 16.800.

Seit Ende 2014 gibt es in Freiburg drei weitere Zählstellen, auf den drei Pilotrouten des Rad-Vorrang-Netzes: An der Dreisam (FR1) am westlichen Anfang der Hindenburgstraße, an der Güterbahn (FR2) zwischen Ferdinand-Weiß-Straße und Güterbahnbrücke sowie auf der geplanten Route Zähringen-Stühlinger-Vauban (FR3) in der Eschholzstraße Höhe Egonstraße.

An allen vier Zählstellen zusammen wurden seit Beginn der Zählungen über 31 Millionen Radfahrten erfasst: Eine gute Grundlage zur Beurteilung der Entwicklung auf der Radwegen - und die ist weiter positiv. Im Vergleich zum Vorjahr wurden an allen Zählstellen zusammen 2,8 Prozent mehr Radfahrten erfasst, das größte Plus mit 10,9 Prozent auf dem FR2 entlang der Güterbahn.

Frank Uekermann, Leiter des Garten- und Tiefbauamts (GuT) ist sehr zufrieden: „Die Ausbauprojekte der letzten Jahre zahlen sich weiter aus. Gerade auf dem FR2, auf dem wir dank der Investitionen des Landes und der Stadt Freiburg einige große Projekte umgesetzt haben, fahren immer mehr Menschen Rad. Schnell, bequem und sicher durch Freiburg, das zieht. Und 2018 geht es im Norden des FR2 weiter mit dem Ausbau.“

Die Werte aller vier Zählstellen sind jetzt auch online einsehbar: Unter www.freiburg.de/radverkehr gibt es neben vielen anderen Informationen zum Radverkehr auch einen Link zu den Ergebnissen der Zählstellen.

Zählt man alle vier Zählstellen zusammen - was nicht ganz korrekt ist, denn manche Radfahrende fahren ja an mehreren Zählstellen vorbei - , kommt man allein im Jahr 2017 auf fast 7,7 Millionen Fahrten mit dem Rad - nur an diesen vier Stellen. Würden diese Fahrten mit dem Auto zurückgelegt, gäbe es nicht nur viel mehr Staus und weniger freie Parkplätze, sondern auch rund 4.000 Tonnen mehr CO2 in der Atmosphäre.

Quelle: Stadt Freiburg am 05.01.2018

Baden-Württemberg: Landkreis  Ravensburg schnürt "Radverkehrspaket" - Kreisverwaltung sieht in Radverkehr eine wichtige Säule der nachhaltigen Mobilität und will mit gezielter Förderung einen weiteren Beitrag zum Klimaschutz leisten

Das Landratsamt Ravensburg will sich auch im neuen Jahr verstärkt für den Klimaschutz engagieren und dazu die Infrastruktur für Radfahrer im Landkreis verbessern. Vor allem die Beschilderung der Radwege und der Ausbau des Ladenetzes für Elektrofahrräder seien wichtige Bausteine auf dem Weg zu mehr klimafreundlicher Mobilität im Kreis, so das Landratsamt in einer Pressemitteilung.

"Wer das Rad nimmt, reduziert die Schadstoffbelastung, entlastet die Straßen, ist unter Umständen schneller am Ziel und hält sich nebenbei noch fit", wirbt Landrat Harald Sievers für den Umstieg von vier auf zwei Räder. Um das Radeln im flächenmäßig zweitgrößten Kreis im Land attraktiver zu machen, "planen wir ein Maßnahmenpaket, mit dem wir die Lebensqualität in den Kommunen steigern und zugleich dem zunehmenden Radtourismus Rechnung tragen möchten", so Sievers. Die Entwicklung der Maßnahmen wurde durch einen von der Ersten Landesbeamtin Eva-Maria Meschenmoser geleiteten Arbeitskreis mit Vertretern aus Verwaltung, Tourismus, öffentlicher Personennahverkehr und Radverkehrsexperten vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) und dem Verkehrsclub Deutschland (VCD) beratend begleitet. Handlungsbedarf bestehe laut den Experten vor allem bei der Beschilderung der Radwege. So sollen die Wegweiser zum einen erneuert sowie kreisweit einheitlich und durchgängig aufgestellt werden. Zum anderen sollen die Beschilderung digitalisiert und geeignete Stellen mit Informationstafeln versehen werden. "Eine einheitliche und vollständige Radwegebeschilderung ist eine wichtige Komponente, um den Radverkehr im Landkreis zu stärken. Entscheidend ist aber auch eine regelmäßige Qualitätskontrolle der Beschilderung", erklärt Martin Hulin vom ADFC Ravensburg.
 
Überdies will das Landratsamt mit einem dichteren Ladenetz für Elektrofahrräder die Mobilität kreisweit sicherstellen. Das sei bei der besonderen landschaftlichen Beschaffenheit des Landkreises unerlässlich. "Durch Oberschwaben und das Allgäu zu radeln ist zwar ungemein reizvoll, aber mitunter auch sehr anstrengend", weiß Eva-Maria Meschenmoser aus eigener Erfahrung. Die zunehmende Nutzung von E-Bikes eröffne hier ganz neue Perspektiven. "Sie brauchen jedoch auch eine geeignete Infrastruktur und darauf eingerichtete Anlaufstellen, etwa in der Gastronomie und an touristischen Orten", so Meschenmoser weiter. Geplant sei vom Landkreis selber beispielsweise, an den häufig von Radfahrenden aufgesuchten kreiseigenen Ausflugszielen Schloss Achberg und Bauernhaus-Museum Allgäu-Oberschwaben Wolfegg Ladestationen für E-Bikes zu errichten, die den Besuchern während ihres Aufenthaltes sogar kostenlos zur Verfügung stehen sollen.

Um eine Radkultur im Landkreis Ravensburg nachhaltig zu etablieren, will das Landratsamt der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg (AGFK-BW) beitreten. Dabei handelt es sich um einen Zusammenschluss von über 60 Kommunen, die sich zum Ziel gesetzt haben, den Fahrradverkehr im Land systematisch zu fördern. Durch das Netzwerk könnten Erfahrungen anderer Landkreise, Städte und Gemeinden von allen Mitgliedern genutzt werden und in die eigenen Vorhaben einfließen. "Mit gezielten Aktionen und Werbekampagnen werden wir dann die Bürgerinnen und Bürger sowie die Radtouristen auf unseren fahrrad- und klimafreundlichen Landkreis aufmerksam machen und hoffentlich für das Radeln bei uns begeistern können", ist Meschenmoser zuversichtlich.

Quelle: Landkreis Ravensburg am 05.01.2018

Bayern: Bamberger Stadtrat beschließt Radentscheid

Die Vollsitzung des Bamberger Stadtrates hat in der Sitzung am 31. Januar 2018 die sieben zulässigen Ziele des Radentscheids beschlossen. Rund 9.000 Unterschriften hatte die "Initiative Radentscheid" im vergangenen Jahr 2017 gesammelt. Am 27.09.2017 wurde im Stadtrat über die teilweise Zulässigkeit des Bürgerbegehrens beraten und die Verwaltung beauftragt, mit den Vertretern der Initiative "Radentscheid Bamberg" Gespräche mit dem Ziel zu führen, eine Verständigung über Mittel und Wege für die künftige Förderung des Radverkehrs in der Stadt Bamberg zu erreichen. Hierzu fanden im Zeitraum von Oktober 2017 bis Mitte Januar 2018 zahlreiche konstruktive Gespräche statt.

Mit dem Beschluss des Stadtrats über die zulässigen Ziele des Bürgerentscheides ist der Bürgerentscheid nach Artikel 18a Abs. 14 der Gemeindeordnung erledigt. Zur Umsetzung konkreter Maßnahmen zur Verbesserung des Radverkehrs hat der Stadtrat zudem bereits für das Haushaltsjahr 2018 – im Rahmen der vorhandenen Haushaltsmittel – folgendes "Maßnahmen-Paket 2018" beschlossen:

a) Image-Kampagne zur Stärkung des Radverkehrs
b) Herstellung von zusätzlichen Fahrradbügeln/Fahrradparkplätzen
c) Ausweisung von neuen Fahrradstraßen
d) Errichtung einer Radzählanlage
e) Zusätzliche sicherheitsfördernde Maßnahmen an ausgewählten Kreuzungen.
f) Antrag auf Mitgliedschaft in der "Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen in Bayern"
g) Umsetzung "Förderprogramm Lasten-Pedelecs"
h) "Runder Tisch" zur künftigen Verkehrsführung Lange Straße unter besonderer Berücksichtigung des Radverkehrs.

Die Mittel zur Förderung des Radverkehrs werden durch den Beschluss um 60.000 Euro erhöht. Dies entspricht den Kosten, die bei der Durchführung eines Bürgerentscheids angefallen wären. Bisher waren im Haushaltsjahr 2018 100.000 Euro für die Förderung des Radverkehrs allgemein und 10.000 Euro für die Umsetzung des Förderprogrammes "Lasten-Pedelecs" vorgesehen.

Quelle: Stadt Bamberg am 31.01.2018

Zur Originalpressemitteilung der Stadt Bamberg

Bayern: Machbarkeitsstudie für ersten Radschnellweg im Landkreis München vorgestellt

Bayerns Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann stellt Machbarkeitsstudie für ersten Radschnellweg im Landkreis München vor: Radschnellweg ist schnelle und umweltfreundliche Alternative - Verkehrsmix soll Berufsverkehr im Ballungsraum entzerren

Der Landkreis München bekommt seinen ersten Radschnellweg. Von der Stadtgrenze München nach Garching und Unterschleißheim soll die erste Pilotstrecke mit einer Länge von 13 Kilometern verlaufen. Das gab heute Bayerns Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann gemeinsam mit Münchens Landrat Christoph Göbel auf einer Pressekonferenz im Landratsamt München bekannt. "Fahrradfahren ist längst mehr als ein Hobby. Gerade im Ballungsraum ist das Radl eine schnelle und umweltfreundliche Alternative zum Auto geworden. In Zeiten von Abgasskandal und langen Staus im Ballungsraum sehen wir deshalb eine große Chance darin, die Infrastruktur für den  Radverkehr weiter auszubauen", so Herrmann. Der Radschnellweg soll nach ersten Kostenschätzungen rund 34 Millionen Euro kosten. Rund 8.000 Radfahrer täglich profitieren laut Analyse in Zukunft von dieser Strecke.

Für Herrmann ist der Ausbau von Fahrradwegen zudem einer von vielen Bausteinen für eine nachhaltige Mobilität:  "Gerade auf Strecken, auf denen wir hohe Pendlerströme haben, wollen wir im Alltagsverkehr eine hohe Zahl an Radfahrern erreichen. Dazu werden wir das Radwegenetz attraktiv ausbauen", so Herrmann weiter. So sollen die Fahrradfahrer mehr als die Hälfte dieser Strecke im Münchner Norden auf einem vier Meter breiten Weg in beide Richtungen fahren können. Die Geschwindigkeit auf dem Radschnellweg erreichen die Radler aber nicht nur durch den breiten Fahrstreifen. Auf mehr als 90 Prozent der Strecke können die Radler durchfahren, ohne dabei an einer Kreuzung anhalten zu müssen. Zudem erhöht die Trennung von Rad- und Fußweg die Verkehrssicherheit.

Der Freistaat Bayern ist nicht nur beim Bau von Radschnellwegen aktiv. Bis 2025 will Herrmann mit dem 'Radverkehrsprogramm Bayern 2025' erreichen, dass 20 Prozent aller Wege in Bayern mit dem Fahrrad zurückgelegt werden. Dafür wird der Freistaat das Radwegenetz insgesamt ausbauen. Rund 40 Millionen Euro Bundes- und Landesmittel plant Herrmann jährlich in den Erhalt und Ausbau des Radwegenetzes an Bundes- und Staatsstraßen zu investieren. Zudem unterstützt der Freistaat die Kommunen beim Bau von Radwegen. So fördert der Freistaat aktuell im Landkreis München beispielsweise mit knapp 440.000 Euro den Bau eines Geh- und Radwegs an der Kreisstraße M 14 zwischen Faistenhaar und Dürrnhaar bei Aying.

Quelle: Bayerisches Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr am 24.01.2018

Brandenburg: Ausbau der Bundesstraße B 102 zwischen der Autobahn A 2 und dem Gewerbegebiet Schmerzke bei Brandenburg an der Havel mit Radwegen

Verkehrsstaatssekretärin Ines Jesse und Rainer Bomba, Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur haben den 1. Spatenstich für den Ausbau der Bundesstraße B 102 zwischen der Autobahn A 2 und dem Gewerbegebiet Schmerzke bei Brandenburg an der Havel gesetzt. Der Bund finanziert das Vorhaben mit mehr als 13 Millionen Euro.

Ines Jesse: "Die B 102 ist der Hauptzubringer der Stadt Brandenburg an der Havel und der Nachbargemeinden zur A 2 und deshalb von großer wirtschaftlicher Bedeutung für die Region, insbesondere auch für die Wirtschaftsstandorte Rathenow und Premnitz. Im Zuge des Neubaus werden auch Radwege neugebaut. Das erhöht die Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmende. Eine Lärmschutzwand für die Ortslage Paterdamm soll für mehr Ruhe sorgen. Ich möchte jedoch schon zum Baustart um Verständnis werben, dass es während der Bauzeit auch zu Verkehrsbeeinträchtigungen kommen wird."

Die Bundesstraße wird dreistreifig mit wechselseitigen Überholfahrstreifen anbaufrei ausgebaut. Für langsam fahrende Fahrzeuge werden Wirtschaftswege neu gebaut. Die Verknüpfung der B 102 mit der Landesstraße L 88 und der Gemeindestraße zur Ortslage Paterdamm erfolgen über einen neuen Knotenpunkt mit Ampelregelung. Die Autobahnanschlussstelle Brandenburg (A 2 / B 102) wird neu gebaut und erhält eine Ampel. Am Ortseingang Rotscherlinde wird eine Mittelinsel zur Verkehrsberuhigung errichtet. Entlang der Strecke werden Radwege neugebaut, zwei Amphibiendurchlässe und ein Otterdurchlass sowie ein Lärmschutzwall in der Ortslage Paterdamm werden errichtet. Im Vorfeld erfolgte die Fällung von Bäumen.

Die Gesamtkosten betragen 13,23 Millionen Euro und werden vom Bund getragen. Die Fertigstellung ist für den Herbst 2019 vorgesehen.

Quelle: Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung am 22.01.2018
 
Hessen: Brit Scherer ist neue Rüsselsheimer Radverkehrsbeauftragte

Brit Scherer heißt die neue ehrenamtliche Radverkehrsbeauftragte der Stadt Rüsselsheim am Main. Der Magistrat hat die Verkehrsingenieurin dazu ernannt, nachdem der bisherige Radverkehrsbeauftragte Mario Schuller zum Jahresende 2017 nach knapp 15 Jahren seine Tätigkeit niedergelegt hatte. "Ich freue mich, dass wir für die vakante Position eine qualifizierte Nachfolgerin gefunden haben", sagt Oberbürgermeister Udo Bausch.

Scherer lebt seit 1992 in Rüsselsheim und ist zudem im Tiefbauamt der Stadtverwaltung als Verkehrsingenieurin tätig. Ihre neue Aufgabe wird sie ehrenamtlich außerhalb ihrer Arbeitszeit wahrnehmen. Allerdings bringt sie durch ihren Beruf umfassende Sachkenntnisse mit. "Ich fahre sehr gern Fahrrad und sehe viele positive Dinge, aber auch Dinge die verändert werden können. Durch meine berufliche Tätigkeit kenne ich außerdem jede Straße in Rüsselsheim, da ich für die Zustandserfassung mit zuständig bin", erläutert Scherer ihre Beweggründe, das Ehrenamt zu übernehmen.

Zum stellvertretenden ehrenamtlichen Radverkehrsbeauftragten hat der Magistrat den Leiter des Tiefbauamts Andras Ekkert bestimmt. Ekkert ist seit 2016 für die Stadt Rüsselsheim tätig und war zuvor schon zwei Jahre als ehrenamtlicher Radverkehrsbeauftragter für die Kreisstadt Groß-Gerau tätig. Dort hatte er auf Grund seiner fundierten Fachkenntnisse als Verkehrsbauingenieur auch das Radverkehrskonzept für die Kommune erstellt und die darin enthaltenen Maßnahmen zum großen Teil umgesetzt.

Erreichbar ist die neue Radverkehrsbeauftragte unter der Telefonnummer 0176 60314753, die E-Mailadresse radverkehrsbeauftragte@ruesselsheim.de oder auf Facebook unter www.facebook.com/brit.scherer.98.

Quelle: Stadt Rüsselsheim am Main am 18.01.2018
 
Mecklenburg-Vorpommern: Ostseeküsten-Radweg wird in Altefähr (Insel Rügen) weiter ausgebaut

Die Gemeinde Altefähr (Insel Rügen) plant den Ausbau des Radweges "Schwarzer Weg" von Altefähr (Gärtnerei) bis zur Bundesstraße 96. "Die Insel Rügen bietet Radfahrern landschaftlich beeindruckende Wege für kürzere und längere Touren. Ausgangspunkt für viele Ausflüge ist das Seebad Altefähr. Jetzt soll der Radweg in der Gemeinde ausgebaut werden, um das Radwegenetz auf der Insel weiter zu verbessern und so die Region touristisch weiter aufzuwerten", sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Radweg schließt Lücke zur Bundesstraße 96: Geplant ist, den bisher unbefestigten Weg zwischen Altefähr und der B 96 ab der Gärtnerei auf einer Länge von 405 Metern und einer Breite von zweieinhalb Metern auszubauen. Damit wird eine Lücke zur B 96 geschlossen. Der "Schwarze Weg" gehört zum Radwegenetz des Ostseeküstenradweges, der auf 278 Kilometern rund um die Insel führt. Der Ostseeküsten-Radweg führt über insgesamt circa 800 Kilometer von der dänisch-deutschen Grenze entlang der gesamten Ostseeküste, einschließlich der Umrundung der Insel Rügen, bis zur deutsch-polnischen Grenze bei Ahlbeck und leitet Ausflügler auf der Tour zu den UNESCO-Welterbestädten Wismar und Stralsund, den Rügener Kreidefelsen, der Usedomer Bäderarchitektur in Zinnowitz und letztlich zu den Kaiserbädern. "Die Region West-Rügen wird von den Gästen unseres Landes gern besucht. Mit dem Ausbau der Etappe wird die Gegend touristisch weiter aufgewertet", sagte Glawe.

Im Reisegebiet Rügen/Hiddensee gab es im Zeitraum Januar bis Oktober 2017 nach Angaben des Statistischen Amtes mehr als 1,2 Millionen Ankünfte und mehr als 5,9 Millionen Übernachtungen von Urlaubsgästen. In ganz Mecklenburg-Vorpommern waren es im gleichen Zeitraum insgesamt mehr als 6,8 Millionen Ankünfte und 27,3 Millionen Übernachtungen.

Wirtschaftsministerium unterstützt vor Ort: Die Gesamtinvestitionen für den Ausbau des Radweges betragen knapp 184.000 Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Verbindung mit Mitteln aus dem "Europäischen Fonds für regionale Entwicklung" (EFRE) in Höhe von rund 165.000 Euro.

Fahrradrouten in Mecklenburg-Vorpommern: In Mecklenburg-Vorpommern stehen neun Radfernwege mit etwa 2.300 Kilometern Länge sowie 21 Rundrouten zwischen 100 und 400 Kilometern Länge zur Verfügung. Insgesamt können die Radfahrer im Nordosten rund 5.100 Kilometer touristisch ausgeschilderte Radrouten und 1.900 Kilometer straßenbegleitende Radwege des überörtlichen Verkehrs nutzen.

Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit am 12.01.2018
 

Mecklenburg-Vorpommern: Radwegbrücke zwischen Dwang und Krösnitz (Schwerin) wird ab August 2018 gebaut - Uferradweg soll bis Herbst 2019 fertig sein

Was als Idee schon vor der Bundesgartenschau 2009 auf der Wunschliste Schwerins stand, kann jetzt dank einer 90-prozentigen Gesamtförderung durch das Infrastruktur-und das Wirtschaftsministerium MV  in die Tat umgesetzt werden. Die Förderung hat das  Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung der Stadt Schwerin in der vergangenen Woche in einem Schreiben nochmals  bestätigt.

Der Brückenschlag zwischen den Halbinseln Dwang und Krösnitz durch eine Radwegbrücke über dem Ostorfer See soll ab August beginnen. Der beim Bau des Radweges federführende  städtische Eigenbetrieb SDS wird den Brückenbau in Kürze ausschreiben. Der Zuschlag für die Krösnitzbrücke soll bereits im April erteilt werden. Das Bauwerk soll bis Juli 2019 fertig sein.

Die 3,30 m breite und 92 m lange Radwegbrücke wird aus vorgefertigten Stahlsegmenten bestehen, die mit Hilfe von Kränen auf Stahlpfeiler im Ostorfer See aufgesetzt werden. Die Bauleistungen für den Uferweg und die Wegeanbindung auf der Krösnitz werden parallel zu den Brückenbauarbeiten ausgeschrieben, sodass dieser naturnahe touristische Radverbindungsweg zwischen dem überregionalen Radfernweg Hamburg-Rügen und dem Residenzstädte-Radrundweg im Herbst 2019 fertiggestellt werden kann.

 "Über keinen anderen Radweg in der  Landeshauptstadt wurde so gründlich und so leidenschaftlich diskutiert. Ich bin froh, dass er kommt. Aktives Naturerlebnis steht bei unseren Gästen und auch  bei den erholungssuchenden Schwerinerinnen und Schwerinern hoch im Kurs. Unsere wunderschöne Kulturlandschaft und das Wechselspiel von Land und Wasser sind wichtige Gründe, hier Urlaub zu machen. Deshalb ist es höchste Zeit, dass sich Schwerin  besser mit den viel befahrenen überregionalen Radfernwegen vernetzt und dafür sorgt, dass diese Touristengruppe nicht an der Schwerin vorbei fährt, sondern durch die Stadt hindurch, um hier auch zu verweilen", beschreibt  Oberbürgermeister Rico Badenschier den Ansatz der der touristischen Entwicklungskonzeption der Landeshauptstadt Schwerin.

Der naturnahe touristische Radverbindungsweg wird auf städtischen Grundstücken direkt an den Ufern des Ostorfer Sees und des Faulen Sees entlangführen. Mit freiem Blick auf beide Seen und die Stadtsilhouette verspricht er hohe touristische Anziehungskraft. Die Strecke durch die Natur kann zudem weitgehend autofrei geführt werden, was im Vergleich zu einem straßenbegleitenden Radweg deutlich attraktiver ist. So werden an einer stark befahrenen Straße wie dem  Ostorfer Ufer täglich  21.700 Kraftfahrzeuge gezählt, darunter zwei Prozent Schwerlastverkehr.

Dort, wo die Radwegbrücke über den Ostdorfer See gebaut wird, muss in den nächsten Wochen für die Baustelle und den Kran Baufreiheit  geschaffen werden. Dazu  müssen bis Ende Februar 21 Bäume gefällt werden. Es handelt sich dabei überwiegend um Erlen. Kritik, wonach mit diesen Baumfällungen anderslautende Zusagen gebrochen würden, hält  SDS-Werkleiterin Ilka Wilczek für nicht berechtigt: "Uns hier Wortbruch vorzuwerfen ist falsch, weil wird dazu gar keine Aussage getroffen haben: Wir haben auf Beschluss der Stadtvertretung 2017 drei unterschiedliche Strecken- Varianten für den Uferweg über den Dwang untersucht und dabei auch Eingriffe in die Natur verglichen. Unsere Aussage bezog sich ganz klar auf diesen sehr umkämpften Teilabschnitt am südlichen Ufer des Dwang und nicht auf die Brücke."

Die Brückenplanung wurde dem Werkausschuss des Eigenbetriebs SDS zur Einleitung des Vergabeverfahrens bereits in der Dezembersitzung vorgestellt. Sobald konkrete Einzelheiten zu den technologischen Abläufen des Baugeschehens vorliegen werden Ortsbeiräte und die Öffentlichkeit darüber informiert, so die SDS.

Quelle: Landeshauptstadt Schwerin am 31.01.2018

Niedersachsen: Wolfsburg - Radweglückenschluss - Erste Ausbaustufe der Ost-West-Radverkehrsachse - Planungsvorbereitungen für E-Radschnellweg

Entlang der Kreisstraße 72 zwischen dem Ortsausgang Sülfeld und dem Ortseingang Ehmen ist in den vergangenen rund dreieinhalb Monaten ein rund 1,2 Kilometer langer neuer Radweg entstanden. Mit dem straßenbegleitenden Vorhaben wurde eine sichere Ortsverbindung geschaffen und eine wichtige Lücke im Radwegenetz der Stadt Wolfsburg geschlossen. Das Projekt wurde heute durch Oberbürgermeister Klaus Mohrs, Stadtbaurat Kai-Uwe Hirschheide, Ortsbürgermeisterin Bärbel Weist (Fallersleben/Sülfeld) und Ortsbürgermeister Peter Kassel (Ehmen/Mörse) gemeinsam freigegeben.

Der Abschnitt wurde mit einer Asphaltdecke in einer Breite von 2,5 Metern hergestellt. Im Zuge des Bauvorhabens wurde auch eine weitere Querungshilfe am Ortsausgang von Sülfeld realisiert. Damit wird die Verkehrssicherheit erhöht. Das Projekt schlägt mit einem Bauvolumen von rund 450.000 Euro zu Buche. Das Land Niedersachsen fördert das Projekt mit einem von 50 auf 60 Prozent erhöhten Zuschuss.

Um den Radweg in dieser kurzen Zeit realisieren zu können, war die Kreisstraße zwischen Ehmen und Sülfeld für den Verkehr voll gesperrt worden. Im Vorfeld befürchtete Verkehrsbehinderungen blieben dabei aus. Die Stadt dankt an dieser Stelle den Verkehrsteilnehmern und allen Beteiligten für die schnelle und störungsfreie Umsetzung des Vorhabens.

Im Jahr 2016 hatte der Rat der Stadt das Leitbild zur Radverkehrsförderung beschlossen. Darin enthalten ist auch die Forderung zum Schließen noch vorhandener Lücken im Radwegenetz. Mit den im vergangenen Jahr gestarteten Projekten an der Kreisstraße 72, entlang der Kreisstraße 114 und an der Landesstraße 290 (Almke – Hehlingen) wird dieses Ziel in 2018 zügig umgesetzt sein.

Zusätzlich wird auch die erste Ausbaustufe der Ost-West-Radverkehrsachse in Angriff genommen und die Grundsanierung eines Teilstückes des Radweges entlang der Kreisstraße 114 durchgeführt. Des Weiteren ist vorgesehen den Radwegeneubau im Bereich der Stellfelder Straße voranzubringen und die Planung für die Verlängerung des Komfortradweges vom Baugebiet Steimker Gärten in Richtung Innenstadt (Berliner Ring) zu starten. Ebenso laufen die Planungsvorbereitungen für den E-Radschnellweg.

Quelle: Stadt Wolfsburg am 08.01.2018

Niedersachsen: Lars Reineke ist Hamelns erster ehrenamtlicher Fahrradbeauftragter

Wenn es ums Radfahren geht, kann ihm niemand etwas vormachen. Lars Reineke kennt sie: Die Schleichwege, die gut ausgebauten Fahrradstrecken und die Schwachpunkte. Nun kann er sein Wissen ganz offiziell für die Stadt einsetzen: Reineke wurde von der Fahrradbegleitkommission zum ersten ehrenamtlichen Fahrradbeauftragten gewählt. Damit vertritt er ab sofort die Interessen der Hamelner Radfahrer. "Ich freue mich sehr auf meine neue Aufgabe", erklärt Reineke.

"Ich möchte ein Ansprechpartner für alle sein. Für Nicht-Radfahrer und Radfahrer und für die, die es noch werden wollen", so Reineke. Als Vermittler möchte er zwischen den Radfahrern und den Fahrrad-Fachleuten der Verwaltung stehen. "Die Kontakte ins Haus sind schon geknüpft", sagt der 43-Jährige. Nun sei man dabei, sich zusammenzusetzen, um zu schauen, wo und wie Hameln fahrradfreundlicher werden kann. "Der Norden und der Süden der Stadt sind schon gut erschlossen. Der Osten ist allerdings nach wie vor schwierig", erklärt Reineke. Die Südstadt oder Afferde zu erreichen, sei für Fahrradfahrer teilweise problematisch. "Auch die Klütstraße hat so ihre Tücken", kritisiert Reineke. Ebenso die Deisterstraße.

Und der Hamelner weiß, wovon er spricht. "Ich erledige alles mit dem Rad. Mit dem Auto fahre ich wirklich nur, wenn ich die Stadt verlassen will", so Reineke. Auch mit seiner sechsjährigen Tochter ist er des Öfteren auf dem Rad unterwegs. Dabei falle ihm häufig auf, wo in der Stadt Verbesserungsbedarf besteht. "Oft sind Wege komplett zugeparkt oder es passen keine zwei Räder vorbei", erklärt Reineke. Und das, egal mit welchem Rad er unterwegs ist. Denn Reineke hat  verschiedene Fahrräder: "Vom Sportrad bis zum ,Kneipenrad´, das auch mal eine Nacht draußen stehen kann." Diese kleine "Fahrrad-Sammelleidenschaft" kommt ihm auch beim Aufspüren von Problemstellen zu Gute. Er weiß, dass Lastenrad-Fahrer auf den schmalen Wegen häufiger mit Hindernissen zu kämpfen haben. "Und für Räder mit Anhängern sind Verkehrsinseln zu schmal bemessen", weiß Reineke aus eigener Erfahrung.

Doch nicht nur beim Fahrradfahren möchte Reineke Hameln voranbringen. Auch das Fahrrad-Parken hat er im Blick. "Es passiert hier schon viel -  aber es geht noch mehr", meint Reineke. Moderner und fahrradfreundlicher müssten Abstellmöglichkeiten seiner Meinung nach werden. "Speichenkiller", in die man sein Vorderrad einklemmen muss, sind ihm ein Dorn im Auge. Auch hier möchte er während seiner Amtszeit zu einem Fortschritt beitragen.

Noch frisch im Amt möchte Reineke sich aber zunächst einen Überblick verschaffen. "Ich möchte eine To-Do-Liste erstellen, Prioritäten erkennen und herausfinden, was den Leuten auf den Nägeln brennt", kündigt er an. Dann müsse man natürlich schauen, welche Probleme sich realistisch angehen lassen. Bürgerinnen und Bürger, die Ideen haben, wie man den Radverkehr in Hameln weiter verbessern kann, können sich an Reineke wenden. "Aber natürlich auch Verbände oder auch Unternehmen, die wissen möchten, wie sie fahrradfreundlicher werden können", erklärt Reineke.

Hamelns ehrenamtlichen Fahrradbeauftragten erreichen Sie unter der Telefonnummer 05151/9964414 und mail@radverkehr-hameln.de.

Quelle: Stadt Hameln am 24.01.2018

Niedersachsen: Erarbeitung eines Radverkehrsentwicklungsplans in Göttigen

Das Fahrrad genießt in Göttingen einen hohen Stellenwert. Bereits 28 Prozent aller Wege werden in Göttingen mit dem Rad zurückgelegt – und das ist mit Herausforderungen verbunden, da es zu Konflikten gerade auf schmalen Radwegen kommen kann. Deshalb wird ein Radverkehrsplan entwickelt, um den Radverkehr in den nächsten 10 bis 15 Jahren strategisch zu fördern und zu entwickeln. Der Radverkehrsentwicklungsplan enthält für dieses Ziel alleine 400 Maßnahmenvorschläge. Das reicht reicht vom einfachen Grünschnitt bis hin zum kompletten Straßenumbau. Im Entwurf des Radverkehrsentwicklungsplans sind ab Seite 37 die Handlungsschwerpunkte aufgeführt: Zum Entwurf des Radverkehrsentwicklungsplans (Stand 27.12.2017) 

Quelle: Stadt Göttingen am 31.01.2018

Nordrhein-Westfalen: Erste Bäume machen Platz für den Radschnellweg Ruhr im Gelsenkirchener Süden

Es geht voran: Erste Bäume machen für den Radschnellweg Ruhr im Gelsenkirchener Süden Platz. Am 17. Junuar 2018 begannen die Rodungsarbeiten an der Hattinger Straße und im Bereich des alten Bahnhofs Gelsenkirchen-Wattenscheid.

Für den neuen Radschnellweg wird die alte Trasse der Rheinischen Bahn im Gelsenkirchener Süden umgebaut. Der insgesamt knapp 3 km lange Abschnitt soll von der Hattinger Straße in Rotthausen bis zur Parkstraße in Ückendorf führen. Mit dem Fällen der Bäume und Büsche an der Hattinger Straße und im Bereich des alten Bahnhofs Gelsenkirchen-Wattenscheid gehen die Rodungsarbeiten weiter, die bereits vor einem Jahr begonnen haben und insgesamt aufwendiger seien als man gedacht hatte.

Quelle: www.radschnellwege.nrw (AGFS) am 17.01.2018

Nordrhein-Westfalen: Blaue Route Mönchengladbach –Stadt sieht Gewinn für die Verkehrssicherheit

Die Stadtverwaltung zieht ein positives Fazit aus dem ersten Vierteljahr mit der Blauen Route, der innerstädtischen Radschnellverbindung zwischen den Zentren von Mönchengladbach und Rheydt. Verkehrsmessungen und die Analyse des Unfallgeschehens zeigen, dass die Blaue Route aus dem Blickwinkel der Verkehrssicherheit absolut positiv bewertet werden muss.

Es mussten nur sehr wenige Verkehrsunfälle seit Einführung der Verkehrsregelung Fahrradstraße auf der Blauen Route durch die Polizei dokumentiert werden. Kein einziger davon steht im Zusammenhang mit der seit dem 20.09.2017 veränderten Verkehrsregelung.

Verkehrsmessungen auf der Brucknerallee zwischen Mühlenstraße und Nordstraße haben ergeben, dass die mittlere Geschwindigkeit mit 26 bis 29 km/h unter den vorgeschriebenen 30 km/h liegt. Die weit überwiegende Mehrheit der Kraftfahrzeuge fährt in einem Geschwindigkeitsbereich von 21 bis 35 km/h. Starke Geschwindigkeitsüberschreitungen kommen vor, stellen aber die absolute Ausnahme dar.

Täglich stattfindende Beobachtungen des Verkehrsgeschehens haben ebenfalls keine besonderen Auffälligkeiten ergeben. Die Polizei ist regelmäßig vor Ort und hat das Verkehrsgeschehen im Blick.

In diesem Zusammenhang wird noch einmal auf die dort geltenden Verkehrsregeln hingewiesen: Für den Fahrverkehr gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h, der Radverkehr darf weder gefährdet noch behindert werden, wenn nötig muss der Kfz-Verkehr seine Geschwindigkeit noch weiter verringern. Das Nebeneinanderfahren mit Fahrrädern ist erlaubt. Im Übrigen gelten die Vorschriften über die Fahrbahnbenutzung und die Vorfahrt.

Wichtig ist: Nur Anlieger dürfen die Fahrradstraße mit Kfz befahren, der Durchgangsverkehr muss entweder über die Rheydter Straße oder über die Theodor-Heuss-Straße / Gartenstraße fahren. Der Radverkehr hingegen muss auf der Fahrbahn fahren, die ehemals vorhandenen Radwege entsprechen nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik und bieten daher nun mehr Platz für den Fußverkehr. Die Förderung des Fußverkehrs ist der Stadt Mönchengladbach neben der Förderung des Radverkehrs ein wichtiges Anliegen. Im Dezember erst hatte der Rat der Stadt Mönchengladbach den Masterplan Nahmobilität beschlossen, ein gesamtstädtisches Fuß- und Radverkehrskonzept.

"Die Blaue Route ist und bleibt ein wichtiges Projekt für die Zukunft der Stadt Mönchengladbach. Die Anbindung der Hochschule an die beiden Hauptbahnhöfe der Stadt, die beide mit modernen Radstationen ausgestattet sind, wird mit der blauen Route gesichert, die als innerstädtische Radschnellverbindung konzipiert ist. Außerdem verbindet sie die beiden Stadtzentren in Gladbach und Rheydt und bietet dabei für den Radverkehr eine attraktive Alternative zu den parallel verlaufenden, vom Kfz-Verkehr stark belasteten Hauptverkehrsstraßen. Es gibt nicht viele Städte in Deutschland, die bereits eine so gute Hochschulanbindung für den Radverkehr vorweisen können", so Dr. Gregor Bonin, Technischer Beigeordneter für Planen, Bauen, Mobilität und Umwelt der Stadt Mönchengladbach.

Antworten auf häufig in Zusammenhang mit der Blauen Route gestellte Fragen finden Sie in einem FAQ. Das Verkehrsgeschehen auf der Blauen Route wird auch im Jahr 2018 und 2019 weiter evaluiert werden. Dabei bleibt es wichtig, Daten zu erheben, die eine fachlich objektive Bewertung der Situation vor Ort ermöglichen. Stadtverwaltung und Polizei stehen dabei auch zukünftig in engem Kontakt.

Quelle: Stadt Mönchengladbach am 22.01.2018

Nordrhein-Westfalen: Testphase für ein Jahr - Radeln in der Fußgängerzone in Bergisch Gladbach soll bald erlaubt sein
 
Bergisch Gladbach versteht sich als eine radfahrerfreundliche Stadt. Deshalb sollen immer mehr Möglichkeiten für Radfahrer geschaffen werden, bequem und sicher durch den Verkehr zu kommen. So wurde als eine der Maßnahmen des Mobilitätskonzeptes der Stadt im Jahre 2016 beschlossen, die Fußgängerzone in der Stadtmitte für den Fahrradverkehr testweise zu öffnen.

Radler dürften dann das, was sie heute eh schon in starkem Umfang tun: nämlich die Hauptstraße und ihre Nebenstraßen im Bereich zwischen Driescher Kreisel und Forumpark als Radfahrstrecke nutzen.

Nun soll es soweit sein. Mit Beginn der Fahrradsaison, also im März/April 2018, könnte das bislang Verbotene legal werden. Anregungen für die Umsetzung holten sich Verwaltung und Politik bei einer Exkursion nach Brühl, wo die offene Fußgängerzone bereits gelebter Alltag ist. Noch ist allerdings nichts offiziell entschieden. Zur konkreten Umsetzung will sich die Stadtverwaltung in den kommenden Wochen die Zustimmung der politischen Gremien einholen.

Um die einzelnen Nutzergruppen der Fußgängerzone auf die neue Situation vorzubereiten und zu sensibilisieren, will die Stadtverwaltung im Vorfeld der Öffnung eine intensive Öffentlichkeitsarbeit betreiben, um auf das neue Miteinander aufmerksam machen. Denn ein Miteinander soll es sein und kein Gegeneinander. Dazu müssen die Regeln klar definiert sein: Die Fußgänger bestimmen den Verkehr und haben stets Vorrang, Radfahrer müssen Schrittgeschwindigkeit fahren. Menschen mit Behinderungen müssen den Leitstreifen gefahrlos nutzen können. All dies soll durch Hinweise und Beschilderung vor Ort, aber auch in den Medien kommuniziert und durch Polizei und Ordnungsbehörde kontrolliert werden.

Fakt ist, dass die Fußgängerzone auch unerlaubt bereits ausgiebig von Radfahrern genutzt wird. Ende Oktober 2017 wurde an drei Tagen gezählt und insgesamt über 1.000 Fahrradfahrten auf verbotenem Terrain erfasst. Auffälligkeiten durch Unfälle gibt es hingegen nicht zu verzeichnen.

Das Ergebnis der Zählung lässt auf der anderen Seite den Schluss zu, dass die Hauptstraße als Verbindungsachse eine hohe Attraktivität ausstrahlt. Was eindeutig für die Öffnung spricht - natürlich unter Berücksichtigung der bereits erwähnten Vorrechte für Fußgänger. Die Durchlässigkeit der bisher gesperrten Strecke würde somit also auch die Attraktivität des Radfahrens in Bergisch Gladbach insgesamt erhöhen. Umwege werden vermieden, die Barrierewirkung der Innenstadt entfällt, eine Fahrradkultur entsteht. Für die im unmittelbaren Umfeld wohnenden Bürgerinnen und Bürger (das sind knapp 49.000 Personen im Umkreis von 2,5 km Luftlinie) wird es wesentlich einfacher, mal kurz aufs Rad zu steigen, um die City zu besuchen.

Größtmögliche Sicherheit und wirksame Gefahrenprävention soll auch mit zwei weiteren Maßnahmen erreicht werden: Bei großen Veranstaltungen in der Fußgängerzone (z.B. Markt, Kirmes, Weihnachtsmarkt, Stadtfeste, Bautage etc.) bleibt das Radfahren auch zukünftig verboten; auf diese Sonderregelungen soll per Hinweisschild aufmerksam gemacht werden. Fahrradabstellanlagen sollen außerdem nicht auf der Hauptstraße installiert werden, um unnötige Gefahrenpunkte zu vermeiden. Vielmehr sollen sie auf die umliegenden Nebenstraßen ausgelagert werden.

Die Verwaltung wird die Öffnung der Fußgängerzone für den Radverkehr intensiv mit der Politik beraten. Erste Gelegenheit dazu besteht in der Sitzung des Inklusionsbeirates am 17. Januar 2018. Am 6. Februar soll im Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz, Infrastruktur und Verkehr der Beschluss folgen.

Positive Signale aus der Politik gab es bereits beim ersten "Runden Tisch Fahrradfreundliches Bergisch Gladbach". Vertreten waren Politik, Verwaltung, Polizei sowie die Interessensverbände ADFC, ProVelo und VCD. Das Gremium sieht in der Attraktivierung der Innenstadt für Fahrradfahrer eine vielversprechende Maßnahme, um der nachhaltigen Verlagerung des Verkehrs vom Auto aufs Fahrrad ein Stück näher zu kommen. Wenn es gelingt, das Pkw-Aufkommen spürbar zu verringern, ist auch insgesamt eine bessere Erreichbarkeit der City zu erwarten. Die Mehrheit sprach sich für eine testweise Öffnung der Fußgängerzone aus. Auch die IG Stadtmitte hat sich positiv zur Öffnung der Fußgängerzone geäußert.

Die Testphase soll zunächst ein Jahr umfassen. Danach wird unter Einbeziehung aller beteiligten Akteure Bilanz gezogen und über eine endgültige Regelung entschieden.

Quelle: Stadt Bergisch Gladbach am 16.01.2018
 
Nordrhein-Westfalen: Neue Meilensteine für den Essener Radverkehr - Einbahnstraßen und Fahrradstraßen

Im Jahr als Grüne Hauptstadt Europas - Essen 2017 konnten gleich zwei Meilensteine für den Essener Radverkehr erreicht werden: Neben der Öffnung der 300. Essener Einbahnstraße für den Radverkehr wurde außerdem die "Westroute" beschlossen, die die Anzahl der Fahrradstraßen in Essen auf über 50 steigen lässt.

300. für den Radverkehr geöffnete Einbahnstraße

Mit der Kastanienallee im Essener Stadtkern wurde heute (20.12.) die Öffnung der 300. Einbahnstraße für den Radverkehr offiziell begangen. Damit sind mehr als die Hälfte der in Essen vorhandenen Einbahnstraßen für den Radverkehr geöffnet. Durch die Öffnung von Einbahnstraßen werden für Radfahrerinnen und Radfahrer Umwege minimiert und Hauptverkehrsstraßen sowie Kreuzungen können teilweise umfahren werden.

Die Brigittastraße in Essen-Rüttenscheid war 1992 die erste Einbahnstraße, die für gegenläufigen Radverkehr freigegeben wurde. Auch welche die 301. für den Radverkehr offene Einbahnstraße sein wird, steht bereits fest: Im Zuge des Umbaus der Haltestelle Weserstraße in Essen-Bergerhausen wird auch die Werrastraße für den gegenläufigen Radverkehr geöffnet werden.

Über 50 Fahrradstraßen dank der Einrichtung der "Westroute"

Mit der nun beschlossenen "Westroute" soll die Radroute von der Essener Innenstadt bis nach Essen-Frintrop vervollständigt werden. Dafür werden auf der etwa 7,5 km langen Strecke Heinrich-Strunk-Straße bis Breukelmannshof zwölf neue Fahrradstraßen eingerichtet, die zu den bereits bestehenden 41 Fahrradstraßen hinzukommen. Nach Fertigstellung wird es damit über 50 Fahrradstraßen im Essener Stadtgebiet geben. Die Route wird größtenteils parallel zur Frintroper Straße verlaufen und somit eine gute Ausweichmöglichkeit gegenüber der stark befahrenen Hauptstraße bieten.

Die Umsetzung der Maßnahme ist für das Jahr 2018 geplant und ist voraussichtlich mit Kosten in Höhe von etwa 60.000 Euro verbunden.

Seit mehr als 15 Jahren richtet die Stadt Essen bereits Fahrradstraßen im Radverkehrsnetz ein. Sie erhöhen sowohl Komfort als auch Sicherheit des innerstädtischen Radverkehrs: Radfahrerinnen und Radfahrer können nebeneinander fahren und sind für den motorisierten Straßenverkehr besser sichtbar

Quelle: Stadt Essen am 31.01.2018
 
Nordrhein-Westfalen: Herford auf dem Weg zur Fahrradstadt
 
Rund 80 interessierte Herforderinnen und Herforder diskutierten mit Experten (Planungsgemeinschaft Verkehr) am 26. Januar 2018 über ein neues Radwegekonzept für die Hansestadt Herford. Das Radfahren in Herfor soll attraktiver werden, dazu gehört eine gute Infrastruktur. Die Planungsgemeinschaft Verkehr (PGV) wurde von der Stadt beauftragt, ein Radwegekonzept zu entwickeln. Das Konzept ist Teil des Stadtentwicklungs-Projekts "Mein Herford 2030". Im Bürgerforum in der Gesamtschule Friedenstal kamen rund 80 Interessierte zusammen, um Ideen vorzubringen, Kritik zu äußern und Vorschläge zu entwickeln. Mit dabei waren Vertreter der Lokalpolitik, Vertreter verschiedener Firmen, Polizei und Stadtverwaltung. Fünf Themenorte waren eingerichtet worden, die die Besucher nach und nach abgehen konnten. Darunter die Themen: "Mit dem Rad durch die Innenstadt", "Radfahren heißt Klimaschutz", "Ausgewählte Problemstellen". Dabei ging um Unfallgefahren, Abstellmöglichkeiten und fehlende Auflade -Stationen für E-Bikes. "Wir möchten, dass die Bürgerinnen und Bürger das Radwegekonzept mitgestalten", wünscht sich Bürgermeister Tim Kähler. Die Ergebnisse des Abends werden möglichst breit in das Radwegekonzept miteinfliessen. Das beauftragte Büro PGV, das die Veranstaltung moderierte, hat dazu alle Ideen und Anregungen auf einer großen Leinwand zusammengetragen.
 
Das überarbeitete Radwegekonzept wird in einer weiteren öffentlichen Veranstaltung am 11. Juni 2018 vorgestellt.
 
Quelle: Hansestadt Herford am 26.01.2018
 
Sachsen: Bau des rechtsseitigen Elberadweges zwischen der Elbbrücke im Zuge der Bundesautobahn A4 und dem Dresdner Stadtteil Altkaditz genehmigt

Die Landesdirektion Sachsen hat den Bau des rechtsseitigen Elberadweges zwischen der Elbbrücke im Zuge der Bundesautobahn A4 und dem Dresdner Stadtteil Altkaditz genehmigt. Auf Grundlage des Planfeststellungsbeschlusses kann die Landeshauptstadt Dresden als Vorhabenträgerin die Vorbereitungen für den Neubau der Trasse in Angriff nehmen.

Der Radweg beginnt unterhalb der Autobahnbrücke über die Elbe. Die Trasse verläuft ab dort entlang der Westflanke des bestehenden Elbdeiches parallel zum Fluss bis zur Kaditzer Flutrinne, die gequert wird. Knapp 120 Meter vor dem Bauende knickt der Geh- und Radweg nach Nordosten ab und schließt nach 970 Metern Gesamtneubaulänge an die Deichüberfahrt der Hochwasserschutzanlage Pieschen-Altkaditz zur Borngasse an, die dann weiter zum Ortskern Altkaditz führt. Weiterer Bestandteil der Planung ist die etwa 280 Meter lange Anbindung des Elberadweges an den Geh- und Radweg auf der Autobahnbrücke. Der Radweg, der natürlich auch als Geh- und Wanderweg nutzbar ist, wird drei Meter breit sein. Als Belag kommt Asphalt zum Einsatz.

Das Bauvorhaben befindet sich in sensiblen Naturschutzgebieten. Zur Kompensation der mit dem Bau des Elberadweges erforderlichen Eingriffe in Natur und Landschaft sind Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen vorgesehen.

Dazu gehören unter anderem die Aussaat von heimischem Wiesensaatgut auf den Anpassungsstreifen und Banketten des Radweges sowie der Rückbau des Wirtschaftsweges neben der Ausbautrasse auf einer Fläche von 812 Quadratmetern und die anschließende Wiederentwicklung der standorttypischen Frischwiese. Der Ausgleich erfolgt aber auch an anderen Stellen auf Dresdner Flur: So wird die Kuksche unterhalb der Pillnitzer Landstraße bis zur Mündung in den Helfenberger Bach in Dresden-Niederpoyritz offengelegt und ein wilder Parkplatz an der Marienbrücke auf einer Fläche von 1.250 Quadratmetern entsiegelt.

Mit dem Vorhaben wird ein attraktiver und sicherer Verkehrsraum für Radfahrer und Fußgänger geschaffen. Der Neubau verlängert die nahe dem rechten Elbufer gelegene direkte und schnelle Verbindung für Radfahrer zwischen Dresden und Meißen um einen weiteren Kilometer. Gegenwärtig müssen Radfahrer für die Strecke noch einen Umweg über Hauptverkehrsstraßen wählen, nicht für den Radverkehr geeignete provisorische Wege entlang der Elbe nutzen oder über die Autobahn auf die linke Elbseite wechseln, um dem dortigen durchgängigen Elberadweg bis Meißen zu folgen.

Der Planfeststellungsbeschluss zum neuen Elberadweg wird nach vorheriger öffentlicher Bekanntmachung zu jedermanns Einsicht in der Landeshauptstadt Dresden öffentlich ausgelegt.

Quelle: Landesdirektion Sachsen am 25.01.2018
 
Thüringen: Radverkehrskonzept Weimar 2030 beschlossen
 
Die bereits im Jahr 2015 begonnene Fortschreibung des Radverkehrskonzeptes Weimar fand mit der Zustimmung des Stadtrates in seiner Sitzung am 31. Januar 2018 ihren Abschluss. Das vorliegende Konzept soll jetzt als Handlungsrahmen zur Förderung des Fahrradverkehrs und zum Ausbau der Fahrradinfrastruktur bis zum Jahr 2030 dienen.
 
Die AG Radverkehr, die bereits seit ca. 20 Jahren die Belange des Fahrradverkehrs in der Stadt Weimar koordiniert und sich aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtverwaltung, Mitgliedern des Stadtrates, Vertretern verschiedener Organisationen und interessierten Bürgerinnen und Bürgern zusammensetzt, soll jetzt als empfehlendes Gremium die Koordinierung und Steuerung der Umsetzung des Konzeptes übernehmen.

Nach der Problemanalyse aus den Jahren 2015 und 2016 wird das Konzept mit einem Maßnahmenkonzept ergänzt, in dem umfangreiche Vorschläge zur Verbesserung der Bedingungen des Radverkehrs in Weimar enthalten sind. Vorangestellt werden aus der Problemanalyse abgeleitete allgemeine Leitlinien und Ziele sowie die planerischen Grundlagen, wie z.B. der Nationale Radverkehrsplan 2020.

Neben Vorschlägen zum Ausbau des Radwegenetzes und zur Führung des Radverkehrs in der Stadt, zur Ergänzung von Fahrradabstellanlagen und zu einfachen Maßnahmen zur Markierung und Beschilderung wird auch ein deutliches Augenmerk auf die Notwendigkeit zur Verbesserung des Fahrradklimas, der Verkehrssicherheit und auf die gegenseitige Rücksichtnahme im Straßenverkehr gelegt. Dazu soll die Öffentlichkeitsarbeit verbessert werden.

Das Radverkehrskonzept Weimar 2030 finden Sie hier: stadt.weimar.de/buergerservice/dienstleistung/fahrradverkehr-592; PDF-Download: Radverkehrskonzept Weimar 2030; Kontakt und weitere Informationen: Herr Dunkel, Tel.: 03643/762-265 (bis 23. März 2018), E-Mail: radverkehr@stadtweimar.de
 
Quelle: Stadt Weimar am 31.01.2018
 
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31. Januar 2018
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