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Modellstrecke für den Radschnellweg Ruhr in Mülheim eröffnet

Logo des RS1 - Radschnellweg Ruhr
© Regionalverband Ruhr

Schnell und direkt mit dem Rad von Essen nach Mülheim - Land, RVR und die beteiligten Städte eröffnen neuen Abschnitt des Rad- und Fußwegs "Rheinische Bahn" als Modellstrecke für den Radschnellweg Ruhr

Der Regionalverband Ruhr (RVR) hat den Abschnitt der Rheinischen Bahn auf Mülheimer Stadtgebiet in der Qualität eines Radschnellwegs ausgebaut. Der rund fünf Kilometer lange und sechs Meter breite Rad- und Fußweg verläuft von der Brücke Reuterstraße bis zum Mülheimer Hauptbahnhof. Die vollständig ausgebaute Bahntrasse "Rheinische Bahn" vom Essener Universitätsgelände bis Duisburg soll das Herzstück der "A 40 für Radfahrer" quer durch die Metropole Ruhr sein.

NRW-Verkehrsminister Michael Groschek und RVR-Regionaldirektorin Karola Geiß-Netthöfel eröffneten am 27. November 2015, gemeinsam mit dem Parlamentarischen Staatssekretär des NRW-Umweltministeriums, Horst Becker, den Oberbürgermeistern aus Mülheim an der Ruhr und Duisburg, Ulrich Scholten und Sören Link sowie Stadtdirektor Hans-Jürgen Best die neue Strecke.

"Der heute eröffnete Radweg ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Kurs zum Radschnellweg Ruhr von Duisburg bis Hamm. Mit diesem städteverbindenden Abschnitt zwischen Essen und Mülheim zeigen wir schon heute, wie zukunftsweisende Mobilität in Ballungsräumen künftig aussieht", bekräftigt RVR-Direktorin Karola Geiß-Netthöfel. "Das einstimmige Votum der Stadträte und des Kreistags Unna sowie die große Begeisterung der Menschen für eine zentrale Ost-West-Achse in der Metropole Ruhr bestärken uns in unserer Absicht, den Radschnellweg Ruhr konsequent bis Duisburg auszubauen."

Minister Groschek zeigt sich zuversichtlich: "Der Radschnellweg Ruhr ist ein Projekt mit bundesweiter Strahlkraft. Mit dem RS1 von Hamm bis Duisburg wird das Ruhrgebiet zum Wegbereiter für eine moderne, umweltschonende, gesunde und nachhaltige Mobilität. Über 60 Prozent der befragten Bürger haben sich im vergangenen Jahr für den RS1 ausgesprochen, 21 Prozent würden hier in Zukunft zusätzlich mit dem Rad zur Arbeit fahren. Ich bin sicher, das werden noch mehr, wenn sie buchstäblich erfahren, wie entspannt und zügig man auf der großzügig ausgebauten Referenzstrecke pedalieren kann."

"Die Erreichung der Klimaschutzziele ist ohne Veränderung unseres Mobilitätsverhaltens nicht möglich. Nichtmotorisierte Nahmobilität auf solch attraktiven und weitgehend kreuzungsfreien Radschnellwegen ist ein wichtiger Baustein zu weniger Emissionen im Verkehr", unterstreicht Staatssekretär Horst Becker den Umweltaspekt der Radwege. "Deswegen hat das Haus von Minister Remmel die fertiggestellten Abschnitte In Mülheim und Essen auch mit insgesamt 12,2 Millionen Euro aus dem früheren ÖPEL-Programm in Verbindung mit dem EFRE gefördert. Aber Radfahren hält auch fit und gesund und macht ganz besondere Freude, wenn man bei kurzen und mittleren Strecken oft noch schneller von Haus zu Haus kommt, als dies mit dem PKW durch die Staus der Fall ist."

Die Rheinische Bahn, das Herzstück des Radschnellwegs Ruhr

Der neue Rad- und Fußweg auf der ehemaligen Gütertrasse der Rheinischen Bahn verläuft vom Abzweig Grugatrasse in Essen parallel zu den Bahngleisen bis zur Rampe Max-Kölges-Straße in Mülheim an der Ruhr. Der vier Meter breite, asphaltierte Rad- und der zwei Meter breite Fußweg aus einer Kiesschicht (einer wassergebundenen Decke) sind durch einen halben Meter breiten Schotterstreifen voreinander getrennt. Ausnahmen bilden Wegeanschlüsse oder Kabeltrassen. An diesen Stellen wurde durchgehend gepflastert. Auf den Brücken wird der Weg zudem schmaler.

Für die neue Strecke wurden elf Zugänge geschaffen, drei Treppen, vier Rampen bzw. vier ebenerdige Einstiege. Der wichtigste Zugang zur Trasse befindet sich auf der Nordseite des Bahndamms in Mülheim. Parallel zur Max-Kölges-Straße wurde in den ehemals steilen Böschungsbereich eine Rampe gebaut, die auch Rettungs- und Pflegefahrzeuge nutzen können. In Höhe des Mülheimer Hauptbahnhofs bietet eine Treppe den direkten Zugang zur Innenstadt. Zwei weitere Treppen mit Radschienen führen zur Brückstraße und zum Eppinghofer Bruch / Winkhauser Bachtal. Rampen sind an Geitlingstraße, Leybankstraße und Körnerstraße. An Inselstraße, Alexanderstraße, Eppinghofer Bruch und der Otto-Hue-Straße befinden sich ebenerdige Einstiege.

Die Gesamtausbaukosten für den neuen Wegeabschnitt belaufen sich auf rund 5,7 Millionen Euro. Das Projekt wurde gefördert durch die EU zu 50 Prozent und durch das Land NRW zu 30 Prozent. Die verbleibenden 20 Prozent sind Eigenmittel des RVR.

Im Endausbau der ehemaligen Güterbahntrasse "Rheinische Bahn" entsteht ein 21 Kilometer langer Abschnitt des künftigen Radschnellwegs Ruhr vom Essener Universitätsgelände bis Duisburg. Mit den Essener und Mülheimer Teilstücken ist fast die Hälfte der Strecke fertig. Die beiden Innenstädte sind jetzt kreuzungsfrei und steigungsarm zu erreichen. In Kürze wird der Radweg bis zur Hochschule Ruhr-West weitergeführt.

Radschnellweg Ruhr nimmt Tempo auf

Die Planung des Radschnellwegs Ruhr (RS1) zwischen Hamm und Duisburg ist einen wichtigen Schritt vorangekommen. In allen Kommunen liegt jetzt ein Grundsatzbeschluss vor, das Projekt weiterzuverfolgen. Bund, Land und Kommunen werden nun die zentralen Fragen der Finanzierung und Trägerschaft für solch eine innovative Infrastruktur diskutieren und gemeinsam Lösungen finden, um die Idee "Radschnellweg Ruhr" Wirklichkeit werden zu lassen

Die Machbarkeitsstudie zum geplanten Radschnellweg Ruhr (RS1) macht deutlich, dass ein neuartiger, sicherer und schneller Radweg quer durch die Metropole Ruhr von Duisburg bis Hamm möglich ist. Das Nutzungspotenzial für den bundesweit ersten Radschnellweg in einem Ballungsraum ist enorm. Allein im nahen Einzugsbereich der geplanten Trasse leben rund 1,8 Millionen Einwohner sowie 430.000 Erwerbstätige und 150.000 Studierende. Sechzig Konzernzentralen liegen an der geplanten Strecke.

Die erstmals für ein Radwegeprojekt durchgeführte Nutzen-Kosten-Analyse zeigt, dass jedem Euro eingesetzter Investitionskosten ein gesamtwirtschaftlicher Nutzen von nahezu fünf Euro gegenübersteht.

Mit dem Radschnellweg werden täglich 50.000 Autos (mit etwa 400.000 PKW-Kilometern) weniger die Straßen in der Region belasten. 16.600 Tonnen Kohlenstoffdioxid können eingespart werden.

Der Radschnellweg Ruhr verbindet auf einer Länge von über 101 Kilometern zehn Stadtzentren und vier Universitäten. Er soll von Duisburg über Mülheim an der Ruhr, Essen, Gelsenkirchen, Bochum, Dortmund, Unna, Kamen, Bergkamen bis nach Hamm verlaufen.

Weitere Informationen: www.rs1.ruhr

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Quelle: www.metropoleruhr.de/presse/pressemitteilungen-detail/article/schnell-und-direkt-mit-dem-rad-von-essen-nach-muelheim-land-rvr-und-die-beteiligten-staedte-eroeffnen-neuen-abschnitt-des-rad-und-fusswegs-rheinische-bahn-als-modellstrecke-fuer-den-radschnellweg-ruhr.html

Meta Infos
Stand der Information
27. November 2015
Quelle

Regionalverband Ruhr (www.metropoleruhr.de/regionalverband-ruhr)

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