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Mecklenburg-Vorpommern

Lücken schließen - Radverkehrsnetz soll gezielt ausgebaut werden

Frontansicht des Schweriner Schlosses, Sitz des Landtags Mecklenburg-Vorpommern
Frontansicht des Schweriner Schlosses, Sitz des Landtags Mecklenburg-Vorpommern © Niteshift

Lücken schließen – Radverkehrsnetz wird gezielt ausgebaut

Der Minister für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung Christian Pegel hat am 23.09.2014 in Schwerin die Eckpunkte für ein Lückenschlussprogramm an Radwegen vorgestellt. Für den Bau von straßenbegleitenden Radwegen an Landesstraßen stehen dazu in den Jahren 2014, 2015 und 2016 zusätzlich zu den Haushaltsmitteln für den Radwegebau (in 2014/2015 jeweils 4 Mio. Euro) jeweils 5 Mio. Euro aus EFRE-Mitteln zu Verfügung.

Die Entscheidung darüber, welche Radwege daraus gebaut werden sollen, soll regional getroffen werden. Daher haben die Landkreise Listen mit möglichen Radwegen erhalten. Diese Listen sind nicht abschließend. Sie beschreiben eine Auswahl von Radwegen, bei denen eine kurzfristige Umsetzung aufgrund des Planungsstandes möglich wäre. Die Kreise können auch andere Projekte melden oder andere zusätzliche Planungen anregen. Dabei ist allerding eine Rückkopplung mit den Straßenbauämtern empfohlen. Denn dort hat man das Know-how, um abzuschätzen, ob eine gewünschte Maßnahme binnen drei Jahren zu planen und umzusetzen wäre. Dies ist eine Voraussetzung zur Nutzung der EFRE-Mittel.

Im Ergebnis soll die kommunale Ebene in Rückkopplung mit beispielsweise dem ADFC oder den touristischen Spitzenverbänden eine Priorisierung vornehmen, und damit faktisch bestimmen, welche Radwege von den verfügbaren EFRE-Mitteln zeitnah gebaut werden.

Perspektivisch wird an einem Hauptnetz des Radverkehrs gearbeitet. Dieses Netz soll die Wegeverbindungen zwischen und hin zu den zentralen Orten des Landes abbilden. Im Rahmen eines interministeriellen Projekts werden dazu alle für den Radverkehr nutzbaren Straßen und Wege des gesamten Landes erfasst. Dazu zählen neben den vorhandenen straßenbegleitenen Radwegen z.B. auch touristische Radwege, ländliche Wege, Forst- und Waldwege.

Diese digitale Datenbasis soll künftig zentral allen Behörden im Land und den Bürgern zur Verfügung stehen. So wird darauf aufbauend im kommenden Jahr (2015) ein online-Routenplaner für den Radverkehr zur Verfügung stehen.

Anlagen:

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Zur Originalpressemitteilung

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Stand der Information
25. September 2014
Quelle

Ministerium für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung (www.regierung-mv.de), Nr. 209/14

Land
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